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Optimierung komplexer Produktionsanlagen und Technologiebewertung

  • Peter Betge
Chapter

Zusammenfassung

Die bisher behandelten Investitionsmodelle enthalten lediglich Investitionsobjekte, die als Ganzes betrachtet werden. Die Nutzungsdauern waren vorgegeben. Bereits oberflächliche Betrachtungen von Maschinen zeigen jedoch, daß diese ein recht kompliziertes, teilweise durch die Verfahrenstechnik und in jedem Falle durch die konstruktiven und fertigungstechnischen Möglichkeiten des Maschinenherstellers bestimmtes ‚Innenleben‘ haben. Maschinen, Produktionsanlagen, DV-Anlagen, Hochbauten sind aus vielen Einzelteilen zusammengesetzt, deren Eigenschaften, Austausch- und Ergänzungsmöglichkeiten die Lebensdauer und die Nutzungsmöglichkeiten eines Investitionsobjektes bestimmen. Auch technische Weiterentwicklungen an diesen Einzelteilen, die als Module und Komponenten bezeichnet werden, sind häufig zu beobachten.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. hierzu Betge, P.: Technischer Fortschritt und Technologiebewertung aus betriebswirtschaftlicher Sicht, Wiesbaden 1988, S. 11ff.Google Scholar
  2. 2.
    Siehe hierzu Betge, P.: Technischer Fortschritt und Technologiebewertung aus betriebswirtschaftlicher Sicht, Wiesbaden 1988, S. 1571f. Entscheidungssituation bei Maschinenwechseln:Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Kilger, W.: Flexible Plankostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung, B. Aufl., Wiesbaden 1981, S. 398ff.; obwohl von Kilger auf die Existenz von Einzelteilen im Zusammenhang mit der Nutzungsdauerbestimmung hingewiesen wird, werden hieraus keine kalkulatorischen oder sonstigen Konsequenzen gezogen. Die Betriebsmittel werden weiterhin als nichtteilbare Einheit behandelt.Google Scholar
  4. 4.
    Eine als weiteres Beispiel geeignete Übersicht über eine im Automobilbau übliche Aufteilung eines Gesamtobjektes in “Hauptgruppen und die dazugehörigen Unterzusammenbauten” befindet sich bei Ohl, H. L.: Zuverlässigkeit im Automobilbau, in Adam Opel Aktiengesellschaft (Hrsg.): Schriftenreihe von Adam Opel AG, Heft 6, Rüsselsheim 1977, S. 10Google Scholar
  5. 5.
    Der Hinweis, daß sich “durch ausreichende Wartung und Instandhaltung… die ‘technische’ Nutzungsdauer praktisch bis ins Unendliche verlängern’ läßt, findet sich vereinzelt in der Literatur; Schneider, D.: Kostentheorie und verursachungsgemäße Kostenrechnung, in ZIbF (NE), Heft 13, 1961, S. 703Google Scholar
  6. 6.
    Die bei den vorangegangenen Symbolerklärungen gemachten Anmerkungen zum Ebenenbezug, vgl. auch Abbildung 6.1, der einzelnen Größen gelten unverändert. Auf Wiederholungen kann deshalb bei diesen und allen weiteren Symboldefinitionen verzichtet werden, soweit keine hiervon abweichenden Besonderheiten auftreten.Google Scholar
  7. 7.
    Als ursprünglichen Zustand oder Ausgangszustand ist der meßtechnisch zu erfassende und dadurch quantitativ abzubildende Zustand anzusehen, der unmittelbar vor dem Nutzungs-oder Projektbeginn betriebsintern bestanden hat; betriebsexterne Aspekte werden später behandelt.Google Scholar
  8. 8.
    Zur Problematik des Ansatzes vorab festgelegter Nutzungsdauern in Investitionsmodellen siehe Krause, W.: Investitionsrechnungen und unternehmerische Entscheidungen, Berlin 1973, S. 113ff.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. hierzu Albach, H.: Investition und Liquidität, Wiesbaden 1962, S. 220ff und S. 316ff. Ilax, H.: Investitions-und Finanzplanung mit Hilfe der linearen Programmierung, Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung, Heft 16, 1964, S. 430ff. Jacob, H.: Investitionsplanung und Investitionsentscheidung mit Hilfe der Linearprogrammierung, a.a.O., S. 59ff. Seelbach, H.: Planungsmodelle, Würzburg - Wien 1967, S. 63ff.Google Scholar
  10. 10.
    Zur meßtechnischen Bestimmung von Komponentenpotentialen siehe Betge, P.: Optimaler Betriebsmitteleinsatz, Wiesbaden 1983, S. 16ff.Google Scholar
  11. 11.
    Zur Lebensdauerbestimmung von Komponenten bei leistungsabhängig unterschiedlichen mechanischen und thermischen Belastungen siehe Glaser, R. E.: Estimation for a Weibull Accelerated Life Testing Model, in Naval Research Logistics Quarterly, Volume 31, Number 4, 1984, S. 559ff.Google Scholar
  12. 12.
    Grundlagen zur Veränderung der Preisabsatzsituation im Zeitablauf infolge oligopolistischer Verhaltensweisen siehe Krelle, W.: Preistheorie I, Tübingen 1976, S. 227–264. Ein weiterer die Ausführungen dieser Arbeit ergänzender Überblick über die vielfältigen preisverändernden Wirkungen unterschiedlicher Einflüsse und über dynamische Preissetzungen bzw. Preissetzungsmodelle befindet sich in Jacob, H.: Preispolitik bei der Einführung neuer Erzeugnisse unter besonderer Beachtung dynamischer Aspekte, in Koch, H. (Hrsg.): Zur Theorie des Absatzes, Festschrift zum 75. Geburtstag von E. Gutenberg, Wiesbaden 1973, S. 141ff., Simon, H.: Preismanagement, Wiesbaden 1982, S. 274–329.Google Scholar
  13. 13.
    Weitere Ausführungen zur Ermittlung optimaler Absatzprogramme bei Mehrprodukt-Unternehmen siehe Jacob, H.: Preispolitik, a.a.O., S. 124ff.Google Scholar
  14. 14.
    Umfangreichere Problemstellungen zur Erfassung des technischen Fortschrittes siehe Betge, P.: Optimaler Betriebsmitteleinsatz, Wiesbaden 1983, S. 131ff.Google Scholar
  15. 15.
    Zur Vorgehensweise bei der Betriebsmittelzerlegung in Komponenten und zum Wirkungsverbund siehe Betge, P.: Optimaler Betriebsmitteleinsatz, Wiesbaden 1983, S. 24f.Google Scholar
  16. 16.
    Betriebsexterne Tatbestände werden vorerst nicht behandelt, sie sind Gegenstand der späteren Ausführungen des 7. Abschnittes.Google Scholar
  17. 17.
    Ergänzende Ausführungen zu Flexibilitätsaspekten siehe Jacob, H.: Unsicherheit und Flexibilität, Zur Theorie der Planung bei Unsicherheit, in Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Heft 5, 1974, S. 314ff.Google Scholar
  18. 18.
    Das Problem der Restwertbestimmung soll nicht in vertiefter Form aufgegriffen werden. Die Restwertfestsetzung als f(t) muß jedoch willkürfrei vorgenommen werden. Eine ökonomisch sinnvolle und weitgehend willkürfreie Bestimmung liegt z.B. dann vor, wenn ein Restwert unter Berücksichtigung der nach Projektende vorgesehenen weiteren Nutzung des Investitionsobjektes bestimmt wird. Der Restwert kann demnach je nach Verwendungszweck des zu bewertenden Objektes beispielsweise aus einem Marktwert, einem speziellen Veräußerungserlös oder einem Ertragswert bestehen, der unter Erfassung des Restpotentials und der Absatzmöglichkeiten auf dem für die betreffenden Betriebsleistungen relevanten Markt errechnet wird. Zu den Problemen, die sich hinsichtlich der Restwertbestimmung aufgrund von Interdependenzen zwischen Restnutzungspotentialen und dem produktiven Nutzungsumfang ergeben, siehe Adam, D.: Die Bedeutung der Restwerte von Investitionsobjekten für die Investitionsplanung in Teilperioden, in ZfB, 38. Jahrgang, 1968, S. 406.Google Scholar
  19. 19.
    Der Vollständigkeit halber soll darauf hingewiesen werden, daß hierunter selbstverständlich keine bilanzielle Restwertminderung zu verstehen ist, da diese häufig völlig anderen Zielsetzungen unterworfen ist.Google Scholar
  20. 20.
    Daß sich aus Art und Umfang sowie dem Eintrittszeitpunkt technischer Fortentwicklung zusätzliche Datenprobleme ergeben können, soll hier nicht ganz übergangen werden. Eine intensive Marktbeobachtung kann jedoch vielfach eine weitgehende Beseitigung dieser Datenprobleme bewirken. Ist die Marktsituation für das betreffende Investitionsgut allerdings zu unübersichtlich, könnte über die Bestimmung von Wahrscheinlichkeitsintervallen die Datenproblematik entschärft werden; siehe hierzu Jacob, H./Karrenberg, R,: Die Bedeutung von Wahrscheinlichkeitsintervallen für die Planung bei Unsicherheit, in ZfB, Heft 1, 1977, S. 678ff. Schneider, D.: Meßbarkeitsstufen subjektiver Wahrscheinlichkeiten als Erscheinungsformen der Ungewißheit, in Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Heft 2, 1979, S. 89ff.Google Scholar
  21. 21.
    Weitergehende Ausführungen zur Betriebsmittelverfügbarkeit siehe Betge, P.: Technischer Fortschritt…, a.a.O., S. 191ff.Google Scholar
  22. 22.
    Weitere Ausführungen hierzu siehe Betge, P.: Technischer Fortschritt…, a.a.O., S. 157 mit Bezug auf technische Verbesserungen in der KomponentenebeneGoogle Scholar
  23. 23.
    Auszahlungsveränderungen, die nicht auf einer Veränderung der Herstellkosten beruhen, zählen nicht zu den Merkmalen technischer Weiterentwicklung. Die Verwendung von für die Investitionsgütermärkte geltenden Marktpreisen muß ausgeschlossen werden, weil hierdurch Doppelerfassungen von Effekten technischer Weiterentwicklungen auftreten könnten.Google Scholar
  24. 24.
    Auf die gesonderte Erarbeitung von Flexibilitätskennziffern soll in dieser Arbeit verzichtet werden. Eine Möglichkeit der Flexibilitätsmessung findet sich bei Jacob, H.: Unsicherheit und Flexibilität, Zur Theorie der Planung bei Unsicherheit, in Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Heft 5, 1974, S. 322ff.Google Scholar
  25. 25.
    Die Berücksichtigung des technischen Fortschritts sollte sich nicht nur auf die Kostenseite, sondern auch auf die Nutzungsseite erstrecken.“ Terborgh, G.: Leitfaden der betrieblichen Investitionspolitik, a.a.O., S. 39Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Peter Betge

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