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Die wissenschaftstheoretischen Grundpositionen

  • Werner Meinefeld
Chapter

Zusammenfassung

Der Anspruch der Geisteswissenschaften auf eine eigenständige, von der Methodologie der Naturwissenschaften unabhängige Vorgehensweise wird in der Regel bis auf den preußischen Historiker Johann Gustav Droysen zurückgeführt. In seinem 1858 erschienenen „Grundriß der Historik“ versuchte Droysen, die „Unmöglichkeit aufzuzeigen, mit naturwissenschaftsanalogen Methoden Geschichtswissenschaft zu betreiben“1: die damit implizierte Ableitung historischer Ereignisse aus allgemeinen Gesetzen oder aus früheren Geschehnissen werde der „Freiheit und Verantwortung“, dem „sittlichen Gehalt“ historischen Handelns nicht gerecht: „Die historische Forschung will nicht erklären“.2

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Literatur

  1. 1.
    Walther Ch. Zimmerli,Wissenschaftsgeschichte: Geisteswissenschaften, in: Seiffert/ Radnitzky, Handlexikon zur Wissenschaftstheorie, 1989, 413–424, hier: 420.Google Scholar
  2. 2.
    Johann Gustav Droysen, Grundriß der Historik, 1858/68, §37, zitiert nach Apel, Die Er- klären:Verstehen-Problematik in transzendental-pragmatischer Sicht, 17.Google Scholar
  3. 3.
    Wilhelm Dilthey, Ideen Ober eine beschreibende und zergliedernde Psychologie (1894), in: Wilhelm Diltheys Gesammelte Schriften, V. Band: Die geistige Welt. Einleitung in die Philosophie des Lebens. Erste Hälfte: Abhandlungen zur Grundlegung der Geisteswissenschaften, Leipzig/Berlin: Teubner 1924, 139–240.Google Scholar
  4. 4.
    Dilthey, Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie, 143.Google Scholar
  5. 5.
    Dilthey, Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie, 142; siehe auch Wilhelm Dilthey, Die Entstehung der Hermeneutik (1900), in: Wilhelm Diltheys Gesammelte Schriften, V. Band: Die geistige Welt, 1924, 317–331 (unter diesem Titel werden auch die „Zusätze aus den Handschriften“, a.a.O., 332–338, zitiert), hier: 333.Google Scholar
  6. 6.
    Dilthey, Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie, 143, 151f, 170, 198.Google Scholar
  7. 7.
    Dilthey, Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie, 144.Google Scholar
  8. 8.
    Dilthey, Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie, 142ff, 193.Google Scholar
  9. 9.
    Dilthey, Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie, 143.Google Scholar
  10. 10.
    Wilhelm Dilthey, Plan der Fortsetzung zum Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften, in: Wilhelm Diltheys Gesammelte Schriften, VII. Band: Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den (1927), 191–291, hier: 207ff bzw. 210ff. (Es handelt sich hier um ein posthum veröffentlichtes Manuskript, das Teil des Versuchs einer Bilanzierung seines Werkes darstellt.)Google Scholar
  11. 11.
    Für eine knappe Darstellung dieser Überlegungen Diltheys siehe Bollnow, Dilthey, 192ff.Google Scholar
  12. 12.
    Dilthey, Die Entstehung der Hermeneutik, 320, 330.Google Scholar
  13. 13.
    Dilthey, Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie, 198.Google Scholar
  14. 14.
    Hinsichtlich einiger Brüche, die zwischen den verschiedenen Entwicklungsschritten von Diltheys Philosophie bestehen, siehe Bollnow, Dilthey, 189ff, 198ff. In seinem „Vorbericht des Herausgebers“ zum V. Band von Diltheys Gesammelten Schriften verweist Georg Misch darauf, daß Dilthey seinen ursprünglichen Plan einer integrierenden Ausarbeitung der zu verschiedenen Zeiten entstandenen Teilstücke, auf die ich mich hier beziehe, nicht mehr verwirklichen konnte (in: Wilhelm Diltheys Gesammelte Schriften, V. Band: Die geistige Welt, 1924, VIl-CXVII, hier VIIf).Google Scholar
  15. 15.
    Dilthey, Die Entstehung der Hermeneutik, 319f, 329, 331, 333. Allerdings finden sich auch Hinweise auf die Interpretation anderer Kunstwerke (so a.a.O., 318f), doch genießen die „sprachlichen Werke“ hier „Vorrang”: Bollnow, Dilthey, 210f.Google Scholar
  16. 16.
    Dilthey, Die Entstehung der Hermeneutik, 319f; s.a. Bollnow, Dilthey, 187ff.Google Scholar
  17. 17.
    Dilthey, Die Entstehung der Hermeneutik, 320, 330, 332f.Google Scholar
  18. 18.
    Dilthey, Die Entstehung der Hermeneutik, 318.Google Scholar
  19. 19.
    Dilthey, Die Entstehung der Hermeneutik, 319, 334, 332.Google Scholar
  20. 20.
    Dilthey,Plan der Fortsetzung zum Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften, 208ff; vgl. Bollnow, Dilthey, 194ff: „als das Ursprüngliche wird hier die Gemeinschaft angesetzt; erst aus ihr sondert sich das Individuum aus” — a.a.O. 196.Google Scholar
  21. 21.
    Zimmerli, Wissenschaftsgeschichte: Geisteswissenschaften, 420.Google Scholar
  22. 22.
    Dilthey, Die Entstehung der Hermeneutik, 331, s.a. 317.Google Scholar
  23. 24.
    Damit formuliert Dilthey eine Kritik, die in der Auseinandersetzung um eine standardisierende Sozialforschung in den siebziger Jahren eine tragende Rolle gespielt hat: gerade die fehlende Einsicht in die Notwendigkeit des Verstehens sei es, die zu subjektiven Verzerrungen führe (s.a. Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie, 149, 195), und der „erklärenden Psychologie“ phrophezeit er, sie könne aus eben diesem Grund „für alle Zeiten eine objektive Erkenntnis der psychischen Erscheinungen nicht herbeiführen” (a.a.O., 193).Google Scholar
  24. 25.
    Otto Neurath, Empirische Soziologie — Der wissenschaftliche Gehalt der Geschichte und Nationalökonomie, Wien 1931, zitiert nach: ders., Wissenschaftliche Weltauffassung, Sozialismus und Logischer Empirismus, Frankfurt: Suhrkamp 1979, 145–234, hier: 145, 152.Google Scholar
  25. 26.
    Neurath, Empirische Soziologie, 152, 148.Google Scholar
  26. 27.
    Neurath, Empirische Soziologie, 155.Google Scholar
  27. 28.
    Neurath, Empirische Soziologie, 146.Google Scholar
  28. 29.
    Neurath, Empirische Soziologie, 152, 145.Google Scholar
  29. 30.
    So z.B. von Paul Oppenheim und Hillary Putnam, die den Glauben an die „Möglichkeit, daß alle Wissenschaft eines Tages auf Mikrophysik reduziert werden könne“, aufgrund der bisherigen Erfolge in dieser Richtung für gerechtfertigt halten — Einheit der Wissenschaft als Arbeitshypothese (1958), in: Lorenz Krüger (Hrsg.), Erkenntnisprobleme der Naturwissenschaften. Texte zur Einführung in die Philosophie der Wissenschaft, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1970, 339–371, hier: 361. Aber auch bei Hans Albert scheint diese Idee wieder auf, wenn er von dem inhaltlichen Anschluß der „theoretischen Wissenschaften vom Menschen [chrwww(133)1 an die Realwissenschaften” spricht, wie er sich im immer deutlicher werdenden „Zusammenhang von Biologie, Psychologie und Linguistik“ zeige — Hermeneutik und Realwissenschaft. Die Sinnproblematik und die Frage der theoretischen Erkenntnis, in: ders. (Hrsg.), Sozialtheorie und soziale Praxis. Eduard Baumgarten zum 70. Geburtstag, Meisenheim am Glan: Hain 1971, 42–77, hier: 70. Als neuere Bestandsaufnahme der zu diesem Thema entwickelten Vorschläge sei auf die Veröffentlichung von Bernd Grdfrath, Renate Huber und Brigitte Uhlemann verwiesen: Einheit, Interdisziplinarität, Komplementarität: Orientierungsprobleme der Wissenschaft heute, Berlin/New York: de Gruyter 1991.Google Scholar
  30. 31.
    Zur Entwicklung von Poppers Stellung zur Idee der Einheitswissenschaft siehe auch Dragon Jakowljewitsch, Die Frage nach dem methodologischen Dualismus der Natur- und Sozialwissenschaften und der Standpunkt Kritischer Rationalisten, in: Salamun, Karl R. Popper und die Philosophie des Kritischen Rationalismus, 1989, 109–124, hier: 110ff. Unter Bezug auf Albert kritisiert Jakowljewitsch Poppers spätere (wenn auch implizit bleibende) Aufgabe dieses Postulats, da s.E. die höhere Leistungsfähigkeit einer hypothetisch-deduktiven Methodologie durchaus nachzuweisen, der Verzicht auf diesen Anspruch also überflüssig sei.Google Scholar
  31. 32.
    Karl R. Popper, Das Elend des Historizismus, Tübingen: Mohr (Siebeck) 1965, 83 (in ihren Grundzügen wurde diese Arbeit zwischen 1920 und 1936 verfaßt und 1944/45 erstmals teilweise veröffentlicht). Über dieses Mißverständnis der naturwissenschaftlichen Vorgehensweise durch die Sozialwissenschaftler — mögen sie sich nun an ihr orientieren oder sie ablehnen — mokiert Karl R. Popper sich noch Jahrzehnte später — Objektive Erkenntnis. Ein evolutionärer Entwurf, Hamburg: Hoffmann und Campe, 4. verbesserte und ergänzte Auflage 1984 (1972), 191. In ihrem Vorschlag, die Gegenüberstellung von Natur- und Geisteswissenschaften durch die hierzu quer verlaufende Unterscheidung von „exakten` und „inexakten“ Wissenschaften zu ersetzen, verweisen auch Olaf Helmer und Nicolas Rescher auf diese populären, aber falschen Vorstellungen von „der” exakten Vorgehensweise „der“ Naturwissenschaften — Exact vs. Inexact Sciences: A More Instructive Dichotomy? (1959), in: Leonard I. Krimerman (Hrsg.), The Nature & Scope of Social Science: A Critical Anthology, New York: Appleton-Century-Crofts 1969, 181–203.Google Scholar
  32. 33.
    Popper, Das Elend des Historizismus, 103.Google Scholar
  33. 34.
    Popper, Das Elend des Historizismus, 110.Google Scholar
  34. 35.
    Popper, Das Elend des Historizismus, 106ff.Google Scholar
  35. 36.
    Hans Albert, Traktat über kritische Vernunft, Tübingen: Mohr (Siebeck), 3., erweiterte Auflage 1975 (1968), 135.Google Scholar
  36. 37.
    Theodore Abel, The Operation Called Verstehen (1948), in: Hans Albert (Hrsg.), Theorie und Realität. Ausgewählte Aufsätze zur Wissenschaftslehre der Sozialwissenschaften, Tübingen: Mohr (Siebeck) 1. Auflage 1964, 177–188, hier: 179; Albert, Traktat über kritische Vernunft, 136; Albert, Hermeneutik und Realwissenschaft, 62; noch 1987 wird dieser Vorwurf von ihm wiederholt: Albert, Kritik der reinen Erkenntnislehre, 124.Google Scholar
  37. 38.
    Abel, The Operation Called Verstehen, 185.Google Scholar
  38. 39.
    Abel, The Operation Called Verstehen, 186ff. Diesen „Totengesang“ auf die Methode des Verstehens mildert Abel in der Erwiderung auf die Kritik von Wax an seinem Aufsatz zwar ab, indem er das Verstehen als ein „unverzichtbares Werkzeug der Hypothesengenerierung” bezeichnet, doch hält er daran fest, sie in diesen Vorhof der wissenschaftlichen Forschung zu verweisen: Theodore Abel, A Reply to Professor Wax, in: Sociology and Social Research, 51, 1966/67, 334–336, hier: 335f; Murray L. Wax, On Misunderstanding Verstehen: A Reply to Abel, in: Sociology and Social Research, 51, 1966/67, 323–333.Google Scholar
  39. 40.
    Carl G. Hempel, Wissenschaftliche und historische Erklärungen (1966), in: Hans Albert (Hrsg.), Theorie und Realität. Ausgewählte Aufsätze zur Wissenschaftslehre der Sozialwissenschaften, Tübingen: Mohr (Siebeck), 2., veränderte Auflage 1972, 237–261.Google Scholar
  40. 41.
    Hempel, Wissenschaftliche und historische Erklärungen, 261; s.a. Albert, Hermeneutik und Realwissenschaft, 72ff.Google Scholar
  41. 42.
    Hans Albert, Theorie, Verstehen und Geschichte. Zur Kritik des methodologischen Autonomieanspruchs in den sogenannten Geisteswissenschaften, in: Zeitschrift für allgemeine Wissenschaftstheorie, I, 1970, 3–23, hier: 10; Albert, Hermeneutik und Realwissenschaft, 64f; Hans Albert, Die Wissenschaft und die Fehlbarkeit der Vernunft, Tübingen: Mohr (Siebeck) 1982, 19f; Albert, Kritik der reinen Erkenntnislehre, 54ff.Google Scholar
  42. 43.
    Albert, Traktat über kritische Vernunft, 133f, 149.Google Scholar
  43. 44.
    Albert, Theorie, Verstehen und Geschichte, 11.Google Scholar
  44. 45.
    Albert, Hermeneutik und Realwissenschaft, 60f.Google Scholar
  45. 46.
    Albert, Die Wissenschaft und die Fehlbarkeit der Vernunft, 23f; Albert, Kritik der reinen Erkenntnislehre, 127f.Google Scholar
  46. 47.
    Ernest Nagel, Probleme der Begriffs- und Theoriebildung in den Sozialwissenschaften (1952), in: Albert, Theorie und Realität, 1972, 67–85, hier: 78.Google Scholar
  47. 48.
    Nagel, Probleme der Begriffs- und Theoriebildung in den Sozialwissenschaften, 80ff.Google Scholar
  48. 49.
    Inwieweit in der Auseinandersetzung mit der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule die besondere Herausarbeitung gerade dieses Punktes auch durch die Freude an dem Zurückspielen dieses gegen ihn selbst erhobenen Argumentes gefördert worden sein mag, kann hier dahingestellt bleiben. Auch die Frage der Zulässigkeit und der Zweckmäßigkeit der Vermischung von Kritischer Theorie und Hermeneutik (die durch die vorrangige Orientierung an Jürgen Habermas gefördert wurde) soll hier nicht weiter verfolgt werden.Google Scholar
  49. 50.
    Albert,Traktat über kritische Vernunft, 132, 157; s.a. Albert,Hermeneutik und Realwissenschaft, 42ff, 76f.Google Scholar
  50. 51.
    Siehe insbesondere die ausführliche Darstellung solcher Rechtfertigungsstrategien bei G. Nigel Gilbert/Michael Mulkay, Die Rechtfertigung wissenschaftlicher Überzeugungen (1982), in: Wolfgang Bonß/Heinz Hartmann (Hrsg.), Entzauberte Wissenschaft. Zur Relativität und Geltung soziologischer Forschung, Göttingen: Schwartz & Co. (Soziale Welt, Sonderband 3) 1985, 207–227.Google Scholar
  51. 5.
    Wenn auch mit einer anderen Zielrichtung, so ist die Tatsache dieser Orientierung der Sozialwissenschaften an den (vermeintlichen) Methoden der Naturwissenschaften ja auch Gegenstand von Poppers kritischer Auseinandersetzung mit dem Historizismus.Google Scholar
  52. 53.
    Siehe z.B. Irwin Deutscher, What We Say/What We Do. Sentiments & Acts, Glenview/-Brighton: Scott, Foresman and Company, 1973, 34f, 106ff; Donald Fleming, Attitude: The History of a Concept, in: Perspectives in American History, 1, 1967, 287–365, hier: 339f.Google Scholar
  53. 54.
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  54. 55.
    James L. McCartney, On Being Scientific: Changing Styles of Presentation of Sociological Research, in: The American Sociologist, 5, 1970, 30–35. Weitere Hinweise in diese Richtung finden sich z.B. bei Aaron V. Cicourel, Methode und Messung in der Soziologie, Frankfurt: Suhrkamp 1970 (1964), 58ff, 70; Neil J. Smelser, Die Beharrlichkeit des Positivismus in der amerikanischen Soziologie, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 38, 1986, 133–150; Andrew J. Weigert, The Immoral Rhetoric of Scientific Sociology, in: American Sociologist, 5, 1970, III-119. Für die Bedeutung, die der Rhetorik einer Arbeit für ihre Akzeptanz durch die „scientific community“ zukommt, siehe z.B. Murray S. Davis, „That’s Classic!” The Phenomenology and Rhetoric of Successful Social Theories, in: Philosophy of the Social Sciences, 16, 1986, 285–301.Google Scholar
  55. 56.
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  56. 57.
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  57. 58.
    Albert, Traktat über kritische Vernunft, 145, 148; Albert, Theorie, Verstehen und Geschichte, 8; Albert,Hermeneutik und Realwissenschaft, 76f.Google Scholar
  58. 59.
    Albert, Traktat über kritische Vernunft, passim; Albert, Hermeneutik und Realwissenschaft, 1971, 42ff, 59; Neurath,Empirische Soziologie, 145.Google Scholar
  59. 60.
    Heinz Sahner, Theorie und Forschung. Zur paradigmatischen Struktur der westdeutschen Soziologie und zu ihrem Einfluß auf die Forschung, Opladen: Westdeutscher Verlag 1982, 134ff.Google Scholar
  60. 61.
    Wie bereits erwähnt wurde, führt dies zu einem konservativen Element in der Wissenschaft, da dieser Nachweis zu Beginn einer Veränderungsphase in der Regel bestenfalls in Ansätzen erbracht werden kann — es sichert allerdings auch eine Kontinuität der Bemühungen und erschwert die Verfolgung kurzatmiger Moden.Google Scholar
  61. 62.
    Ein Teil des Problems dieser Kontroverse liegt auch darin, daß zwar der eine Teil des Begriffspaares: das Konzept „Erklären“, weitgehend mit der deduktiv-hypothetischen Methodologie gleichgesetzt wird (wie sie insbesondere mit dem Hempel-OppenheimSchema und durch die Popperschen Ausführungen präzisiert ist), während das Konzept des „Verstehens” mit einer großen Unbestimmtheit und Vieldeutigkeit belastet ist. Dies zeigt sich bereits, wie die detaillierte Begriffsanalyse von Alwin Diemer deutlich macht, in dem Problem der Bestimmung des Bedeutungsfeldes dieses Begriffes, und es verstärkt sich in seiner unterschiedlichen Verwendung als ein Element sozialwissenschaftlicher Analyse — Die Trias Beschreiben, Erklären, Verstehen in historischem und systematischem Zusammenhang (Ein orientierender Überblick), in: ders. (Hrsg.), Der Methoden- und Theorienpluralismus in den Wissenschaften, Meisenheim am Glan: Hain 1971, 5–26). (Zum Schluß dieses Kapitels werden wir auf diesen Aspekt zurückkommen.)Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

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  • Werner Meinefeld

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