Advertisement

Eigenarten der Chemischen Industrie und ihre Auswirkungen auf die Kostenrechnung

  • Betriebswirtschaftlichen Ausschuß des Verbandes der Chemischen Industrie e.V.
Chapter

Zusammenfassung

Die Chemische Industrie hat eine sehr heterogene Struktur, die von der Herstellung chemischer Ausgangsstoffe bis zur Konsumgüterproduktion reicht, von der kontinuierlichen Herstellung von Massenerzeugnissen bis zur auftragsweisen Herstellung im Labormaßstab, von der Herstellung vielseitig verwendbarer Ausgangsprodukte bis zur Herstellung von Spezialerzeugnissen. Eine ähnliche Mannigfaltigkeit zeigt die Produktionstechnik der Chemischen Industrie. Wir finden den diskontinuierlichen (Chargen- oder Satz-) Betrieb neben dem kontinuierlichen Betrieb64), automatische Großapparaturen neben einfachsten Anlagen. Sparten, die ganz auf wissenschaftlichen Erkenntnissen fußen, stehen Zweige gegenüber, die noch weitgehend auf der Empirie aufbauen. Dasselbe Erzeugnis kann, von sehr unterschiedlichen Rohstoffgrundlagen ausgehend (etwa Kohlenwasserstoffe auf der Basis Kohle, Erdöl oder Erdgas), mit Hilfe sehr verschiedenartiger Verfahren (etwa Schwefelsäureherstellung im Bleikammerverfahren und im Kontaktverfahren) hergestellt werden, wobei es in vielen Fällen mit anderen Produkten verbunden sein kann. Welche Verfahren und Rohstoffe angewandt werden, hängt oft von Vorstufen ab. So kann es z. B. möglich sein, daß in einem Unternehmen ein gewünschtes Produkt sowohl aus einem im Unternehmen selbst an anderer Stelle anfallenden Stoff als auch aus einem fremdbezogenen Material hergestellt wird.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 64).
    vgl. hierzu: Winnacker, K. und Kiichler, L.: Chemische Technologie, Bd. 1, Anorganische Technologie I, München 1958, S. 268 ff.Google Scholar
  2. 65).
    Zu den Eigenarten vgl. auch Riebel, P.: Mechanisch-technologische und chemisch-technologische Industrien in ihren betriebswirtschaftlichen Eigenarten, ZfhF 1954, S. 413, ferner Weblus, B.: Produktionseigenarten der chemischen Industrie, ihr Einfluß auf Kalkulation und Programmgestaltung, Berlin 1958.Google Scholar
  3. 66).
    Vgl. zum Problem der Apparategrößen Riebel, P.: Kostengestaltung bei chargenweiser Produktion in: Der Industriebetrieb und sein Rechnungswesen, Festschrift für M. R. Lehmann, Wiesbaden 1956.Google Scholar
  4. 67).
    vgl. zu dem Begriff Winnacker, K. und Kuchler, L.: a.a.O., S. 271.Google Scholar
  5. 69).
    Riebel, P.: Die Kuppelproduktion, Köln und Opladen 1955.Google Scholar
  6. 70).
    Vgl. Müller, A.: a.a.O., S. 332 ff.Google Scholar
  7. 71).
    vgl. zu den Fragen der Kostenabhängigkeit von Verfahrensbedingungen Riebel, P.: Kosten-und Ertragsverläufe bei Prozessen mit verweilzeitabhängiger Ausbeute, in ZfhF 1957, S. 217 ff. und Riebel, P.: Der Einfluß der zeitlichen Unterbeschäftigung auf die Kosten-und Ertragsverläufe bei Prozessen mit verweilzeitabhängiger Ausbeute, in ZfhF 1957, S. 473 ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1978

Authors and Affiliations

  • Betriebswirtschaftlichen Ausschuß des Verbandes der Chemischen Industrie e.V.

There are no affiliations available

Personalised recommendations