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Parteienstaat und Opposition (1965)

  • Winfried Steffani
Chapter

Zusammenfassung

Die Bundesrepublik Deutschland ist nicht nur ein Bundesstaat, republikanischer Staat, Rechtsstaat, pluralistischer Staat, demokratischer Staat, Sozialstaat usw., sondern auch ein Parteienstaat. Die Parteienstaatlichkeit zählt neben der Rechtsstaatlichkeit zu den Grundmerkmalen freiheitlich demokratischer Herrschaftsordnung. Diese These ist zwar einerseits immer wieder behauptet und begründet worden — sie repräsentiert zugleich den modernsten Stand fast allgemein akzeptierten Lehrbuchwissens —, andererseits wurde und wird sie aber auch immer wieder in Frage gestellt. Die Thesen-Gegner und In-Frage-Steller gingen und gehen bei ihrer Kritik nun keineswegs stets von prinzipiell gleichgearteten Motiven und Leitbildern aus. Es kann unter ihnen vielmehr grob zwischen autoritären und radikaldemokratischen Kritikern, pluralistisch-demokratischen Zweiflern und mehr rhetorisch fragenden Apologeten unterschieden werden.

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Literatur

  1. 1.
    Wilhelm Grewe, „Parteienstaat — oder was sonst?“, in: Der Monat, Heft 36, September 1951, S. 563-577.Google Scholar
  2. 2.
    Ebd., S. 568.Google Scholar
  3. 3.
    Ebd., S. 566.Google Scholar
  4. 4.
    Ebd., S. 568.Google Scholar
  5. 5.
    Als Grewe schrieb, war im März 1950 gerade eine Denkschrift des Deutschen Gewerkschaftsbundes > Zur Neuordnung der deutschen Wirtschaft < erschienen, in der die Bildung eines Bundeswirtschaftsrates gefordert wurde.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Max Weber,Wahlrecht und Demokratie in Deutschland (1917), in: Politische Schriften, Berlin 1921, S. 287 f.Google Scholar
  7. 7.
    In seinem Gutachten vom 30./31. Oktober 1964 hat der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesminister für Wirtschaft zur vom Deutschen Gewerkschaftsbund erneut angeregten Schaffung eines Bundeswirtschaftsrates, in dem die großen Interessenverbände zusammengefaßt und gegenüber dem Bundestag eine beratende Funktion übernehmen sollten, Stellung genommen. Er lehnte sie unter Hinweis auf die schlechten Erfahrungen, die man mit dem „Reichswirtschaftsrat“ in der Weimarer Republik, dem französischen „Conseil National Economique“ und dem italienischen „Nationalrat für Wirtschaft und Arbeit“ gemacht hat, ab. Wörtlich heißt es, derartige Bestrebungen, einen Wirtschaftsrat zu schaffen, hätten „bewußt oder unbewußt das Ziel, die Politik durch Sachverstand, die Wirtschaftspolitik durch den ökonomischen Sachverstand zu ersetzen; damit verkennen sie das Wesen der Politik… Ein Bundeswirtschaftsrat… würde das Ende der parlamentarischen Demokratie bedeuten. Eine solche Ständevertretung würde die Bürger dem Sonderinteresse der als politische Machtfaktoren etablierten Stände ausliefern.Google Scholar
  8. 8.
    Ernst Forsthoff: Der totale Staat, Hamburg 1933, S. 45 f. Forsthoff leitete seine Abhandlung mit den Worten ein: „Diese Schrift steht nicht im Dienste historischen Erkennens, sondern der politischen Aktion“, ebd., S. B.Google Scholar
  9. 9.
    Grewe, a.a.O., S. 576.Google Scholar
  10. 10.
    Man fragt sich unwillkürlich, inwieweit de Gaulle diesen Satz variieren würde.Google Scholar
  11. 11.
    Siehe z. B. Werner Weber „Die Teilung der Gewalten als Gegenwartsproblem“, in: Festschrift für Carl Schmitt, hrsg. von Hans Barion, Ernst Forsthoff und Werner Weber, Berlin 1959, S. 266 u. 272.Google Scholar
  12. 12.
    Ernst Fraenkel: Deutschland und die westlichen Demokratien, Stuttgart 1964, S.55.Google Scholar
  13. 13.
    Der Aufsatz ist abgedruckt im Sammelband: Deutschland und die westlichen Demokratien, Stuttgart 1964, S. 48-68, und in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, Nr. 9 v. 26.2.1964. — Siehe auch unten S. 270 ff.Google Scholar
  14. 14.
    Ich zitiere aus dem Pamphlet des „Komitees“: Notstandsgesetze vernichten Demokratie — Gutachten über Umfang und Ursachen des Abbaus der demokratischen Grundrechte in Westdeutschland, o. O. und J. (Juni 1965), S. 45.Google Scholar
  15. 15.
    Siehe hierzu Gerhard Leibholz’ Aufsatzsammlung: Strukturprobleme der modernen Demokratie, Karlsruhe 1958, insbes. S. 71-155.Google Scholar
  16. 16.
    Aufsatz „Der Strukturwandel der modernen Demokratie, in: Strukturprobleme…, S. 93 f.Google Scholar
  17. 17.
    Ebd., S. 94.Google Scholar
  18. 18.
    Ebd., S. 96.Google Scholar
  19. 19.
    Ebd., S. 97.Google Scholar
  20. 20.
    4. Bundesparteitag der CDU, 1953, S. 100 ff.Google Scholar
  21. 21.
    Siehe Ossip K. Flechtheim: Weltkommunismus im Wandel, Köln 1965, S. 190.Google Scholar
  22. 22.
    Fraenkel, a.a.O., S. 61.Google Scholar
  23. 23.
    Joseph A. Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, Bern 1950, S. 397.Google Scholar
  24. 24.
    Ebd., S. 428. Schumpeters Konkurrenzlehre ist allerdings im Gegensatz zu Fraenkels „vertiefter Konkurrenztheorie der Demokratie“ (vgl. Fraenkel a.a.O., S. 62-68) noch äußerst einseitig am marktwirtschaftlichen Wettbewerbsmodell orientiert. Zur Kritik siehe auch Wolfgang Abendroth „Innerparteiliche und innverbandliche Demokratie als Voraussetzung der politischen Demokratie“, in: Politische Vierteljahresschrift, 5. Jg., Heft 3, Sept. 1964, S. 307 ff.Google Scholar
  25. 25.
    Archibald S. Foord: His Majesty’s Opposition, 1714-1830, Oxford 1964. Siehe auch Kurt Kluxen: Das Problem der politischen Opposition — Entwicklung und Wesen der englischen Zweiparteienpolitik im 18. Jahrhundert, München 1956, und ders.: „Entwicklung und Idee der parlamentarischen Opposition“ (Literatur), in: Politische Vierteljahresschrift, 6. Jg., Heft 2, Juni 1965, S. 219-228.Google Scholar
  26. 26.
    Siehe hierzu Sir Ivor Jennings: Party Politics, Bd. II: The Growth of Parties, Cambridge 1961, S. 2 ff., und Bd. III: The Stuff of Politics, Cambridge 1962, S. 15 ff. Zum Folgenden auch Foord a.a.0., S. 415 f.Google Scholar
  27. 27.
    Sichc Foord a.a.O., S. 1 f.Google Scholar
  28. 28.
    Sir Ivor Jennings: Parliament, 2. Aufl., Cambridge 1957, S. 174. Bezeichnend auch die Zusammenfassung bei Jennings (Party Politics, Bd. L Appeal to the People, Cambridge 1960, S. XXXII f.): “It is not the function of the Opposition to oppose, but to find ideas or actions which they can oppose and then oppose. No doubt their purpose is to obtain office for themselves, the sense of power which office brings, the applause which half the population produces, though not always very enthusiastically, and the deference which everybode properly gives to Her Majesty’s Ministers. In the process, however, they do seek out and expose grievances, challange the ideas upon which government action is based, and remind Ministers that they are neither infallible nor immortal… What the Opposition does is to remind them that, in less than five years, they must appeal to the people.”Google Scholar
  29. 29.
    1855 schrieb die Edinburg Review: “lt is the legal and acknowledged existence of an organized opposition to the Government which is, in these times, the most salient characteristic of a free country and its principal distinction from despotism…” Zitiert noch Foord a.a.O., S. 4.lm gleichen Sinne schreibt Jennings 1957 (Parliament, S. 158): “The Opposition is not just a nuisance to be tolerated, but a definite and essential part of the Constitution…. It is accepted that opposition is not only legitimate but essential to the maintenance of democratic government.”Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. New York Times, 1. Juli 1965 und (eingehender) Congressional Quarterly Weekly Report, Nr. 27, 1965, S. 1269 ff. Der entscheidende Antrag des republikanischen Abg. James Harvey: „Rücküberweisung der Vorlage an den Ausschuß mit Instruktionen“, wurde am 30. Juni mit 208 gegen 202 Stimmen abgelehnt. Zum Ganzen siehe auch den Artikel von Arthur Krock, Once More Into the Breach..,, in: New York Times, International Edition, 5. Juli 1965, S. 4.Google Scholar
  31. 31.
    Hierzu David Thomson: England in the Nineteenth Century, 1815 bis 1914, Cambridge 1950.Google Scholar
  32. 32.
    Siehe R. T. McKenzie: British Political Parties, 2. Aufl., New York—London 1963, insbes. S. 645. Eine deutsche Übersetzung der ersten Auflage liegt unter dem Titel: Politische Parteien in England, Köln und Opladen 1961, vor.Google Scholar
  33. 33.
    Manfred Friedrich, Opposition ohne Alternative? — Über dic Lage der parlamentarischen Opposition im Wohlfahrtsstaat, 2. Aufl., Köln 1962.Google Scholar
  34. 34.
    Ekkehart Krippendorff „Das Ende des Parteienstaates?“, in: Der Monat, Heft 160, Januar 1962, S. 64-70.Google Scholar
  35. 35.
    Ebd., S. 65.Google Scholar
  36. 36.
    Ebd., S. 70.Google Scholar
  37. 37.
    „Die Zukunft des Parteienstaates — Kritische Stimmen zu Ekkehart Krippendorffs Analyse“, in: Der Monat, Heft 162, März 1962, S. 84-94.Google Scholar
  38. 38.
    Krippendorff a.a.O., S. 67.Google Scholar
  39. 39.
    Ebd., S. 66.Google Scholar
  40. 40.
    Ebd., S.69.Google Scholar
  41. 41.
    Friedrich a.a.O., S. 63 Anm. 1.Google Scholar
  42. 42.
    Krippendorff a.a.O., S. 64.Google Scholar
  43. 43.
    Friedrich a.a.O., S. 8.Google Scholar
  44. 44.
    Krippendorff a.a.O., S. 69 f.Google Scholar
  45. 45.
    Siehe oben S. 204.Google Scholar
  46. 46.
    Franz Ansprenger „Zur Rolle der Führungspartei in einigen jungen Staaten Afrikas“, in: Faktoren der politischen Entscheidung — Festgabe für Ernst Fraenkel, hrsg. von Gerhard A. Ritter und Gilbert Ziebura, Berlin 1963, S. 410-451.Google Scholar
  47. 47.
    Ebd., S. 411.Google Scholar
  48. 48.
    Ebd., S. 412.Google Scholar
  49. 49.
    Ebd., S. 444.Google Scholar
  50. 50.
    V. O. Key: Southern Politics in State and Nation, New Nork 1949 (eine bedeutende Pionierleistung amerikanischer Politikwissenschaft), vgl. dort insbes. S. 298-310, S.406ff. und 444 ff. — Ders.: American State Politics — An Introduction, New York 1963, bes. S. 287 ff., und ders.: Politics, Parties and Pressure Groups, 5. Aufl., New York 1964, bes. S. 386 ff. (mit zahlreichen Literaturhinweisen).Google Scholar
  51. 51.
    Siehe Key: Southern Politics, S. 304f.Google Scholar
  52. 52.
    Key: American State Politics, S. 283 f.Google Scholar
  53. 54.
    Die Extrempositioncn „Personenwahlen“ und „Parteiwahlen“ stehen hier in einem sachbegründeten Komplementärverhältnis zueinander.Google Scholar
  54. 55.
    Joachim Raschkc: Wahlen und Wahlrecht, Berlin 1965, S. 60.Google Scholar
  55. 56.
    Zum Verhältnis zwischen „Person“ und „Programmpunkt“ bzw. Sachfrage schreibt V. O. Key (Southern Politics, S. 304): “When two distinct groups with some identity and continuity exist, they must raise issues and appeal to the masses if for no other reason than the desire for office. Whether the existence of issues causes the formation of continuing groups of politicians or whether the existence of competing groups causes the issues to he raised is a moot point. Probably the two factors interact.”Google Scholar
  56. 57.
    Willy Brandt: Plädoyer für die Zukunft, Frankfurt am Main 1961, S. 19.Google Scholar
  57. 58.
    Günter Gaus: Bonn ohne Regierung? Kanzlerregiment und Opposition — Bericht, Analyse, Kritik, München 1965, S. 139.Google Scholar
  58. 59.
    Was für einen Einfluß etwa „ideologische Anreger“ auf Parteien gewinnen können, hat kürzlich Henry J. Steck am Beispiel der englischen „Anti-Atomrüstungs“-Bewegung aufgezeigt, “The Re-Emergence of Ideological Politics in Great Britain: The Campaign for Nuclear Disarmament”, in: The Western Political Quarterly, Bd. 18, Nr.1, März 1965, S. 87-103.Google Scholar
  59. 60.
    Krippendorff a.a.O., S. 70.Google Scholar
  60. 61.
    Siehe hierzu U. W. Kitzinger „Wahlkampf in Österreich“, in Politische Vierteljahresschrift, 2. Jg., Heft 1, März 1961, S. 36-56. Vgl. auch Otto Kirchheimer “The Waning of Opposition in Parliamentary Regimes”, in: Social Research, Bd. 24, Sommer 1957, S. 127-156.Google Scholar
  61. 62.
    Friedrich a.a.O., S. 108.Google Scholar
  62. 63.
    Ulrich Lohman Innerparteiliche Demokratie — Fine Untersuchung der Verfassungswirklichkeit politischer Parteien in der Bundesrepublik Deutschland, Stuttgart 1963, S. 131. Zum folgenden siehe insbesondere Kapitel V („Gewaltenteilung im Parteienstaat“) S. 125-131. Im folgenden setze ich mich lediglich mit den im angezeigten Buch formulierten Argumentationen des Verfassers auseinander. Ich weiß, daß Lohmar heute die Gewaltenteilungsproblematik weit differenzierter sieht.Google Scholar
  63. 64.
    Siehe ebd., S. 126.Google Scholar
  64. 66.
    Samuel Lubell hat darauf hingewiesen, daß in einem demokratischen Zweiparteiensystem die grundlegenden politischen Konflikte nicht nur zwischen Mehrheit und Opposition, sondern vor allem innerhalb der Mehrheit ausgetragen werden. Das amerikanische Zweiparteiensystem verglich er mit einem Sonnensystem, in dem die Mehrheit die „Sonne“ und die Minderheit den „Mond“ darstellt. Die zur Entscheidung führenden Auseinandersetzungen werden im Mehrheitslager „hitzeerzeugend“ ausgetragen. Solange die Mehrheit zum Ausgleich befähigt ist, verbleibt die Opposition beim Reflektieren erzeugter Hitze. Sobald die Konflikte im Mehrheitslager zur Überhitzung und Spaltung führen, ist die Stunde der Opposition gekommen. Sie fängt „belebendes Feuer“, wird selbst zur Sonne und der „erkaltende Mehrheitsrest“ sieht sich in die Rolle des reflektierenden Mondes verwiesen. Dieses Bild weist der Opposition zwar eine ziemlich passive Funktion zu. Die Opposition kann jedoch darauf hinwirken, daß die Mehrheit zerfällt. Mit einem Frontenwechsel zwischen Mehrheit und Minderheit kann nach Lubell allerdings nur über längere Zeiträume hin gerechnet werden. Siehe Samuel Lubell: The Future of American Politics, 2. Aufl., New York 1956, Kapitel X: A New Theory of Political Parties, S. 210-218.Google Scholar
  65. 68.
    Ebd., S. 130 f.; siehe Anmerkung 61, zweiter Absatz.Google Scholar
  66. 69.
    Ebd., S. 130.Google Scholar
  67. 70.
    Ebd., S. 130.Google Scholar
  68. 72.
    Gaus a.a.O., S. 77.Google Scholar
  69. 73.
    Ebd., S. 79.Google Scholar
  70. 74.
    Ebd., S. 80.Google Scholar
  71. 75.
    Ebd., S. 81.Google Scholar
  72. 76.
    Siehe ebd., S. 113 ff.Google Scholar
  73. 77.
    Ebd., S. 85.Google Scholar
  74. 1.
    Siehe hierzu auch meinen Artikel „Opposition“, in: Kurt Sontheimer und Hans H. Röhring (Hrsg.), Handbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland, München-Zürich 1977.Google Scholar
  75. 2.
    Zur Entstehung von Oppositionsbildungen in den USA siehe Richard Hofstadter: The Idea of a Party System -- The Rise of Legitimate Opposition in The United States, 1780-1840, Berkeley-Los Angeles-London 1972.Google Scholar
  76. 1.
    Abgedruckt in Willy Brandt: Bundestagsreden. Hrsg. von Helmut Schmidt, Bonn 1972, S. 111.Google Scholar
  77. 4.
    Abgedruckt in Kurt Schumacher: Bundestagsreden. Hrsg. von Annemarie Renger. Bonn 1972, S. 3 f.Google Scholar
  78. 5.
    Brandt, a.a.O. (Anm. 1), S. 83 ff., letztes Zitat S. 85.Google Scholar
  79. 6.
    Schumacher, a.a.O. (Anm. 4), S. 27.Google Scholar
  80. 7.
    Brandt, a.a.O. (Anm. 1), S. 111.Google Scholar
  81. 8.
    Ebenda, S. 110.Google Scholar
  82. 9.
    Hierzu und zum Folgenden Udo Bermbach: Stationen der Regierungsbildung 1969: In: ZParl (Zeitschrift für Parlamentsfragen), 1970, Heft 1, S. 5-23, sowie Klaus Bohnsack: Bildung von Regierungskoalitionen, dargestellt am Beispiel der Koalitionsentscheidung der F.D.P. von 1969. In: ZParl, 1976, Heft 3, S. 400-425.Google Scholar
  83. 10.
    Siehe hierzu die wichtige empirische Studie von Hans-Joachim Vicen: Opposition im Bundestag — Ihre Funktionen, institutionellen Handlungsbedingungen und das Verhalten der CDU/ CSU-Fraktion in der 6. Wahlperiode 1969-1972. Bonn 1976.Google Scholar
  84. 11.
    Vgl. hierzu vor allem die grundlegende Arbeit von UweThaysen: Parlamentsreform in Theorie und Praxis — Eine empirische Analyse der Parlamentsreform im 5. Deutschen Bundestag. Opladen 1972.Google Scholar
  85. 12.
    Vgl. zum letztgenannten Thema die kontrovers geführte Diskussion: Zum Rederecht derMitglieder des Bundesrates im Bundestag. In: ZParl, 1976, Heft 3, S. 317-328.Google Scholar
  86. 13.
    Zum Folgenden vor allem Martin Müller: Fraktionswechsel im Parteienstaat — Parlamentsreform und politische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland. Opladen 1974; sowie Heino Kaack: Fraktions-und Parteiwechsler im Deutschen Bundestag. In: ZParl, 1972, Heft 2, S.327, und ders.: Fraktionswechsel und Mehrheitsverhältnisse im Deutschen Bundestag. In: ZParl, 1972, Heft 3, S. 131-139.Google Scholar
  87. 14.
    Schumacher, a.a.O. (Anm. 4), S. 3.Google Scholar
  88. 15.
    Zur Vorgeschichte und zum Ablauf Martin Müller: Das konstruktive Mißtrauensvotum — Chronik und Anmerkungen zum ersten Anwendungsfall des Art. 67 GG. In: ZParl, 1972, Heft 3, S. 275-291.Google Scholar
  89. 16.
    Rainer Barzel dazu am 12.1.1973 vor dem Landesparteitag der CDU Westfalen-Lippe in Siegen „Drei gezinkte Karten spielten Geschichte.“Google Scholar
  90. 17.
    Zu diesem Thema jetzt eingehend Friedrich Karl Fromme: Gesetzgebung im Widerstreit — Wer beherrscht den Bundesrat? Die Kontroverse 1969-1976. Bonn (Dezember) 1976.Google Scholar
  91. 18.
    Ebenda, S. 21.Google Scholar
  92. 19.
    Protokolle des Bundesrates, 105. Sitzung vom 24.4.1953, S. 188 B. — Zur Rolle des Bundesrates und den letztlich erfolglosen parteipolitischen Einflußnahmen der SPD-Opposition mit detaillierten Angaben Arnulf Baring: Außenpolitik in Adenauers Kanzlerdemokratie. München-Wien 1969, bes. S. 261-293.Google Scholar
  93. 20.
    „Das Grundgesetz will nicht… einen,Parteienbundesstaat` schaffen, d. h. hier ein bundesstaatliches System aufbauen, in dem die politischen Parteien dazu verwandt werden, um aus parteipolitischer Haltung heraus vom Land her gegen die Bundesregierung Opposition zu machen. Es ist vielmehr der Wille und Ziel des Grundgesetzes, daß im Bundestag das Volk nach Parteien gegliedert repräsentiert wird, während es im Bundesrat nach Ländern gegliedert in Erscheinung tritt. Bei Entscheidungen aus parteipolitischen Beweggründen würden die Mitglieder des Bundesrates „damit gegen die verfassungsrechtliche Funktion des Bundesrates handeln. So Theodor Maunz: Die Rechtsstellung der Mandatsträger im Bundesrat. In: Der Bundesrat als Verfassungsorgan und politische Kraft. Hrsg. vom Bundesrat. Bad Honnef/Darmstadt 1974, S.209f. Siehe dazu auch Fromme a.a.O. (Anm. 17), S. 179 ff. und ebd. Anm. 586.Google Scholar
  94. 21.
    Hierzu Rolf Lange und Gerhard Richter: Erste vorzeitige Auflösung des Bundestages. Stationen vom konstruktiven Mißtrauensvotum bis zur Vereidigung der zweiten Regierung Brandt/ Scheel. In: ZParl, 1973, Heft 1, S. 37-75.Google Scholar
  95. 22.
    Zur Entwicklung dieser These Peter Schindler: Mißbrauch des Bundesrates? Dokumentation einer aktuellen Auseinandersetzung. In: ZParl, 1974, Heft 2, S. 157-166.Google Scholar
  96. 23.
    So der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Friedrich Schäfer, in einem Leserbrief an „Die Welt“ vom 27. März 1974.Google Scholar
  97. 26.
    „Es geht um Grundlagen staatlicher Ordnung“ — Antrittsrede des neuen Bundesratspräsidenten Dr. Bernhard Vogel. In: Das Parlament, Nr. 51, 18. Dezember 1976, S. 12.Google Scholar
  98. 27.
    Einzelheiten zum folgenden bei Arnulf Baring, a.a.O. (Anm. 19), S. 221-261.Google Scholar
  99. 28.
    Am 1. Juni 1978 rief der Fraktionsvorsitzende Herbert Wehner (SPD) im Bundestag nach einer Rede des Oppositionsführers Helmut Kohl der Opposition zu: „Sie sind eine außerparlamentarische Opposition, im Sinne nämlich von APO, aber rechts draußen… Sie feixende Meute — ja, das sind Sie!. Zitiert nach „Das Parlament“, Nr. 23, 10. Juni 1978, S. 12.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1979

Authors and Affiliations

  • Winfried Steffani
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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