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Erkenntnis, Handeln und Subjekt

  • Werner Meinefeld
Chapter

Zusammenfassung

Im vorangegangenen Kapitel ist schon darauf hingewiesen worden, daß Radikaler Konstruktivismus und Evolutionäre Erkenntnistheorie zwar in allgemeiner Form auf die Existenz sozialer und kultureller Prozesse verweisen, daß sie es aber unterlassen, ihrer Bedeutung für den Erkenntnisprozeß konkret nachzugehen — hierauf wird zurückzukommen sein. Daneben fällt ein weiteres gemeinsames Manko auf, das nicht nur unmittelbar mit dieser Vernachlässigung zusammenhängt, das ihr vielmehr vorgängig ist: es gibt bei ihnen kein handelndes Subjekt.

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Literatur

  1. 1.
    Roth, Stellungnahme zum Aufsatz „Evolution der Erkenntnisfähigkeit — Ansätze zu einer evolutionären Erkenntnistheorie“ von Gerhard Vollmer, 227.Google Scholar
  2. 2.
    Roth, Erkenntnis und Realität, 253, 248ff. Zu demselben Ergebnis kommen auch Matura- na/Varela, Der Baum der Erkenntnis, 246ff.Google Scholar
  3. 3.
    Gerhard Vollmer, Evolutionäre Erkenntnistheorie und Leib-Seele-Problem, in: Wolfgang Böhme (Hrsg.), Wie entsteht der Geist?, Karlsruhe 1980, 11–40; Vollmer, Zu den Voraussetzungen der Evolutionären Erkenntnistheorie, 233f; Vollmer, Was können wir wissen?, 108ff, 270f.Google Scholar
  4. 4.
    Gerhard Roth, Die Konstitution von Bedeutung im Gehirn, in: Schmidt, Gedächtnis, 199 I, 360–370.Google Scholar
  5. 6.
    Humberto R. Maturana, Kognition (1978), in: Schmidt, Der Diskurs des Radikalen Konstruktivismus, 1988, 89–118, hier: 105, wo sich ein analoges Beispiel findet.Google Scholar
  6. 7.
    Maturano, Kognition, 110ff; Maturna/Varela, Der Baum der Erkenntnis, 145ff; Riegas/Vetter, Gespräch mit Humberto R. Maturana, 57ff, 67f.Google Scholar
  7. 8.
    Maturana/Varela, Der Baum der Erkenntnis, 147f. 9 Auch der Versuch einer „Auslegung“ dieses „wohl schwierigsten Punktes in Maturanas Gedankengebäude” durch von Glasersfeld bringt in dieser Hinsicht keine Aufklärung — der Autor räumt ein: „Ich habe mehr als ein Jahrzehnt gebraucht, um mir eine Interpretation dieser Ableitung [des Beobachters] zurechtzulegen“, aber Gewißheit habe er in dieser Interpretation nicht — Die Unterscheidung des Beobachters, 286. Vgl. dagegen die Begründung dieser Fähigkeit in der subjektbezogenen Sozialtheorie Meads: s. Abschnitt 11/3.2.Google Scholar
  8. 10.
    Per Augenschein wird lediglich der Tatbestand dieser Transzendierung konstatiert und dann retrospektiv als möglich postuliert: Vollmer,Was können wir wissen?, 308.Google Scholar
  9. 11.
    Einen Ausweg würde hier eine Orientierung in Richtung auf die philosophische Anthropologie und ihre erkenntnistheoretische Weiterführung in der Arbeit von Günter Dux (Zur Strategie einer Soziologie der Erkenntnis, in: Nico Stehr/Volker Meja (Hrsg.), Wissenssoziologie, Opladen: Westdeutscher Verlag 1981 (Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 22), 73–101; Günter Dux, Die Logik der Weltbilder. Sinnstrukturen im Wandel der Geschichte, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1982) eröffnen, doch sind diese Überlegungen von den naturwissenschaftlich orientierten Autoren nicht aufgenommen worden. In Abschnitt 11/3.1 werden wir auf diesen Aspekt zurückkommen.Google Scholar
  10. 12.
    Roth, Erkenntnis und Realität, 249; Vollmer, Evolutionäre Erkenntnistheorie und LeibSeele-Problem, 20.Google Scholar
  11. 13.
    Der erkenntnistheoretische Beitrag der Evolutionären Erkenntnistheorie ist zu widersprüchlich und zu wenig ergiebig, um sich als Ansatzpunkt für weitere Überlegungen zu eignen.Google Scholar
  12. 14.
    Siehe insbesondere van Glasersfeld, Wissen, Sprache und Wirklichkeit, 99ff, 221ff.Google Scholar
  13. 15.
    Es kann hier nicht darum gehen, die genetische Epistemologie umfassend darzustellen und in all ihren Konsequenzen und in ihren eigenen Unzulänglichkeiten zu diskutieren. Wie alle anderen hier herangezogenen theoretischen Ansätze und empirischen Ergebnisse ist auch an dieser Stelle die Rezeption selektiv auf die für uns wichtigen Aspekte — und das heißt in diesem Fall: die Prüfung der Möglichkeit einer Verbindung realistischer und konstruktiver Komponenten im Erkenntnisprozeß — zu beschränken. Zusammenfassungen der Piagetschen Position finden sich u.a. in den folgenden Veröffentlichungen: Magali C. Bevet/Jayues J. Vonèche, Der Aufbau der kognitiven Strukturen aus der Sicht der Genfer Psychologen, in: Gerhard Steiner (Hrsg.), Piaget und die Folgen, Zürich (Die Psychologie des 20. Jahrhunderts, Bd. VII) 1978, 242–259; Reinhard Falke (Hrsg.), Jean Piaget über Jean Piaget. Sein Werk aus seiner Sicht, München: Kindler 1981 (1970); Hans G. Furth, Intelligenz und Erkennen. Die Grundlagen der genetischen Erkenntnistheorie Piagets, Frankfurt: Suhrkamp 1981 (1969); Jean Piaget, Abriß der genetischen Epistemologie, 01ten/Freiburg: Walter 1974 (1970); Jean Piaget, Einführung in die genetische Erkenntnistheorie, Frankfurt: Suhrkamp 1988 (1970); R. Murray Thomas/Birgits Feldmann, Die Entwicklung des Kindes, Weinheim/Basel: Beltz 1986.Google Scholar
  14. 17.
    Seine Vorbehalte gegen eine weitere Verfolgung der erkenntnistheoretischen Fragen als philosophische Probleme hat er 1965 in „Weisheit und Illusionen der Philosophie“ dargelegt: angesichts der bestehenden Möglichkeit, diese Fragen empirisch zu untersuchen, bedeute jedes Beharren auf ihrer weiteren philosophischen Diskussion wissenschaftlichen Stillstand und den Verzicht auf mögliche Lösungen. (Eine Zusammenfassung dieser Argumentation findet sich in Hans G. Furth, Piaget über Weisheit und Illusionen der Philosophie, in: ders., Intelligenz und Erkennen, 1981 (1969), 341–355; s.a. Furth, Intelligenz und Erkennen, 25; Jean Piaget, Die Entwicklung des Erkennens I: Das mathematische Denken, Stuttgart: Klett 1972 (1950), 13ff.)Google Scholar
  15. 18.
    Piaget, Die Entwicklung des Erkennens I, 30; Piaget, Abriß der genetischen Epistemologie, 83ff.Google Scholar
  16. 19.
    Piaget, Abriß der genetischen Epistemologie, 89.Google Scholar
  17. 20.
    Fatke, Jean Piaget über Jean Piaget, 32.Google Scholar
  18. 21.
    Jean Piaget, Das Weltbild des Kindes, Stuttgart: Klett-Cotta 1978 (1926) 13ff; siehe hierzu auch die Kritik von Hans Aebli,Von Piagets Entwicklungspsychologie zur Theorie der kognitiven Sozialisation, in: Steiner, Piaget und die Folgen, 1978, 604–627, hier: 614.Google Scholar
  19. 22.
    Für eine knappe Zusammenfassung der Stadientheorie siehe die Ausführungen in Piaget, Abriß der genetischen Epistemologie, 31ff.Google Scholar
  20. 23.
    Piaget, Der Aufbau der Wirklichkeit beim Kinde, Stuttgart: Klett 1975 (1937) 337ff. Mit Assimilation ist die Einpassung eines äußeren Elementes in ein bereits bestehendes kognitives Schema gemeint, wobei das Element diesem Schema subsumiert, das Schema selbst also nicht verändert wird. Akkomodation bedeutet demgegenüber die Anpassung des Schemas an äußere Bedingungen, die als so sehr unterschieden von den verfügbaren Schemata erkannt werden, daß ihre Subsumtion unter diese als nicht angemessen angesehen wird: das Schema wird entsprechend modifiziert — Fatke, Jean Piaget über Jean Piaget, 41 ff. Aber selbst die Akkomodation ist, wie Thomas Bernhard Seiler betont, ein konstruktiver Akt des Individuums, keine Festlegung der Kognition durch die Realität selbst — Handeln und Erkennen in der strukturgenetischen Theorie Jean Piagets, Diskussionspapier für die Zweiten Freiburger Arbeitstage für Soziologie vom 3.-5. Oktober 1991, 4, 18.Google Scholar
  21. 24.
    Furth, Intelligenz und Erkennen, 338.Google Scholar
  22. 25.
    Piaget, Der Aufbau der Wirklichkeit beim Kinde, 9, 12f.Google Scholar
  23. 26.
    Piaget, Abriß der genetischen Epistemologie, 86.Google Scholar
  24. 27.
    Hans Aebli, Zur Einführung, in: Piaget, Der Aufbau der Wirklichkeit beim Kinde, 1975, 7–10, hier: 8, 9; Piaget, Die Entwicklung des Erkennens 1, 24ff, 38ff; Seiler, Handeln und Erkennen in der strukturgenetischen Theorie Jean Piagets, 8ff. Allerdings erfolgt nicht eine einfache Übertragung von der Handlungs-auf die kognitive Ebene: Piaget betont nachdrücklich den mühseligen Prozeß, in dem das Kind sich kognitiv erneut erarbeiten muß, worüber es (z.B. in bezug auf Objektpermanenz, Raumwahrnehmung oder Kausalität) auf der Handlungsebene bereits sicher verfügte — Der Aufbau der Wirklichkeit beim Kinde, 343ff.Google Scholar
  25. 28.
    Piaget, Die Entwicklung des Erkennens 1, 45.Google Scholar
  26. 29.
    Fatke, Jean Piaget über Jean Piaget, 38.Google Scholar
  27. 30.
    Singer, Die Entwicklung kognitiver Strukturen, 115ff; Vollmer, Was können wir wissen?, 131f.Google Scholar
  28. 31.
    Und er verwendet dabei durchaus Formulierungen, die auch aus der Feder eines Radikalen Konstruktivisten stammen könnten: z.B. Piaget,Einführung in die genetische Erkenntnistheorie, 22f, 87.Google Scholar
  29. 32.
    Piaget, Die Entwicklung des Erkennens I, 38ff. Auch innerhalb der Philosophie findet diese Position Unterstützung: siehe — neben dem bereits erwähnten Aufsatz von Schneider, Die Situiertheit des Denkens, Wissens und Sprechens im Handeln — auch: Hans Lenk,Philosophie und Interpretation. Vorlesungen zur Entwicklung konstruktionistischer Interpretationsansätze, Frankfurt: Suhrkamp 1993, passim, v.a. 213ff.Google Scholar
  30. 33.
    Aus einem anderen Begründungskontext kommt auch Dux zu dieser Charakterisierung des Erkenntnisprozesses — Die Logik der Weltbilder, 76ff; auf ihn wird später ausführlich einzugehen sein.Google Scholar
  31. 34.
    Zwar wird auch im Radikalen Konstruktivismus immer wieder von „Aktivität“ gesprochen, doch handelt es sich dort nur um die kognitive Aktivität des Gehirns — ein in der Welt handelndes Subjekt gibt es in seiner Logik nicht.Google Scholar
  32. 35.
    An dieser grundlegenden und entscheidenden Differenz ändert auch die Tatsache nichts, daß auch für Piaget — für nachfolgende Handlungen — die zuvor erworbene Kognition orientierende Funktionen ausübt, während umgekehrt auch im Radikalen Konstruktivismus Handlungen zur Ausprägung von Kognitionen führen können: der Ausgangspunkt ist ein jeweils grundsätzlich anderer.Google Scholar
  33. 36.
    Barbel Inhelder, Einige Aspekte von Piagets genetischer Theorie des Erkennens (1965), in: Furth, Intelligenz und Erkennen, 1981, 44–71, hier: 47.Google Scholar
  34. 37.
    Piaget, Der Aufbau der Wirklichkeit beim Kinde, 370.Google Scholar
  35. 38.
    Ganz zu schweigen von der sozialen Umwelt, die auch von Piaget in ihrer Bedeutsamkeit nicht angemessen zur Kenntnis genommen worden und auf die an dieser Stelle noch nicht näher einzugehen ist, auf die hier aber nochmals verwiesen werden soll — vgl. Kapitel 11/3.Google Scholar
  36. 39.
    Dies wird auch von Piaget so gesehen: Piaget,Abriß der genetischen Epistemologie, 86.Google Scholar
  37. 40.
    Roth, Erkenntnis und Realität, 237.Google Scholar
  38. 41.
    Gerhard Roth, Die Bedeutung der biologischen Wahrnehmungsforschung für die philosophische Erkenntnistheorie, in: Peter M. Hejl u.a. (Hrsg.) Wahrnehmung und Kommunikation, Frankfurt u.a.: Lang 1978, 65–78, hier: 73 (Hervorhebung W.M.).Google Scholar
  39. 42.
    Riegas, Das Nervensystem — offenes oder geschlossenes System?, 110.Google Scholar
  40. 43.
    Martin Goldstein/inge F. Goldstein, How We Know. An Exploration of the Scientific Process, New York/London: Plenum Press 1978, 13ff.Google Scholar
  41. 44.
    von Foerster, Das Konstruieren einer Wirklichkeit, 41. Nur am Rande sei auch auf die vielfältigen Versuche verwiesen, über die Ausübung bestimmter körperlicher Bewegungen Bewußtseinsveränderungen zu erreichen: Yoga, Tai Chi, Feldenkrais-Methode und anderes mehr — Handlungsfelder, denen sich die Wissenschaften nur sehr zögerlich näherten, deren Wirksamkeit sie aber mittlerweile anerkennen, und die ihre Wirksamkeit möglicherweise in der hier beschriebenen Koppelung von Handlung und Ausbildung neuronaler Strukturen begründet finden.Google Scholar
  42. 45.
    Maturana/Varela, Der Baum der Erkenntnis, 31f.Google Scholar
  43. 46.
    Keineswegs ist im übrigen Bedeutungskonstitution auf den Umgang mit Objekten beschränkt: andere Entstehungsbedingungen von,Bedeutung` umfassen ihre Genese aus — nicht an konkrete Objekte gebundene — Handlungen bzw. aus dem,Hantieren` mit kognitiven Vorstellungen, wie sie zum Beispiel die Entwicklung der Konzepte der Menge, der Gleichzeitigkeit, der Kausalität o.ä. darstellen. Diese letztere Art der Bedeutungsentwicklung bezeichnet Piaget als „reflektierende Abstraktion“ und setzt sie von der hier von mir in den Vordergrund gestellten „empirischen Abstraktion”, „die in erster Linie von den Objekten ausgeht“, ab — Abriß der genetischen Epistemologie, 38; s.a. Piaget, Einführung in die genetische Erkenntnistheorie, 23ff. In unserem Kontext kommt der letzteren jedoch die größere Bedeutung zu, da sie es ist, die die kognitiven Schemata mit der Realität verbindet und die Grundlage für das reflektierende Abstrahieren schafft.Google Scholar
  44. 47.
    Piaget, Abriß der genetischen Epistemologie, 33ff; Thomas/Feldmann,Die Entwicklung des Kindes, 128ff, I36f.Google Scholar
  45. 48.
    Roth, Gehirn und Selbstorganisation, 168.Google Scholar
  46. 49.
    Ein solcher Eingriff in den Erkenntnisprozeß erfolgt darüber hinaus nicht nur über die beschriebenen „Sachzwänge“, die sich aus den Möglichkeiten des Umgangs mit Objekten ergeben, hier eröffnet sich zudem eine zweite Einflußlinie, indem auch die soziale Umwelt bestimmte Handlungsweisen erzwingen und damit bestimmte Weisen der Weltwahrnehmung begründen kann — vgl. Kapitel 11/3.Google Scholar
  47. 50.
    von Glasersfeld, Wissen, Sprache und Wirklichkeit, 109.Google Scholar
  48. 51.
    Inhelder, Einige Aspekte von Piagets genetischer Theorie des Erkennens, 47.Google Scholar
  49. 52.
    In welcher Weise es sinnvoll sein kann, am Begriff der Objektivität festzuhalten, soll in Abschnitt I1I/2.2 diskutiert werden.Google Scholar
  50. 53.
    Aebli, Von Piagets Entwicklungspsychologie zur Theorie der kognitiven Sozialisation, 604.Google Scholar
  51. 54.
    Piaget, Die Entwicklung des Erkennens I, 26. Dies wird auch in Piagets „Einführung in die genetische Erkenntnistheorie“ deutlich, wenn sich die Diskussion um mentale Operationen und Strukturen in den „Mutter-Strukturen” der „Bourbaki-Gruppe“ konkretisiert — 29ff.Google Scholar
  52. 55.
    Aebli, Von Piagets Entwicklungspsychologie zur Theorie der kognitiven Sozialisation, 614; Hans Aebli, Zur Einführung, in: Piaget, Das Weltbild des Kindes, 1978, 8–12, hier: 10.Google Scholar
  53. 56.
    Falke, Jean Piaget über Jean Piaget, 56ff, 62ff, 92ff.Google Scholar
  54. 57.
    Aebli, Von Piagets Entwicklungspsychologie zur Theorie der kognitiven Sozialisation, 613; vgl. Falke, Jean Piaget über Jean Piaget, 92ff.Google Scholar
  55. 58.
    Seiler verweist zwar auf die Erwähnung sozialer Prozesse in Piagets Werk, doch kommt ihnen immer nur ein marginaler Stellenwert zu — Handeln und Erkennen in der strukturgenetischen Theorie Jean Piagets, 12ff.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Werner Meinefeld

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