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Der Mythos der Nation

  • Rudolf Speth
Chapter

Zusammenfassung

Die Untersuchung von politischen Mythen ist schon vom Gegenstand her ein schwieriges Feld, weil hier nicht einfach von Fakten im Sinne von Verhaltensweisen auszugehen ist, die im Nachhinein feststellbar sind. Mythen und Symbole gehören in den Bereich der Vorstellungen und Selbstrepräsentationen, der fur Historiker methodisch bislang wenig zugänglich war.1 Symbolische Gebilde wie Vorstellungen haben zwar auch Wirklichkeitscharakter, doch offensichtlich einen von anderer Art als Rechtssätze und ökonomische Daten. Verkürzt gesprochen steht einem Interesse an Fakten und eindeutig feststellbaren Verhaltensweisen hier ein Interesse an Bedeutungen und Vorstellungen gegenüber.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. neuerdings den von Helmut Berding herausgegebenen Sammelband “Nation und Mythos”, in dem die Autoren die Formen der Entwicklung nationalen Bewusstseins und kollektiver Identität untersuchen. In Frankreich hat die Annales-Schule bereits Mitte der vierziger Jahre im Anschluß an Lucien Febvre begonnen, die Geschichte der kollektiven Mentalitäten zu erforschen. Vgl. Febvre, Sensibilität und Geschichte.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. dazu den Einleitungsbeitrag von François/Siegrist/Vogel, Die Nation. Vorstellungen. Inszenierungen. Emotionen. S. 13–35.Google Scholar
  3. 3.
    Ähnliches stellt Volker Sellin für Mentalitäten fest: “Mentalitäten sind nicht Ursachen des Verhaltens. sie bezeichnen lediglich Tendenzen und Dispositionen. bestimmte Situationen, die ein Verhalten auslösen, in charakteristischer Weise zu deuten.” Ders.. Mentalität und Mentalitätsgeschichte, S. 588.Google Scholar
  4. 4.
    Ders., ebd.. S. 567.Google Scholar
  5. 5.
    Ders.. ebd.. S. 576.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Münkler/Grünberger/Meyer, Die Nationalisierung Europas.Google Scholar
  7. 7.
    Jan Assmann definiert kollektive Identität wie folgt: “Unter einer kollektiven oder Wir-Identität verstehen wir das Bild, das eine Gruppe von sich aufbaut und mit dem sich deren Mitglieder identifizieren. Kollektive Identität ist eine Frage der Identifikation seitens der beteiligten Individuen; Ders., Das kulturelle Gedächtnis, S. 132.Google Scholar
  8. 8.
    Hierdurch ist noch nicht festgelegt. ob die Religion oder das Politische vorrangig die Einheit festlegt. Die Religion kann auch neutralisiert werden und hat dann für die Wir-Identität eine untergeordnete Bedeutung.Google Scholar
  9. 9.
    Lübbe, Was kann historische Aufklärung leisten?, S. 311.Google Scholar
  10. 10.
    A. Assmann, Arbeit am nationalen Gedächtnis, S. 40.Google Scholar
  11. 11.
    Hardtwig, Von Preußens Aufgabe in Deutschland zu Deutschlands Aufgabe in der Welt. S. 109.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. dazu: Wehler. Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 2, S. 394. Wehler spricht auch vom “Mythos nationaler Regeneration” (395), zu dessen Formierung die unterschiedlichsten literarischen, historischen und mentalen Deutungsmuster beigetragen haben. Er faßt aber den Nationalismus eher als “Reaktion auf die Modernisierungskrisen und die relative Rückständigkeit der deutschen Staaten” (412). denn als Modernisierungsphänomen selbst. Vgl. auch: ders., Nationalismus und Nation in der deutschen Geschichte, S. 164ff.Google Scholar
  13. 13.
    Zur Entkirchlichung vgl. Hölscher, Weltgericht oder Revolution, S. I35ff.Google Scholar
  14. 14.
    Machiavelli, Discorsi, I, 13.Google Scholar
  15. 15.
    Wehler, Nationalismus und Nation, S. 172; vgl. auch Hobsbawm/Ranger, “The invention of tradition”; Anderson, Die Erfindung der Nation.Google Scholar
  16. 16.
    Foucault. Archäologie des Wissens, S. 36f. Die Mythisierung des Nationalen läßt sich auch beschreiben als die Generierung eines spezifischen Wissens, das die Praxis steuert und damit selbst zur Praxis wird.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. ders. ebd.. S. 58. “Man wird also sagen können, dass eine diskursive Formation sich abzeichnet (...), wenn man eine solche Gesamtheit aufstellen kann: wenn man zeigen kann, wie irgendein Gegenstand des in Frage stehenden Diskurses darin seinen Platz und das Gesetz seines Erscheinens findet: wenn man zeigen kann, dass er gleichzeitig oder nacheinander sich einander ausschließende Gegenstände hervorbringen kann, ohne dass er sich selbst verändert.” (67)Google Scholar
  18. 18.
    Zahlenangaben nach: Schulze, Der Weg zum Nationalstaat, S. 61.Google Scholar
  19. 1.
    Vgl. Dann, Nation und Nationalismus in Deutschland 1770–1990. S. 38ff. Der Reichspatriotismus bezog sich auf die Reichsfürsten als Träger der Staatlichkeit. Mit Herder und Möser trat Ende des 18. Jahrhunderts eine Bewegung auf, die Sprache. Geschichte und Kultur des Volkes in den Mittelpunkt stellte. War das Reich noch ein Aggregat vieler Error! Hyperlink reference not valid. änderte sich der Bezugspunkt allmählich. Vgl. Prignitz, Vaterlandsliebe und Freiheit; Birtsch. Patriotismus.Google Scholar
  20. 2.
    Düding. Organisierter gesellschaftlicher Nationalismus in Deutschland.Google Scholar
  21. 3.
    Wehler, Nationalismus, Nation und Nationalstaat in Deutschland seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert, S. 274.Google Scholar
  22. 4.
    Vgl. Hardtwig, Vom Elitenbewusstsein zur Massenbewegung.Google Scholar
  23. 5.
    Münkler/Grünberger, Nationale Identität im Diskurs der Deutschen Humanisten, S. 215.Google Scholar
  24. 6.
    Vgl. Münkler/Grünberger, S. 240. “Die Kooptation, die Noah vornahm, indem er Tuisco und seine Nachfahren zu seinen Söhnen zählte und damit unmittelbar ‘ansippte’, bedeutet, dass die Germanen die ältesten, das heißt die ehrwürdigsten unter den nationes sind.”Google Scholar
  25. 7.
    Darauf hat Jörn Garber aufmerksam gemacht. Ders., Trojaner-Römer-FrankenDeutsche.Google Scholar
  26. 8.
    Ders., ebd.. S. 118.Google Scholar
  27. 9.
    Vgl. dazu: Grimm, Über die Sage von der trojanischen Abkunft der Franken, S. 204ff.: Dippe. Die fränkischen Trojanersagen, ihr Ursprung und ihr Einfluß auf die Poesie und die Geschichtsschreibung im Mittelalter: Zarncke, Die Herkunft der Franken von Troja.Google Scholar
  28. 10.
    Vgl. Neuroutsos, Die Idee der Deutschen Nation. Die kaiserliche Genealogie wird auf das uralte Geschlecht der Trojaner zurückgeführt.Google Scholar
  29. 11.
    Dazu formuliert Garber: “Die Freisetzung einer autogenetischen Nationskonstruktion setzt aber voraus, dass die Abstammungsmythen aus dem Bezugssystem von fremder Urgeschichte (Rom) und nationaler Gegenwartsgeschichte herausgenommen werden (...) Die trojanische Abstammungssage als Tertium von römischer und deutscher Geschichte verliert in dem Augenblick ihre gschichtslegitimierende Funktion, als der Ursprungsmythos in eine germanisch-deutsche Vorzeit ohne römischen Parallelbezug verlegt wird.” Trojaner-Römer-Franken-Deutsche, S. 144f.Google Scholar
  30. 12.
    Vgl. Demandt, Denkbilder des europäischen Epochenbewusstseins, S. 129–147.Google Scholar
  31. 13.
    Garber, Trojaner-Römer-Franken-Deutsche, S. 154.Google Scholar
  32. 14.
    Siehe dazu auch: Münkler, Nation als politische Idee im frühneuzeitlichen Europa, S. 71f.Google Scholar
  33. 15.
    Vgl. dazu: Demandt, Der Fall Roms, S. 99f., insbesondere dort das Germanenbild der italienischen Humanisten.Google Scholar
  34. 16.
    Zu Arminius gibt es eine nicht mehr überblickbare Fülle an Forschungsliteratur. Sydow, Deutung und Darstellung des Arminius-Schicksals; Höfler, Siegfried, Arminius und die Symbolik mit einem Anhang über die Varusschlacht. Als neueste Forschung: Andreas Dörner, Politischer Mythos und Symbolische Politik. Dörner verfolgt die Arminius-Deutung im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.Google Scholar
  35. 17.
    Vgl. dazu: Krapf, Germanenmythos und Reichsideologie.Google Scholar
  36. 18.
    Dies hat beispielsweise Konrad Celtis vorgetragen. Dazu: Krapf, Germanenmythos, S. 68ff.Google Scholar
  37. 19.
    Zitiert nach Garber, Trojaner-Römer-Franken-Deutsche, S. 159. Vgl. Grobecker, Studien zur Geschichtsschreibung des Albert Krantz.Google Scholar
  38. 20.
    Vgl. dazu: Scheuer, Ulrich von Hutten, Kaisertum und deutsche Nation., S. 133157.Google Scholar
  39. 21.
    von Hutten, Opera, Vol. IV. S. 417. Dazu auch: Holborn. Ulrich von Hutten.Google Scholar
  40. 22.
    Münkler, Nation als politische Ideen im frühneuzeitlichen Europa. S. 82.Google Scholar
  41. 23.
    Dann, Nation und Nationalismus in Deutschland, S. 56ff.Google Scholar
  42. 24.
    Insbesondere bei Fichte ist in seinen “Reden an die deutsche Nation” eine Rezeption des frühhumanistischen Nationendiskurses nachzuweisen. Vgl. Fichte, Werke, Bd. 7 (Reden an die deutsche Nation), S. 328. Fichte behauptet eine Kontinuierung des Ursprünglichen bei den Deutschen, was sich insbesondere in ihrer “Ursprache” äußern würde.Google Scholar
  43. 25.
    Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 2, S. 510.Google Scholar
  44. 26.
    Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 2, S. 525.Google Scholar
  45. 27.
    Einer der Neuerer in der preußischen Armee, Carl von Clausewitz, hat eben deshalb die Armee verlassen, weil der König 1812 eine pro-französische Politik betrieb. Dazu: Münkler, Gewalt und Ordnung, S. 100.Google Scholar
  46. 28.
    Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 2, S. 527. Wehler erweckt hier den Eindruck, als gäbe es die Differenz von der “Wirklichkeit selber” und eine “verzerrte Wahrnehmung” davon. Die Wirklichkeit bietet sich nicht an sich selber dar, sondern ist immer schon interpretierte. Zu fragen wäre also hier eher, wie es zu dieser Interpretationshoheit der Mythisierer der “Befreiungskriege” kam, warum sich die “nüchterne” Sichtweise nicht durchsetzte.Google Scholar
  47. 29.
    Giesen/Junge/Kritschgau, Vom Patriotismus zum völkischen Denken, S. 356f.Google Scholar
  48. 30.
    Herder, Sämtliche Werke, Bd. 13 (Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit). Die Nationen bestehen bei Herder wie Pflanzen nebeneinander und entwickeln sich, ohne einen gegenseitigen Anspruch auf Vorrang und Vortrefflichkeit.Google Scholar
  49. 31.
    Vgl. dazu: A. Assmann. Arbeit am nationalen Gedächtnis. Assmann beschreibt dort das von Niethammer und Goethe vorangetriebene Projekt eines deutschen Volksbuches. Es sollte ein Lesebuch sein, das zur Bildung der Nation beitragen könne.Google Scholar
  50. 32.
    Vgl. Dörner, Politischer Mythos. Kap. 3.Google Scholar
  51. 33.
    Ders., ebd., S. 129. Dörner meint, dass der Nibelungenstoff zu dieser Zeit noch rein reines Elitenphänomen war, während die Hermannfigur bereits eine nations-mythologische Formierung durchlaufen hatte.Google Scholar
  52. 34.
    Gneisenau, Denkschrift vom 20. August 1811, S. 87.Google Scholar
  53. 35.
    Ders., Denkschrift vom Juni 1810, S. 71.Google Scholar
  54. 36.
    Ders., Zwei Denkschriften vom August 1808, S. 68.Google Scholar
  55. 37.
    Wagner. Germania und ihre Freier, S. 245. Vgl. Unverfehrt, Arminius als nationale Leitfigur.Google Scholar
  56. 38.
    von Schöneich. Hermann. oder das befreyte Deutschland, ein Heldengedicht.Google Scholar
  57. 39.
    Die Uraufführung findet erst 1860 statt, so dass man Kleists blutrünstiges Drama nicht als Teil des politischen Mythos bezeichnen kann, weil hier der rezeptionspolitische Aspekt völlig ausfällt.Google Scholar
  58. 40.
    Gneisenau war sich bewußt, mit seinen Plänen einen “Griff ins Zeughaus der Revolution zu tun”. Er glaubte, das dem Umsturz folgende Chaos durch eine gezähmte Nationalrepräsentation zuvorkommen zu können. Vgl. Denkschrift vom Juni 1810.Google Scholar
  59. 41.
    Vgl. Weber, Lyrik der Befreiungskriege; ders., Zwischen Emanzipation und Disziplinierung. S. 325ff.; ders., Für Freiheit, Recht und Vaterland. Für Weber war die Lyrik der Befreiungskriege das Medium der politischen Meinungs- und Willensbildung. Zu interpretieren aber sind sie aus dem “jeweiligen medialen Kontext”, der über ihren Stellenwert entscheidet. Weber kommt zu dem Ergebnis, dass in dieser Lyrik die Ideen und Ziele der “literarischen Männerbünde des 18. Jahrhunderts nicht verleugnet” werden können. Ders., Für Freiheit, Recht und Vaterland, S. 251f. Die Rezeption der Lyrik war allerdings noch beschränkt, da die Alphabetisierungsrate noch sehr niedrig war. 1816 besuchten in Preußen 60% der Schüler eine Elementarschule. Die Alphabetisierungsrate stieg aber kontinuierlich, so dass in Brandenburg 1841 2,1% Analphabeten zu verzeichnen waren. Zahlenangaben nach: Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 2, S. 485.Google Scholar
  60. 42.
    Arndt, Katechismus fur den deutschen Kriegs- und Wehrmann, S. 112 f.Google Scholar
  61. 43.
    Arndt, Lieder für Teutsche, S. I I I.Google Scholar
  62. 44.
    Schlachtgesänge und Vaterlandslieder fir deutsche Jünglinge, S. 15.Google Scholar
  63. 45.
    Körner, Leyer und Schwert. Nach dem Tod Körners erschien eine Anthologie seiner Gedichte, die bereits in Abschriften zirkulierten. Körner, Zwölf freie deutsche Gedichte. Die Sammlung “Leyer und Schwerdt” ist von seinem Vater herausgegeben worden. Vgl. dazu: Weber. Lyrik der Befreiungskriege. S. 187ff.Google Scholar
  64. 46.
    Körner. Leier und Schwert, S. 5.Google Scholar
  65. 47.
    Jeismann, Feind und Vaterland, S. 285; siehe auch: Behrenbeck, Der Kult um die toten Helden, S. 416f.Google Scholar
  66. 48.
    Körner, Leier und Schwert, S. 22. Die Lieder wurden von Carl Maria von Weber vertont. Mit dem Freischütz schuf Weber 1824 die erste nationale Oper.Google Scholar
  67. 49.
    Aus dem Pietismus stammen spirituell-emotionale Vorstellungen von Gemeinschaftsleben, von Innerlichkeit und Empfindung. Nach außen wirksam wurde er durch seine Sprachkraft, durch seine Rhetorik und durch Pathosformeln, die im 18. Jahrhundert im Patriotismus und im 19. Jahrhundert im Nationalismus fruchtbar gemacht wurden.Google Scholar
  68. 50.
    Vgl. Kaiser, Pietismus und Patriotismus im literarischen Deutschland.Google Scholar
  69. 51.
    Vgl. dazu die Kontroverse zwischen Schadow und Goethe. Schadow hielt gegen die Kritik Goethes am Naturalismus fest: “Im Vaterländischen liegt das allgemein Menschliche, aber umgekehrt liegt nicht im allgemein Menschlichen das Vaterländische.” Zitiert nach: Lammel, Johann Gottfried Schadow, S. 120. Schadow forderte einen patriotischen Naturalismus, dem Caspar David Friedrich mit seinen Bildern entgegenkam.Google Scholar
  70. 52.
    Arndt, Reise durch Schweden. Dazu: Schmidt, Fremde Heimat. S. 394–442.Google Scholar
  71. 53.
    Vgl. dazu: Schlegel. Reise nach Frankreich: Werkhelin, Anselmus Rabiosus Reise durch Oberdeutschland.Google Scholar
  72. 54.
    Schmidt, Fremde Heimat, S. 396.Google Scholar
  73. 55.
    Arndt, Briefe, Bd. I, S. 57f. Arndt spricht in einem Brief von den “einfachen, schlichten, nordischen Gebärden und Gesichtern”.Google Scholar
  74. 56.
    Schmidt, Fremde Heimat, S. 428.Google Scholar
  75. 57.
    Arndt, Briefe, Bd. I, S. 81f.Google Scholar
  76. 58.
    Schmidt, Fremde Heimat, S. 430.Google Scholar
  77. 59.
    Dazu Montesquieu, Vom Geist der Gesetze, 14. Buch. Vgl. Fink, Von Winkelmann zu Herder. S. 156–176.Google Scholar
  78. 60.
    Arndt, Reise durch Schweden, Bd. 1, S. 286, Bd. 11, S. 124, S. 241f, zitiert nach Schmidt, Fremde Heimat, S. 431.Google Scholar
  79. 61.
    Montesquieu, Vom Geist der Gesetze, 6. Buch, Kap. 6. Dazu: von See, Der Germane als Barbar, S. 47.Google Scholar
  80. 62.
    Herder bezeichnet Schweden als die nördliche Schweiz: “Wie in einer nördlichen Schweiz also hat sich in diesen Gegenden die Einfalt deutscher Ursitten lange erhalten, wenn solche in Deutschland selbst nur noch eine alte Sage sein wird. Ders., Sämtliche Werke, Bd. XVIII (Ideen zur Philosophie der Geschichte), Kap. 5 (”Nordische Reiche und Deutschland“).Google Scholar
  81. 63.
    Schmidt, Fremde Heimat, S. 441.Google Scholar
  82. 64.
    Ernst Weber stellt in seiner Untersuchung der Lyrik der Befreiungskriege fest, dass die Intellektuellen “das durch die Patriotismus-Diskussion des 18. Jahrhunderts entstandene und sich auch in der politischen Lyrik ausdrückende patriotische Gefühls- und Ideenpotential in einer Situation aktivierten, in der der Verlust nationaler Kultur und Sprache durch Napoleon wahrscheinlich schien.” Ders., Lyrik der Befreiungskriege, S. 59. Vgl. auch: Jacobs, Entwicklung des Nationalgedankens von der Reformation bis zum deutschen Idealismus.Google Scholar
  83. 65.
    Gerettete Arndt-Schriften, S. 115.Google Scholar
  84. 66.
    Ebd., S. 124.Google Scholar
  85. 67.
    Arndt, Werke, TI. 2 (Erinnerungen aus dem äußeren Leben), S. 70.Google Scholar
  86. 68.
    Ebd., T1. 2 (Geist der Zeit), S. 135. An einer anderen Stelle erkennt Arndt die Bedeutung und den Wert der Französischen Revolution jedoch an: “Aber ich würde sehr undankbar und zugleich ein Heuchler sein, wenn ich nicht offen gestände, dass wir dieser wilden und tollen Revolution unendlich viel verdanken, dass sie ein reiches Feuermeer des Geistes ausgegossen hat (...), dass sie Ideen in die Köpfe und Herzen gebracht hat, die zur Begründung der Zukunft die notwendigen sind (...): sie hat jenen geistigen Gärungsprozess beschleunigt, durch welchen wir als durch unser Fegefeuer gehen mußten, wenn wir zu den Himmelspforten des neuen Zustandes gelangen wollten”. Ders., Der ständische Aufbau des deutschen Volkes, S. 241.Google Scholar
  87. 69.
    Weber, Lyrik der Befreiungskriege, S. 58; Ibekken, Preußen 1807–1813. S. 348.Google Scholar
  88. 70.
    Vgl. dazu: Prignitz, Vaterlandsliebe und Freiheit, S. 132ff.Google Scholar
  89. 71.
    Arndt, Über Rassemischung, S. 149ff.Google Scholar
  90. 72.
    Ders., Über künftige ständische Verfassung in Deutschland. S. 238ff.Google Scholar
  91. 73.
    Ders., Der ständische Aufbau des deutschen Staates, S. 230ff.Google Scholar
  92. 74.
    Vgl. Ders., Versuch in vergleichender Völkergeschichte.Google Scholar
  93. 75.
    Ders., ebd., S. 401.Google Scholar
  94. 76.
    Ebd., S. 409.Google Scholar
  95. 77.
    Ders., Werke, Ti. 11 (Über Preußens Rheinische Mark und über Bundesfestungen), S. 155.Google Scholar
  96. 78.
    Ders., Germanien und Europa, S. 316.Google Scholar
  97. 79.
    Ders., Beherzigungen vor dem Wiener Kongreß, S. 2.Google Scholar
  98. 80.
    Dazu: Ibekken, Preußen 1807–1813, S. 376.Google Scholar
  99. 81.
    So berichtete der Regierungspräsident von Gumbinnen, Schön, an Hardenberg: “Die Stimmung ist so, dass nur ein Funke nötig ist, um Flamme zu haben, und die Franzosen selbst fürchten auf einer Retirade erschlagen zu werden. Und diese Stimmung. die bei allen Ständen gemein ist, ist von Memel bis Johannsburg, und sie ist um so lebhafter, weil Niemand mehr glaubt, dass wir nicht im Stande wären, den Gräueln zu begnen.” Zitiert nach Weber, Lyrik der Befreiungskriege, S. 151.Google Scholar
  100. 82.
    Vgl. dazu: Ders., ebd., S. 164.Google Scholar
  101. 83.
    Arndt, Kriegsgesänge für freie Deutsche, S. 1–3. zitiert nach: Weber, Lyrik der Befreiungskriege, S. 154f.Google Scholar
  102. 84.
    Arndt, 3 Flugschriften, S. 14.Google Scholar
  103. 85.
    Vgl. Weber, Zwischen Emanzipation und Disziplinierung, S. 325ff.Google Scholar
  104. 86.
    Arndt, Kurzer Katechismus, S. 13. In der Flugschrift “Zwei Worte über die Entstehung und Bestimmung der deutschen Legion” begründet Arndt, warum dem Vaterland mehr Loyalität entgegengebracht werden muß als den Fürsten, “denn das Vaterland wird als ein unvergängliches und das Volk als ein unsterbliches gedacht, aber der König und Fürst stirbt und ein anderer oder gar keiner tritt in seine Stelle ein”. Ders., 3 Flugschriften, S. 17.Google Scholar
  105. 87.
    Ders., Kurzer Katechismus, S. 29.Google Scholar
  106. 88.
    Ders., 3 Flugschriften, S. 25.Google Scholar
  107. 89.
    Arndt, 3 Flugschriften, S. 9.Google Scholar
  108. 90.
    Jahn, Deutsches Volkstum, S. 150.Google Scholar
  109. 91.
    Ders., Deutsche Wehrlieder für das Königlich-Preußische Freicorps, S. 389 und S. 160. Jahn läßt auch dort die Ansippung bei Hermann dem Cherusker stattfinden, der das “ganze Volkstum gegen der Römer Heeresflut in Wehrstand setzte”.Google Scholar
  110. 92.
    Ders., ebd., S. 393ff.Google Scholar
  111. 93.
    Kunisch, Von der gezähmten zur entfesselten Bellona.Google Scholar
  112. 94.
    Fichte, Rede an seine Zuhörer bei Abbrechung der Vorlesung über die Wissenschaftslehre, S. 128–135.Google Scholar
  113. 95.
    Fichte, Werke, Bd. 7 (Reden an die deutsche Nation), S. 274.Google Scholar
  114. 96.
    Vgl. Ders., ebd., S. 280.Google Scholar
  115. 97.
    Vgl. Ders., ebd., S. 381.Google Scholar
  116. 98.
    Ders., ebd., S. 279.Google Scholar
  117. 99.
    Ders., Über den Begriff des wahrhaften Krieges in bezug auf den Krieg 1813, S. 181.Google Scholar
  118. 100.
    Ders., ebd., S. 181.Google Scholar
  119. 101.
    Ders., Werke, Bd. 7. S. 507.Google Scholar
  120. 102.
    Ders.. Über den Begriff des wahrhaften Krieges. S. 181 ff.Google Scholar
  121. 103.
    Ders., Werke. Bd. 7. S. 550.Google Scholar
  122. 104.
    Schleiermacher, Kriegspredigt vom 28. März 1813, S. 255.Google Scholar
  123. 105.
    Ders., ebd., S. 258.Google Scholar
  124. 106.
    Ders., ebd., S. 271.Google Scholar
  125. 107.
    Der frühe Nationalismus, der den Reichspatriotismus ablöste, war eine liberale Emanzipations- und Oppositionsbewegung und dauerte etwa bis 1820, als er ins Visier der Restaurationspolitik geriet. Wehler attestiert dem Nationalismus sogar bis in die 70er Jahre eine innenpolitische Modernisierungsdynamik, die in dieser ersten Phase vor allem von den preußischen Reformern entfacht wurde. Vgl. Ders., Nationalismus, Nation und Nationalstaat, S. 272.Google Scholar
  126. 108.
    Hegel, Werke 1 (Frühe Schriften), S. 470 f.Google Scholar
  127. 109.
    Koselleck, Preußen zwischen Reform und Revolution. S. 162. Ziel dieser Selbsterneuerung war nicht die Wiederherstellung des Alten, sondern die Schaffung eines modernen Gesetzesstaates und Bereitstellung des Rahmens für die bürgerli-che Gesellschaft. Ziel war aber auch, “eine ‘Nation’ zu bilden, die an die Stelle der bestehenden Provinzen und Stände zu treten habe.” Koselleck, Preußen zwischen Reform und Revolution, S. 174.Google Scholar
  128. 110.
    Hardenberg, Über die Organisation des preußischen Staates, S. 97f.Google Scholar
  129. 111.
    Stein, Briefwechsel, Denkschriften und Aufzeichnungen, Bd. 11, S. 227 (Nassauer Denkschrift).Google Scholar
  130. 112.
    Lehmann, Freiherr vom Stein. Lehmann stellt Stein freilich als von der Französischen Revolution beeinflusst dar. Im Anschluß daran entfaltete sich eine breite Diskussion um die Bewertung Steins und dessen Orientierung.Google Scholar
  131. 113.
    Vgl. Meinecke, Das Zeitalter der deutschen Erhebung 1795–1815.Google Scholar
  132. 114.
    Siehe dazu: Giesen, Die Intellektuellen und die Nation. Giesen zeigt, wie die Intellektuellen zur Trägergruppe nationaler Identitätsbildung wurden. Im Zeitraum zwischen 1770 und 1870 spielten allerdings unterschiedliche Segmente dieser sozialen Gruppe die Vorreiterrolle. Waren es in der Frühphase Schriftsteller, so später die bildungsbürgerliche Professorenschaft und die Lehrer.Google Scholar
  133. 115.
    Es ist also nicht einfach eine Erfindung, sondern Konstruktion sozialer und politischer Handlungsmacht. Vgl. Anderson, Die Erfindung der Nation.Google Scholar
  134. 116.
    Jahn, Die deutsche Turnkunst. Vgl. Kaschuba, Die Nation als Körper, S. 291 ff.Google Scholar
  135. 117.
    Fehrenbach, Vom Ancien Régime zum Wiener Kongreß, S. 119.Google Scholar
  136. 118.
    Die Zahl der Freiwilligen betrug 27 000, während Preußen zwischen 1813 und 1815 insgesamt 279 000 Mann aufbot. Daneben wurde noch eine Landwehr gebildet, die ihre Sollstärke von 120 000 Mann erreichte. Vgl. Ibekken, Preußen 1807–1815, S. 398. Dahinter stand die Idee eines Volksheeres und der Plan eines Volksaufstandes, der zu einem totalen Volkskrieg führen sollte.Google Scholar
  137. 119.
    So war, wie Ernst Weber zeigt, die Lyrik der Befreiungskriege vielfältig rezipierbar und politisch instrumentalisierbar, weil sie “ein durch die Textstruktur nicht genau festgelegtes Bedeutungspotenzial” besaß. Ders., Lyrik der Befreiungskriege, S. 16.Google Scholar
  138. 120.
    Berding, Art. Freiheitskriege, Sp. 682.Google Scholar
  139. 121.
    Im Dezember 1812 spaltete General York das preußische Hilfskorps von 18 000 Mann von der Großen Armee ab und schloß mit den Russen die Konvention von Tauroggen. Er erklärte den Franzosen den Krieg und Stein versuchte in Ostpreußen eine Landwehr und einen Landsturm zu bilden. Friedrich Wilhelm 11. konnte sich dieser Bewegung nicht mehr entziehen und Preußen erklärte am 16. März Frankreich den Krieg. Der König wandte sich dabei mit dem Aufruf “An mein Volk” an die patriotische Bewegung.Google Scholar
  140. 122.
    In die Vorstellung der Nation wurde die Geschlechterrollenteilung eingeschrieben, denn die Nation hatte den Anspruch, auch die Frauen an ihr partizipieren zu lassen, ohne ihnen politische Teilnahmerechte gewähren zu müssen.Google Scholar
  141. 123.
    Vgl. Weber, Zwischen Emanzipation und Disziplinierung, S. 342. Weber zeigt, dass die Gedichte mehr als nur Kriegslyrik waren. Sie dienten auch der Geschlechterrollenzuweisung für die Frauen während der Kriege. Vgl. auch: Hage-mann, Nation, Krieg und Geschlechterordnung.Google Scholar
  142. 124.
    Arndt, Der Rhein, Teutschlands Strom aber nicht Teutschlands Gränze.Google Scholar
  143. 125.
    Gneisenau, Zwei Denkschriften vom August 1808. S. 68.Google Scholar
  144. 126.
    Jeismann. “Feind” und “Vaterland” in der frühen deutschen Nationalbewegung; ders., Das Vaterland der Feinde.Google Scholar
  145. 127.
    A. Assmann, Arbeit am nationalen Gedächtnis. S. 10.Google Scholar
  146. 128.
    Dies.. ebd., S. 38.Google Scholar
  147. 129.
    Siehe dazu die Ausführungen von Thomas Nipperdey, Deutsche Geschichte 1800–1866. Bd. 1, S. 451–484.Google Scholar
  148. 130.
    Ders., ebd., S. 455.Google Scholar
  149. 131.
    Fichte nimmt in seinen “Reden” die Ursprachentheorie auf und schließt sich der seit der Renaissance gängigen Autochthoniethese an: “Der zu allererst und unmittelbar der Betrachtung sich darbietende Unterschied zwischen den Schicksalen der Deutschen und der übrigen aus derselben Wurzel erzeugten Stämme ist der, dass die Ersten in den ursprünglichen Wohnsitzen des Stammvolkes blieben, die letzten in andere Sitze auswanderten, die Ersten die ursprüngliche Sprache des Stammvolkes behielten und fortbildeten, die Letzten eine fremde Sprache annahmen, und dieselbe allmählig nach ihrer Weise umgestalteten.” Ders., Werke Bd. 7, S. 313.Google Scholar
  150. 132.
    Dazu: Jeismann, Das preußische Gymnasium in Staat und Gesellschaft.Google Scholar
  151. 133.
    Siehe dazu: Weymar, Das Selbstverständnis der Deutschen, S. 22; Kohlrausch, Teutsche Geschichte. Dieses Geschichtswerk hatte bis 1857 14 Auflagen erreicht.Google Scholar
  152. 134.
    Kohlrausch, Erinnerungen an mein Leben, S. 148.Google Scholar
  153. 135.
    Jeismann. Das preußische Gymnasium, S. 241.Google Scholar
  154. 136.
    Jahn, Werke Bd. I (Deutsches Volkstum), S. 281.Google Scholar
  155. 137.
    Kohlrausch, Handbuch für Lehrer höherer Stände und Schulen zu den Geschichten und Lehren der heiligen Schrift.Google Scholar
  156. 138.
    Ders., Chronologischer Abriss der Weltgeschichte für den Jugendunterricht, S. 17.Google Scholar
  157. 139.
    Weymar, Das Selbstverständnis der Deutschen, S. 33.Google Scholar
  158. 140.
    Encyklopädie des gesamten Erziehungs- und Unterrichtswesens, Bd. 3, S. 210.Google Scholar
  159. 141.
    Ebd., S. 219.Google Scholar
  160. 142.
    Kohlrausch, Deutsche Geschichte, Bd. 1, S. 8; Bd. 11, S. 442.Google Scholar
  161. 143.
    Weymar, Das Selbstbewusstsein der Deutschen, S. 38.Google Scholar
  162. 144.
    Wilke, Der nationale Aufbruch der Befreiungskriege als Kommunikationsereignis, S. 353ff.Google Scholar
  163. 145.
    Dies bedeutet aber nicht, dass ein bereits bestehender Feindbegriff aktualisiert wurde. Dafür waren die Verflechtungen deutscher und französischer Kultur zu vielfältig und dafür gab es auch eine zu breite Revolutionsbegeisterung in Deutschland. Jeismann begründet die nationale Feindkonstitution mit einem anthropologischen Argument: “In der Spannung, die zwischen nationaler Inklusion und Exklusion, zwischen Selbst- und Fremdbegriff erzeugt wird, wäre die grundlegende Disposition zu entdecken, in der Feindschaft im konkreten historischen Modus denkbar und austragbar war.” Jeismann, “Feind” und “Vaterland”, S. 281Google Scholar
  164. 146.
    Diese waren dementsprechend Gegenstand der patriotischen Graphiken und Karikaturen. Die Rheinbundfürsten werden in einer Karikatur als folgsame Hunde dargestellt, die Napoleon an der Leine ausführt. Vgl. Römer, Die Bildwelt des Patriotismus und die Ikonographie seiner Helden in Deutschland, S. 386.Google Scholar
  165. 147.
    Fichte forderte in seinen “Reden an die deutsche Nation” dieses dezisionistische Bekenntnis zur Nation. Ähnlich hieß es bei Arndt: “Ihr müsset Deutsche sein wollen.” Ders., Werke, 7. TI. (Geist der Zeit), S. 170.Google Scholar
  166. 148.
    Jeismann, Das Vaterland der Feinde, S. 80. Der Begriff der “emphatischen Selbstentdeckung” geht dabei auf Karl-Heinz Bohrer zurück. Vgl. Ders., Der romantische Brief.Google Scholar
  167. 149.
    Gneisenau, Denkschrift vom 20. August 1811, S. 87.Google Scholar
  168. 1.
    Vgl. Hettling/Nolte. Bürgerliche Feste als symbolische Politik im 19. Jahrhundert.Google Scholar
  169. 2.
    Martin. Fest und Alltag.Google Scholar
  170. 3.
    Gebhardt. Fest. Feier und Alltag. S. 50.Google Scholar
  171. 4.
    Hettling/Nolte. Bürgerliche Feste als symbolische Politik im 19. Jahrhundert. S. 17.Google Scholar
  172. 5.
    Es gibt natürlich Feste, die überall gefeiert werden. Sie leben aber dann von der Gleichzeitigkeit und verhelfen damit den Beteiligten zu einem Gemeinschaftsgefühl.Google Scholar
  173. 6.
    Vgl. Hardtwig, Bürgertum, Staatssymbolik und Staatsbewusstsein 1871–1914. Hardtwig fragt nach der Konsistenz und Intensität des Staatsbewusstseins, das durch Strategien symbolischer Politik erzeugt werden sollte.Google Scholar
  174. 7.
    Hettling/Nolte, Bürgerliche Feste als symbolische Politik, S. 18.Google Scholar
  175. 8.
    Vgl. Tacke. Die 1900-Jahrfeier der Schlacht am Teutoburger Wald 1909, S. 193 ff.Google Scholar
  176. 9.
    Baxmann, Die Feste der Französischen Revolution.Google Scholar
  177. 10.
    Bubner, Asthetisierung der Lebenswelt, S. 659.Google Scholar
  178. 11.
    Hettling/Nolte, Bürgerliche Feste als symbolische Politik im 19 Jahrhundert, S. 16.Google Scholar
  179. 12.
    A. Assmann, Festen und Fasten, S. 244.Google Scholar
  180. 13.
    Rousseau, Collection complete de Oeuvres. Bd. 6 (Lettre à d’Alambert). S. 584f.Google Scholar
  181. 14.
    Düding, Einleitung, Politische Öffentlichkeit - politisches Fest - politische Kultur, S. 14.Google Scholar
  182. 15.
    Ders.. Das deutsche Nationalfest von 1814, S. 82.Google Scholar
  183. 16.
    Vgl. dazu die Liste der zu verbrennenden Schriften beim Wartburgfest. Peter Brandt mutmaßt, dass Jahn hinter dieser Aktion stand, bei der neben den Büchern auch ein preußischer Ulanenschnürleib, ein hessischer Zopf und ein österreichischer Korporalsstock ins Feuer geworfen wurden. Brandt, Das studentische Wartburgfest, S. 98.Google Scholar
  184. 17.
    Düding, Das deutsche Nationalfest von 1814, S. 84.Google Scholar
  185. 18.
    Vogel, Nationen im Gleichschritt, S. 155.Google Scholar
  186. 19.
    Düding, Einleitung, S. 16.Google Scholar
  187. 20.
    Hettling/Nolte, Bürgerliche Feste als symbolische Politik, S. 25Google Scholar
  188. 21.
    Noltenius, Dichterfeiern in Deutschland.Google Scholar
  189. 22.
    Maurer, Neue historische Literatur. Feste und Feiern als historischer Forschungsgegenstand, S. 123.Google Scholar
  190. 23.
    Zitiert nach Noltenius, Schiller als Führer und Heiland. S. 251. Vgl. auch: ders.. Dichterfeiern in Deutschland.Google Scholar
  191. 24.
    Siemann, Gesellschaft im Aufbruch, S. 200.Google Scholar
  192. 25.
    Besonders der Freiheitspathos in seinen Dramen wie z. B. in Don Carlos.Google Scholar
  193. 26.
    Tacke, Die 1900-Jahrfeier der Schlacht im Teutoburger Wald 1909.Google Scholar
  194. 27.
    als Germanen verkleidete Männer, Frauen und Kinder, mit langhaarigen blonden Perücken und langen Gewändern ausgestattet, z.T. Menschenschädel und Pferdeköpfe tragend oder mit Methörnern in der Hand, zogen zu Fuß, zu Wagen oder zu Pferd durch die Stadt und vermittelten ein harmonisches und verklärendes Bild der deutschen Frühgeschichte, das sich durch die Flucht in die Vergangenheit und den Verzicht auf aktuelle politische Aussagen auszeichnete (...) lm Zentrum des Zuges ritt Hermann auf einem weißen Schimmel, umringt von germanischen Edlen und gefolgt von Thusnelda, seiner Ehefrau, im Kreis ihrer Frauen.“ Tacke, Die 1900-Jahrfeier der Schlacht im Teutoburger Wald 1909, S 212f.Google Scholar
  195. 28.
    Zitiert nach dies., ebd., S. 199.Google Scholar
  196. 29.
    Dies., ebd., S. 218.Google Scholar
  197. 30.
    Hardtwig, Erinnerung, Wissenschaft und Mythos, S. 258.Google Scholar
  198. 31.
    Hardtwig lässt sich hier von einer konventionalistischen Mythenvorstellung leiten. In dieser sind die Mythen immer durch Rationalitätsdefizite und durch ein Übermaß an Affektivität gekennzeichnet. Darüber hinaus ist dies für Hardtwig ein Beleg für die Sonderwegthese. Deutschlands Weg in die Moderne sei auf Grund der “rückwärtsgewandten Modernität” tragisch verlaufen. Ders., Der deutsche Weg in die Moderne, S. 10 und 28. Mittlerweile widersprechen neuere Forschungen dieser These entschieden. Vgl. Vogel, Nationen im Gleichschritt, S. 289ff.Google Scholar
  199. 32.
    Harden, Das deutsche Reich, S. 108.Google Scholar
  200. 33.
    Vgl. Vogel, Nationen im Gleichschritt, S. 144–162.Google Scholar
  201. 34.
    Ders., ebd., S. 145.Google Scholar
  202. 35.
    Hardtwig, Nationsbildung und politische Mentalität, S. 290.Google Scholar
  203. 36.
    Blessing, Der monarchische Kult, politische Loyalität und die Arbeiterbewegung im deutschen Reich, S. 189.Google Scholar
  204. 37.
    Vogel. Nationen im Gleichschritt, S. 147.Google Scholar
  205. 38.
    Lepsius, Parteiensystem und Sozialstruktur, S. 390.Google Scholar
  206. 39.
    Herfried Münkler spricht bei diesem Vorgang der Effektivierung des kollektiven Gedächtnisses von “ansippen” oder “andocken” und meint damit die “gedächtnisbezogene Herstellung von Zugehörigkeit”. Ders., Überholen ohne einzuholen. Deutsche Gründungserzählungen im Leistungsvergleich, S. 1180.Google Scholar
  207. 40.
    Vgl. Wolfrum. Geschichte als Politikum.Google Scholar
  208. 41.
    Witt. Die Gründung des deutschen Reiches, S. 313.Google Scholar
  209. 42.
    Vgl. dazu: Hardtwig, Bürgertum, Staatssysmbolik und Staatsbewusstsein 18711914, S. 278.Google Scholar
  210. 43.
    Demgegenüber behauptet John Stuart Mill vom Standpunkt einer utilitaristischen Ethik aus, dass das Opfer niemals “selbst ein Gut ist. Es ist nur Verlust, nichts Wertvolles hängt an ihm”. Ders., Der Utilitarismus, 2. Kap, S. 29.Google Scholar
  211. 44.
    Koselleck, Einleitung. S. 9.Google Scholar
  212. 45.
    Dahinter oder damit verbunden ist die These von der Überwindung des Mythos.Google Scholar
  213. 46.
    Koselleck. Einleitung, S. 11.Google Scholar
  214. 47.
    Grunderlebnis des ‘Heiligen’ ist die Opfertötung“. Burkert, Homo necans. S. 9.Google Scholar
  215. 48.
    Hubert/Mauss, Essai sur la natur et la fonction du sacrifice.Google Scholar
  216. 49.
    Vgl. dazu: Münkler, Verzichten, Sterben und Töten - wofür? ‘Notwendigkeit des Opfers’ in den politischen Theorien und der politischen Rationalität des 20. Jahrhunderts.Google Scholar
  217. 50.
    Dazu: Girard. Das Heilige und die Gewalt. Für Girard ist das stellvertretende Opfer zentral, mit dem mimetisch das Begehren kanalisiert wird.Google Scholar
  218. 51.
    Burkert spricht von der “Ambivalenz der Gefühle”, die das Opfer begleitet. Ders., Wilder Ursprung, S. 23.Google Scholar
  219. 52.
    Ders., Homo necans, S. 49.Google Scholar
  220. 53.
    m Sinne Girards muß diese Paradoxie verborgen bleiben. In der Opfererzählung der Kreuzigung Jesus wird diese offenbar gemacht und damit die Unschuld des Opfers überdeutlich. Die christliche Narration ist deshalb am Ende aller Opfer und damit auch der Gewalt interessiert. Nach dem Kreuzestod Jesus gibt es keine Opfer mehr und die christliche Religion wird zu einer gewalt- und opferlosen.Google Scholar
  221. 54.
    Burkert, Anthropologie des religiösen Opfers, S. 27.Google Scholar
  222. 55.
    Ders., Homo necans, S. 59.Google Scholar
  223. 56.
    René Girard, La Violence et le sacré. Girards These besagt, dass kathartische Gewalt unreine Gewalt verhindert, damit friedliches Zusammenleben möglich wird.Google Scholar
  224. 57.
    Herfried Münkler hat darauf aufmerksam gemacht, dass weder Freud mit seinem “Mann Moses und die monotheistische Religion” noch Girard “eine Erklärung gegenwärtigen Opfers angeboten haben bzw. die Notwendigkeit des Opfers in der gesellschafts-oder politiktheoretischer Hinsicht” gezeigt hätten. Münkler, Verzichten, Sterben, Töten, S. 10.Google Scholar
  225. 58.
    Siehe Nipperdey, Nationalidee und Nationaldenkmal in Deutschland im 19. Jahrhundert, S. 541.Google Scholar
  226. 59.
    Koselleck, Kriegerdenkmale als Identitätsstiftung der Überlebenden, S. 257.Google Scholar
  227. 60.
    Bekannt wurde das Lützow’sche Freikorps, das durch patriotische Gesinnung geprägt war und das durch den Dichter Theodor Körner verewigt wurde.Google Scholar
  228. 61.
    Dörner, Politischer Mythos, S. I l 1.Google Scholar
  229. 62.
    In Preußen wurde sie 1808 während der Revolutionskriege eingeführt. Damit wird allmählich eine Verbindung von Soldaten- und Bürgertum im Zeichen des Nationalstaates erreicht. Der Soldatenstand wird sozial aufgewertet und der Dienst für das Vaterland zur staatsbürgerlichen Pflicht.Google Scholar
  230. 63.
    Der deutsch-französische Krieg forderte auf französischer Seite 150 000, auf deutscher 44 780 Opfer. Der Erste Weltkrieg hingegen forderte 13 Millionen Menschenleben und Napoleons Russlandfeldzug kostete 400 000 Soldaten das Leben.Google Scholar
  231. 64.
    Hardtwig, Bürgertum, Staatssymbolik und Staatsbewusstsein im Deutschen Kaiserreich 1871–1914, S. 284f.Google Scholar
  232. 65.
    Siehe dazu: Mosse, Gefallen für das Vaterland, S. 58.Google Scholar
  233. 66.
    Arndt, Ein Wort über die Feier der Leipziger Schlacht.Google Scholar
  234. 67.
    Nipperdey, Nationalidee und Nationaldenkmal in Deutschland, S. 573.Google Scholar
  235. 68.
    Spitzner, Deutschlands Denkmal der Völkerschlacht.Google Scholar
  236. 69.
    Nipperdey, Nationalidee und Nationaldenkmal in Deutschland, S. 576.Google Scholar
  237. 70.
    Dieser Bezugspunkt war regional unterschiedlich ausgeprägt. In den Rheinbundstaaten und in Bayern war der Bezug auf die Befreiungskriege nicht so stark wie in Preußen.Google Scholar
  238. 71.
    Vgl. dazu: Vogel, Nationen im Gleichschritt, S. 144f.Google Scholar
  239. 72.
    Siehe dazu: Rohkrämer, Der Militarismus der “kleinen Leute”, S. 30ff.Google Scholar
  240. 73.
    Parole. Deutsche Kriegerzeitung 1, 4. 1. 1889.Google Scholar
  241. 74.
    Vgl. Wehler, Das Deutsche Kaiserreich, S. 96. Wehler benutzt dafür den von Groh stammenden Begriff der “negativen Integration”.Google Scholar
  242. 75.
    Es ist also nicht so. dass es einen Mythos des Kriegserlebnisses gab. wie Mosse darzulegen versucht. Es gibt für diese These auch keine Belege. Mosse. Gefallen für das Vaterland, S. 13.Google Scholar
  243. 76.
    Rohkrämer. Der Militarismus der “kleinen Leute”, S. 57.Google Scholar
  244. 77.
    Parole, 92, 16.11. 1913, S. 941.Google Scholar
  245. 78.
    Rohkrämer. Der Militarismus der “kleinen Leute”, S. 81.Google Scholar
  246. 79.
    Siehe dazu den Beitrag von Wagner, Germania und ihre Freier, und die Abbildungen in dem Beitrag, S. 260.Google Scholar
  247. 80.
    Vgl. Hunt, Symbole der Macht - Macht der Symbole, S. 110–150.Google Scholar
  248. 81.
    Nipperdey, Nationalidee und Nationaldenkmal in Deutschland im 19. Jahrhundert, S. 566. Nipperdey hat mit diesem Aufsatz bereits Ende der 60er Jahre auf die Bedeutung der Visualisierung der Nation durch politische Symbole hingewiesen. Wenngleich er dort noch einen etwas konventionellen Mythosbegriff gebrauchte, so war er sich jedoch der Bedeutung der Mythisierung der Nation bewußt: “Die Monumentalität der Form (des Denkmals, R.S.) dient der Mythisierung der Nation, dem Versuch, das Nationale tiefer im Elementaren, im Jenseits der ratio, im Irrationalen und Absoluten zu verankern, dem Nationalen die Dimension des übermächtig Schicksalhaften und des Kultischen zu geben.” Ebd., S. 575.Google Scholar
  249. 82.
    Im Vergleich zu Frankreich zeigt sich, dass es dort andere ikonische Vorstellungen der Nation gab. Gerade in der Denkmalspolitik wird deutlich, dass die ikonische Darstellung eher auf König und Reich zentriert wird als auf das Volk. Vgl. Hardtwig, Bürgertum. Staatssymbolik und Staatsbewusstsein im Deutschen Kaiserreich, S. 269ff. In der neueren Forschung werden aber gerade die Thesen von Hardtwig stark angegriffen, in dem gezeigt wird, dass es diese große Differenz beispielsweise zu Frankreich in der Nationsauffassung nicht gab. Vgl. Vogel, Nationen im Gleichschritt. S. 13f.Google Scholar
  250. 83.
    Vgl. Ausstellungskatalog, Marianne und Germania 1789–1889, S. 232. Schinkel hat Ölgemälde und Lithographien zum Thema gotischer Dome verfertigt, als “Gotischer Dom hinter einem Eichenhain” von 1810 und als “Gotischer Dom mit Pfalz und mittelalterlicher Stadt an einem Fluß” von 1815.Google Scholar
  251. 84.
    Caspar David Friedrich hat 1812 in einem Bild “Grabmale alter Helden” eine Schlucht dargestellt, an deren hinterem Ende sich das zerfallene Grabmal von Arminius befindet. Vgl. Dörner, Politischer Mythos, S. 174f.Google Scholar
  252. 85.
    Die Karikatur wurde in Nürnberg von Friedrich Campe herausgegeben. Vgl. Katalog zur Ausstellung. Marianne und Germania, S. 231.Google Scholar
  253. 86.
    Vgl. Wülfing, Historische Mythologie der Deutschen 1789–1918, Kap. 2, S. 18ff.Google Scholar
  254. 87.
    Vgl. Agulhon. Von der Republik zum Vaterland, S. 17ff.Google Scholar
  255. 88.
    von Plessen, Germania aus dem Fundus, S. 33.Google Scholar
  256. 89.
    Vgl.: zur Ikonographie der Germania seit dem 17. Jahrhundert: Hofmann, Germania, S. 137ff.Google Scholar
  257. 90.
    Otto-Peters. Das erste Vierteljahrhundert des Allgemeinen deutschen Frauenver- eins. S. 60f., zitiert nach: Twellmann, Die deutsche Frauenbewegung, S. 569.Google Scholar
  258. 1.
    Vgl. dazu: Blessing, Der monarchische Kult, politische Loyalität und die Arbeiterbewegung im deutschen Reich, S. 185ff.Google Scholar
  259. 2.
    Fehrenbach, Wandlungen des deutschen Kaisergedankens 1871–1918.Google Scholar
  260. 3.
    Fehrenbach. Wandlungen des Kaisergedankens. S. 12.Google Scholar
  261. 4.
    So wurden von Wilhelm Grimm 1816 die “Deutschen Sagen” herausgegeben. In denen sich auch die Sage “Friedrich Rotbart auf dem Kyffhäuser” findet. Deutsche Sagen, gesammelt durch die Brüder Grimm. Vgl. Koch, Die Sage vom Kaiser Friedrich auf dem Kvfthäuser: Generell: Borst, Barbarossas Envachen.Google Scholar
  262. 5.
    Fehrenbach, Wandlungen, S. 40.Google Scholar
  263. 6.
    Vgl. Siemann, Die deutsche Revolution von 1848/49, S. 200f.Google Scholar
  264. 7.
    Fehrenbach, Wandlungen, S. 17. Vgl. auch: Stenographischer Bericht der Frankfurter Nationalversammlung vom 19.1.1849, Bd. 7, S. 4821.Google Scholar
  265. 8.
    Stenographischer Bericht der Frankfurter Nationalversammlung vom 19.1. 1849, Bd. 6, S. 4679.Google Scholar
  266. 9.
    Zum Streit zwischen Sybel und Ficker um die Fragen ‘Universalstaat oder Nationalstaat’, ‘Macht und Ende des ersten deutschen Reiches’: Schneider, Uni-versalstaat oder Nationalstaat. Die Kaiserpolitik des Mittelalters war in diesem Streit nur Spiegel der Auseinandersetzung um den deutschen Nationalstaat.Google Scholar
  267. 10.
    Fehrenbach, Wandel, S. 225.Google Scholar
  268. 11.
    Ranke, Georg Gottfried Gervinus, S. 144f.Google Scholar
  269. 12.
    Fehrenbach. Wandel. S. 50.Google Scholar
  270. 13.
    Andrä, Erzählungen aus der Deutschen Geschichte für konfessionell gemischte Schulen, S. 50f.Google Scholar
  271. 14.
    Weigand/Tecklenburg, Deutsche Geschichte nach den Forderungen der Gegenwart für Schule und Haus, S. 174. Vgl. dazu auch die Gedichte “Barbarossa” von Friedrich Rückert und “Kaiser Rotbart” von Immanuel Geibel.Google Scholar
  272. 15.
    Jolies, Einfache Formen.Google Scholar
  273. 16.
    Vgl. von Raumer. Geschichte der Hohenstaufen und ihre Zeit.Google Scholar
  274. 17.
    Vgl. Gustav Freytag in seinem Aufsatz “Neues und altes Kaiserzerimoniell” in der Zeitschrift “Im Neuen Reich” 1871. Vgl. auch: Ders., Der Kronprinz und die deutsche Kaiserkrone, S. 118. Freytag lehnte die Kaiserkrone entschieden ab, weil sie von den “Pfaffen” eingerichtet war und eine “innerlich unwahre Idee” gewesen sei.Google Scholar
  275. 18.
    Gollwitzer, Zur Auffassung der mittelalterlichen Kaiserpolitik im 19. Jahrhundert, S. 501.Google Scholar
  276. 19.
    Droysen, Geschichte der preußischen Politik, Bd. I, S. 18.Google Scholar
  277. 20.
    Gollwitzer, Zur Auffassung der mittelalterlichen Kaiserpolitik im 19. Jahrhundert, S. 507.Google Scholar
  278. 21.
    Ders., ebd., S. 502.Google Scholar
  279. 22.
    Zitiert nach Fehrenbach, Wandlungen des Kaisergendankens, S. 26.Google Scholar
  280. 23.
    A. Assmann, Arbeit am nationalen Gedächtnis, S. 54.Google Scholar
  281. 24.
    Hardtwig. Von Preußens Aufgabe in Deutschland zu Deutschlands Aufgabe in der Welt. S. 107.Google Scholar
  282. 25.
    von Ketteler. Deutschland nach dem Krieg von 1866. Zitiert nach: Faber. Die nationalpolitische Publizistik Deutschlands von 1866 bis 1871. S. 47.Google Scholar
  283. 26.
    Droysen. Geschichte der preußischen Politik (im folgende zitiert unter: GPP).Google Scholar
  284. 27.
    Ders., Geschichte Alexanders des Großen.Google Scholar
  285. 28.
    Ders., Vorlesungen über die Freiheitskriege, S. 169. Zitiert nach Theodor Schieder, Schiller als Historiker, S. 33, Anm. 2.Google Scholar
  286. 29.
    Hardtwig, Von Preußens Aufgabe in Deutschland, S. 123.Google Scholar
  287. 30.
    Droysen, Politische Schriften, S. 107.Google Scholar
  288. 31.
    Ders., Politische Schriften, S. 228f.Google Scholar
  289. 32.
    Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 3, S. 236.Google Scholar
  290. 33.
    Droysen, Historik, S. 253.Google Scholar
  291. 34.
    Vgl. dazu: Bornkamm, Luther im Spiegel der deutschen Geistesgeschichte, S. 51.Google Scholar
  292. 35.
    Droysen, GPP I, S. 4. Der ghibellinische Gedanke erlosch jedoch, als der Kaiser gegenüber dem Papst nicht die erforderliche Widerständigkeit zeigt und die päpstliche Oberherrschaft befestigte. Vgl. GPP II/I, S. 85.Google Scholar
  293. 36.
    Ders., GPP I, S. 5.Google Scholar
  294. 37.
  295. 38.
    Ebd., S. 6.Google Scholar
  296. 39.
    Droysen, GPP I, S. 15.Google Scholar
  297. 40.
    Hardtwig, Von Preußens Aufgabe in Deutschland, S. 113.Google Scholar
  298. 41.
    Droysen, GPP II/I, S. 39.Google Scholar
  299. 42.
    Ders.. GPP I, S. 649.Google Scholar
  300. 43.
    Hegel, Sämtliche Werke, Bd. 17 (Geschichte der Philosophie), S. 105. Vgl. auch: Bd. 19 (Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie), S. 253ff., 265f. Vgl. auch Hegels lateinische Rektoratsrede zur 300-Jahrfeier des Augsburger Bekenntnisses. “Der Mensch kann zu keinem Gesetze ein festes Zutrauen fassen, wenn er nicht überzeugt ist, dass es der Religion nicht etwa bloß nicht entgegen sei, sondern dass es aus ihr folge. Wohl wird heute von vielen hochangesehenen Männern behauptet, die Trennung der Religion vom Staate sei erst die wahre Weisheit. Aber das ist ein schwerer Irrtum (...) Die bürgerliche Freiheit und der öffentliche Rechtszustand ist einzig und allein die Frucht der wiedererrungenen Freiheit in Gott. Sämtliche Werke, Bd. 20, S. 53 ff.Google Scholar
  301. 44.
    Droysen, GPP 11/2, S. 145f.Google Scholar
  302. 45.
    Ders., ebd., S. 32.Google Scholar
  303. 46.
    Hardtwig, Von Preußens Aufgabe in Deutschland, S. 128.Google Scholar
  304. 47.
    Droysen, GPP 11/2, S. 35.Google Scholar
  305. 48.
    Ebd., S. 386.Google Scholar
  306. 49.
    Ebd., S. 509.Google Scholar
  307. 50.
    Ebd., S. 368.Google Scholar
  308. 51.
    Vgl. dazu: Winckler, Martin Luther als Bürger und Patriot.Google Scholar
  309. 52.
    Vgl. von Treitschkes Rede “Luther und die deutsche Nation”.Google Scholar
  310. 53.
    Treitschke, Luther und die deutsche Nation. Zitiert nach Bornkamm, Luther im Spiegel der deutschen Geistesgeschichte, S. 261 ff.Google Scholar
  311. 1.
    Wehler bezieht sich auf Ludwig August Rochau mit seiner Zustandsbeschreibung der Nationalbewegung Ende der 60er Jahre, also unmittelbar vor der Reichsgründung. “Die deutsche Einheit ist keineswegs eine Sache des Herzensdrangs”; sie ist eine “dichterische Selbsttäuschung”. “Die Deutsche Vaterlandsliebe ist aus viel Dichtung und wenig Wahrheit zusammengesetzt”. denn “es gibt keinen deutschen Nationalgeist im politischen Sinne des Wortes (...) Wir tragen die deutsche Einheit auf den Lippen. aber nicht im Herzen. Von irgendeinem Opfer darf dabei am allerwenigsten die Rede sein.” Rochau, zitiert nach: Wehler. Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 3, S. 939.Google Scholar
  312. 2.
    Nipperdey, Deutsche Geschichte, 1866–1918, Bd. 2, S. 605.Google Scholar
  313. 3.
    Eine funktionalistische Analyse, die den Nationalismus lediglich als Vehikel politischer Interessen untersucht, greift zu kurz, weil sie die Substanz außer acht lässt. Denn offensichtlich ist das Phänomen Nationalismus nicht mit seinen Funktionen identisch, ist keine Ideologie im klassischen Sinne, die dadurch definiert ist, dass sie den Interessen ihrer Propagandisten dienlich ist. Der Nationalismus konnte zu verschiedenen Zeiten und gleichzeitig ganz unterschiedlichen Interessen dienen. Er war mehr als die Summe dieser Interessen.“ Jeismann, Das Vaterland der Feinde, S. 16 und S. 42. Wehler vertritt neuerdings die These, dass der Nationalismus die ”einflussreichste ‘politische Religion’ der beiden vergangenen Jahrhunderte“ gewesen sei. Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 3, S. 943.Google Scholar
  314. 4.
    Düding, Organisierter gesellschaftlicher Nationalismus in Deutschland.Google Scholar
  315. 5.
    Böckenförde, Verfassungsprobleme und Verfassungsbewegung des 19. Jahrhunderts, S. 244–262.Google Scholar
  316. 6.
    Dazu: Siemann. Die deutsche Revolution von 1848/49. S. 146ff.Google Scholar
  317. 7.
    Vgl. dazu das Gedichte von Hölderlin, Der Rhein, Sämtliche Werke, Bd. 2, S. 142–148.Google Scholar
  318. 8.
    Vgl. Nora, Les lieux de mémoire.Google Scholar
  319. 9.
    Dazu: Lassalle, Der italienische Krieg und die Aufgabe Preußens. Lassalle forderte darin Preußen auf, sich von Österreich zu lösen und in der nationalen Frage in Deutschland voranzugehen. Napoleon III. stützte in diesem Krieg die italienische Nationalbewegung gegen die österreichische Hegemonie. Die deutsche Nationalbewegung erkannte in der Politik Napoleons eine Spitze gegen ihre Bestrebungen der Nationalstaatsgründung.Google Scholar
  320. 10.
    Vgl. dazu: Schorske, Wien. Geist und Gesellschaft im fin de siècle. S. 133.Google Scholar
  321. 11.
    Vgl. Wehler. Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 3. S. 294.Google Scholar
  322. 12.
    Dazu: Fehrenbach, Die Reichsgründung in der deutschen Geschichtsschreibung.Google Scholar
  323. 13.
    Vgl. dazu: Schieder. Das Deutsche Kaiserreich von 1871 als Nationalstaat: Wehler. Das Deutsche Kaiserreich 1871–1918.Google Scholar
  324. 14.
    Erst in den neunziger Jahren hat sich diese Gewichtsverteilung wieder verändert zugunsten des Germanismus.Google Scholar
  325. 15.
    Der Bürgerstatus blieb auch weiterhin an den Partikularstaat gebunden.Google Scholar
  326. 16.
    Der Kaisergedanke blieb aber lange unbestimmt zwischen den Vorstellungen eines evangelischen Kaisertums, der Möglichkeit an den mittelalterlichen, universalistischen Kaisergedanken anzuknüpfen und der modernen Interpretation im Sinne des Bonapartismus.Google Scholar
  327. 17.
    Der Begriff stammt von H. Böhme, Deutschlands Weg zur Großmacht. Böhme spricht von einer “Neufundierung des Reiches” und einem “Umschwung im Jahre 1879”. Zu diesem Jahr schreibt Böhme weiter: “Jetzt war die preußische Vorherrschaft in Deutschland endgültig begründet, die Konturen des ‘Reiches’ erst jetzt geprägt.” (S. 419f) Vielfach ist das als eine Veränderung des Funktionswandels des Nationalismus gedeutet worden. Vgl. Winkler, Vom linken zum rechten Nationalismus, S. 5–28. An diese Deutungen knüpft sich vielfach die Sonderweg-these, die Deutschlands Weg als Abweichung vom “normalen” nationalstaatlichen Entwicklungspfad, den England und Frankreich eingeschlagen hätten, begreift. Wehler. Deutscher Sonderweg. Dagegen zeigt Jeismann im deutsch-französischen Vergleich, dass es in beiden Staate zu ähnlichen Entwicklungen gekommen ist und dass die Sonderwegsthese unbegründet ist. Jeismann. Das Vaterland der Feinde. S. 374ff. Vgl. auch Vogel. Nationen im Gleichschritt. S. 289.Google Scholar
  328. 18.
    Winkler hat von einem Übergang von einem vorwiegend “linken” zu einem “rechten” Nationalismus gesprochen. Ders., Vom linken zum rechten Nationalismus. Der deutsche Liberalismus in der Krise von 1878/79.Google Scholar
  329. 19.
    Vgl. Ullmann, Organisierte Interessen im deutschen Kaiserreich; Lehmbruch, Der Beitrag der Korporatismusforschung zur Entwicklung der Steuerungstheorie, S. 744ff.Google Scholar
  330. 20.
    Dazu: Nipperdey, Deutsche Geschichte 1866–1918. Bd. 2, S. 600.Google Scholar
  331. 21.
    Vgl. Wehler, Funktion und Struktur nationaler Kampfverbände im Kaiserreich.Google Scholar
  332. 22.
    Ely, Reshaping the German Right.Google Scholar
  333. 23.
    Der “Deutsche Kriegerbund” hatte 1,7 Mio. Mitglieder, der “Kyffhäuserbund” 2.9 Mio.Google Scholar
  334. 24.
    Schwarz-Weiß-Rot“ war in den 90er Jahren die Flagge der Schlachtflotte; als provisorische Hymne diente ”Heil Dir im Siegerkranz“, während das Deutschlandlied erst in der Weimarer Republik zur Hymne aufstieg.Google Scholar
  335. 25.
    Nipperdey. Deutsche Geschichte 1866–1918, Bd. 2, S. 595.Google Scholar
  336. 26.
    Ders., ebd.. S. 597.Google Scholar
  337. 27.
    Weber, Wahlrecht und Demokratie in Deutschland, S. 246.Google Scholar
  338. 28.
    Vgl. dazu: Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 3, S. 1192.Google Scholar
  339. 29.
    Allgemeines Landrecht, 4. Bd., S. 331: 2. TI., 12. Titel: “Von den niederen und höheren Schulen”, hier § I; im § 2 heißt es: “Dergleichen Anstalten sollen nur mit Vorwissen und Genehmigung des Staates errichtet werden.”Google Scholar
  340. 30.
    Lundgreen, Sozialgeschichte der deutschen Schule im Überblick, S. 90.Google Scholar
  341. 31.
    Dieses Gesetz war gleichzeitig Teil des beginnenden Kulturkampfes. Bis 1879 32 Vgl. dazu: Berg, Die Okkupation der Schule, S. 16ff.Google Scholar
  342. 33.
    Schneider/Bremen. Das Volksschulwesen im preußischen Staate in systematischer Zusammenstellung, Bd. Ill, S. 403ff.Google Scholar
  343. 34.
    Müller. Sozialstruktur und Schulsystem, S. 247ff.Google Scholar
  344. 35.
    Berg, Die Okkupation der Schule, S. 75.Google Scholar
  345. 36.
    So lautet der Titel von Christa Bergs Studie über die preußische Volksschule im Kaiserreich.Google Scholar
  346. 37.
    Zitiert nach Berg, Die Okkupation der Schule, S. 103. Vgl. auch: Geheimes Staatsarchiv Berlin, Repertorium 90 (Akten des Staatsministeriums), 2400.Google Scholar
  347. 38.
    Bremen, Die preußische Volksschule, S. 230ff.Google Scholar
  348. 39.
    Monarchische Präventivbelehrung oder curriculare Reform?, S. 268.Google Scholar
  349. 40.
    Zitiert nach: Berg, Die Okkupation der Schule, S. 91. (§ 16 des Unterrichtsgesetzentwurfs von Falk von 1877, Geheimes Staatsarchiv Berlin, Repitorium 90, 2398a ).Google Scholar
  350. 41.
    Zitiert nach Berg, Die Okkupation der Schule, S. 104 (Protokoll der Sitzung des Staatsministeriums vom 30. 4. 1889, Geheimes Staatsarchiv Berlin, Repitorium 90, 2400 ).Google Scholar
  351. 42.
    Nach Lundgreen war in Preußen noch 1869 in den Städten die dreiklassige Volksschule die Regel, während auf dem Land die einklassige Dorfschule dominierte. Ders.. Sozialgeschichte der deutschen Schule im Überblick, Teil I, S. 97.Google Scholar
  352. 43.
    Vgl. dazu: Lundgreen, ebd., S. 93.Google Scholar
  353. 44.
    Vgl. Lundgreen, Sozialgeschichte der deutschen Schule, S. 97.Google Scholar
  354. 45.
    Klewitz, Preußische Volksschule vor 1914, S. 551.Google Scholar
  355. 46.
    Vgl. Messerschmidt, Schulpolitik des Militärs, S. 242–255.Google Scholar
  356. 47.
    Vgl. Meyer, Schule der Untertanen. S. 82ff.Google Scholar
  357. 48.
    Allerdings besteht hier das Problem, ob sich die Intentionen auch so umsetzen ließen.Google Scholar
  358. 49.
    Städtische Schul-Deputation Berlin. Lehrplan für den Geschichtsunterricht in den Berliner Gemeindeschulen, S. 1.Google Scholar
  359. 50.
    Ebd.. S. 2.Google Scholar
  360. 51.
    Ebd., S. 3. Diese Liste ist eine Auswahl von Lebensbildern. die die Kontinuität des Reichsgedankens und damit den Übergang der römischen Weltherrschaft auf die Deutschen verdeutlichen sollte. Mit dieser Reihe sollte auch die welthistorische Mission des neuen Deutschen Reiches begründet werden. Vgl.: Fehrenbach. Images of Kaiserdom. S. 269ff.Google Scholar
  361. 52.
    Instruktionen für den Geschichts-Unterricht in den Berliner Gemeinde-Schulen, S. 1.Google Scholar
  362. 53.
    Ebd., S. 13.Google Scholar
  363. 54.
    Preußischer Ministerial-Erlass, S. 58.Google Scholar
  364. 55.
    Ebd.. S. 64.Google Scholar
  365. 56.
    Ebd., S. 65.Google Scholar
  366. 57.
    Grundlehrplan für die Volksschulen Groß-Berlins. S. 29.Google Scholar
  367. 58.
  368. 59.
  369. 60.
    Ebd., S. 30.Google Scholar
  370. 61.
    Grundlehrplan für die Volksschulen Groß-Berlins, S. 41.Google Scholar
  371. 62.
    Ebd., S. 64.Google Scholar
  372. 63.
    Siehe dazu: ebd.Google Scholar
  373. 64.
    Ebd., S. 24.Google Scholar
  374. 65.
    Zentralblatt für die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preußen, S. 401 ff. (zitiert nach Christa Berg, Die Okkupation der Schule, S. 159).Google Scholar
  375. 66.
  376. 67.
    Vgl. zum Bildungsdiskurs: Bollenbeck, Bildung und Kultur: A. Assmann, Arbeit am nationalen Gedächtnis.Google Scholar
  377. 68.
    Schneider/Bremen, Das Volksschulwesen im preußischen Staate. Bd. 3. S. 405.Google Scholar
  378. 69.
    Berg, Die Okkupation der Schule, S. 134ff.Google Scholar
  379. 70.
    Vgl. Nipperdey, Deutsche Geschichte 1866–1918, Bd. I, S. 541. Nipperdey meint, dass die Schule ihr politisches Ziel nicht erreicht hat. Dies sei zu belegen mit der Standfestigkeit des politischen Katholizismus, der Zunahme der Sozialdemokratie sowie demokratischer Tendenzen im linksbürgerlichen Lager.Google Scholar
  380. 71.
    Vgl. Groh, Negative Integration und revolutionärer Attentismus, S. 723.Google Scholar
  381. 72.
    Groh/Brandt, “Vaterlandslose Gesellen, S. 146. Dieser Begriff bestand nach Groh und Brandt in einer doppelten und nicht primär konkurrierenden Loyalität. Die Reichsleitung nutzte geschickt die Furcht vor der zaristischen Despotie aus, indem sie abwartete, bis Russland dem Reich den Krieg erklärte.Google Scholar
  382. 73.
    Vgl. Steinbach, Der Aufstieg der deutschen Sozialdemokratie im Kaiserreich im Spiegel der historischen Wahlforschung.Google Scholar
  383. 74.
    Vgl. Wölk, Der preußische Volksschulabsolvent als Reichstagswähler.Google Scholar
  384. 75.
    Dies., ebd.. S. 450.Google Scholar
  385. 76.
    Dies., ebd., S. 451.Google Scholar
  386. 77.
    Vgl. Meyer. Schule der Untertanen, S. 200ff. Bölling, Sozialgeschichte der deutschen Lehrer.Google Scholar
  387. 78.
    Vgl. Bölling, Elementarschullehrer zwischen Disziplinierung und Emanzipation.Google Scholar
  388. 79.
    Vgl. dazu: Nipperde, Volksschule und Revolution im Vormärz.Google Scholar
  389. 80.
    Baumgart, Lehrer und Lehrervereine während der Revolution von 1848/49, S. 188.Google Scholar
  390. 81.
    Greßler, Bildungsziele der Volksschule.Google Scholar
  391. 82.
    Ders. ebd., S. 9f.Google Scholar
  392. 83.
    Greßler, Bildungsziele der Volksschule, S. 11 ff.Google Scholar
  393. 84.
    Ders., ebd., S. 12f.Google Scholar
  394. 85.
    VIII. Deutscher Lehrertag in Berlin vom 26. bis 29. Mai 1890, S. 5. Vortrag von L. Clausnitzer, Berlin: “Die Aufgabe der Volksschule gegenüber der sozialen Frage”.Google Scholar
  395. 86.
    VIII. Deutscher Lehrertag in Berlin. S. 6.Google Scholar
  396. 87.
    Stenographischer Bericht über die Verhandlungen des IX. Deutschen Lehrertages zu Halle. S. 56.Google Scholar
  397. 88.
    Ebd., S. 61.Google Scholar
  398. 89.
    Die deutsche Volksschullehrer-Konferenzen des Jahres 1879.Google Scholar
  399. 90.
    Pädagogischen Zeitung (Beilage), Stenographischer Bericht der Verhandlungen des Lehrertages und Mitteilungen über dessen Verlauf. Nr. 17, 9. Jg., S. 46.Google Scholar
  400. 91.
    Pädagogische Zeitung, Nr. 22, 21. Jg., S. 284. Der Artikel bezieht sich auf den IX. Deutschen Lehrertag in Halle und will die Lehrer mobilisieren.Google Scholar
  401. 92.
    J. Assmann, Frühe Formen politischer Mythomotorik, S. 47.Google Scholar
  402. 93.
    Münkler, Die Nation als Modell politischer Ordnung, S. 77.Google Scholar
  403. 94.
    Lehrplan für den Geschichtsunterricht in den Berliner Gemeindeschulen. Der Lehrplan ist sehr kurz gehalten, er umfasst insgesamt nur 4 Seiten.Google Scholar
  404. 95.
    Instruktion für den Geschichts-Unterricht in den Berliner Gemeinde-Schulen. Berlin 1886, S. 4.Google Scholar
  405. 96.
    Ebd., S. 13.Google Scholar
  406. 97.
    Mensch. Leitfaden für den Unterricht in der Weltgeschichte an höheren Mädchenschulen sowie an Studienanstalten, S. VII. Als Sagen werden in diesem Geschichtsbuch versammelt: Siegfried, Dietrich von Bern, Walter und Hildegunde, Hildebrand und Hadubrand, Gudrun, Parzifal, Lohengrin, Roland und Doktor Faustus.Google Scholar
  407. 98.
    Kohlrausch, Kurze Darstellung der deutschen Geschichte für Volksschulen.Google Scholar
  408. 99.
    Ders., ebd., S. 15–29.Google Scholar
  409. 100.
    Vgl. dazu: von See, Vom ‘edlen Wilden’ zum ‘Volk der Dichter und Denker’, S. 77.Google Scholar
  410. 101.
    Stahlberg, Leitfaden für den Unterricht in der Geschichte, S. 60ff. Stahlberg war Rektor der Bürgerschule in Naumburg. Aus dem Vorwort ist zu entnehmen, dass der Leitfaden fur die “Überklassen gehobener Bürgerschulen und ähnliche Lehranstalten bestimmt” war.Google Scholar
  411. 102.
    Ders., ebd., S. 62f.Google Scholar
  412. 103.
    Franke, Praktisches Lehrbuch der deutschen Geschichte.Google Scholar
  413. 104.
    Wagner, Deutsche Lebensbilder und Sagen, S. 5ff. Es fällt ins Auge, dass vielfach für Mädchenschulen die Trennung von Geschichte und Sage nicht so genau genommen wird. Die künftigen Frauen und Mütter, so kann vermutet werden, sollen im privaten Bereich für die Verbreitung nationaler Mythen sorgen. Friede-rich Kittler hat die sozialisatorische Funktion von Frauen an der Weitergabe der deutschen Bildung aufgezeigt. Die Aufgabe der Frau sei es. so Kittler, die Manner sprechen zu machen. Vgl. Kittler, Aufschreibesysteme. Die Kernfamilie mit der Frau im Zentrum ist Produktionsinstanz der nationalen Kultur und Bildung im 19. Jahrhundert. “Kulturisation um 1800 ist ein kurzgeschlossener Diskurs-kreis. Beim Sprechen - wie bei Lesenlehren bringen Mütter ihrem Kind oder vorab Sohn den Übergang von Naturlauten und Mundetüden zur Anrufung ihres eigenen Namens bei.” Ders., Aufschreibesysteme, S. 56.Google Scholar
  414. 105.
    Heinrich Schoenborn, Geschichte für Mittelschulen, S. 1.Google Scholar
  415. 106.
    Schoenborn, Geschichte für Mittelschulen, S. 2.Google Scholar
  416. 107.
    Erdmann, Die Römerzeit im Selbstverständnis der Franzosen und Deutschen, S. 236. diesem Fall zeigen kann, dass im gleichen Zeitraum bei zwei Dritteln der französischen Schulbücher (ebenfalls 110) keine Gleichsetzung der Franzosen mit den Kelten vorgenommen wird.Google Scholar
  417. 108.
    Dies., ebd., S. 237. Erdmann fügt hinzu, dass die Slawen als Vorfahren der Deutschen in keinem einzigen deutschen Geschichtsbuch erwähnt worden sind.Google Scholar
  418. 109.
    Beck, Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte in vorzugsweiser biographischer Behandlung und mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Geschichte, S. 71.Google Scholar
  419. 110.
    Dittmar, Die Weltgeschichte in einem leicht überschaulichen Umrisse für den Schul- und Selbstunterricht, S. 103.Google Scholar
  420. 111.
    Wernicke, Lehrbuch der Weltgeschichte für höhere Töchterschulen. S. 84f.Google Scholar
  421. 112.
    Neubauer. Lehrbuch der Geschichte für höhere Lehranstalten. II. Teil. S. 6.Google Scholar
  422. 113.
    Eckertz, Hilfsbuch für den Unterricht in der deutschen Geschichte, S. 14.Google Scholar
  423. 114.
    Polack, Geschichtsbilder aus der alten und der vaterländischen Geschichte für Volksschulen, S. 80f.Google Scholar
  424. 115.
    Bauer, Leitfaden für den geschichtlichen Unterricht in Mittel- und Volksschulen. S. 96.Google Scholar
  425. 116.
    Ders.. ebd., S. 77f.Google Scholar
  426. 117.
    Kaufmann/Berndt/Tomuschat, Geschichtsbetrachtungen, S. 299.Google Scholar
  427. 118.
    Dies., ebd., S. 300.Google Scholar
  428. 119.
    Vgl. Speth, Königin Luise.Google Scholar
  429. 120.
    Krahn, Mein Vaterland, S. 275f.Google Scholar
  430. 121.
    Ein Beispiel hierfür bietet Hegels Beschreibung der Vollendung der Vorrede zu seiner Phänomenologie während des Geschützdonners der Schlacht bei Jena und Auerstedt.Google Scholar
  431. 122.
    Wagner. Deutsche Lebensbilder und Sagen. S. 80ff.Google Scholar
  432. 123.
    Pierson. Leitfaden der preußischen Geschichte, S. 106.Google Scholar
  433. 124.
    Ders.. ebd.. S. 106.Google Scholar
  434. 125.
    Ders..ebd.. S. 124.Google Scholar
  435. 126.
    Theel, Deutsches Lesebuch für einfache Schulverhältnisse.Google Scholar
  436. 127.
    Neues Berliner Lesebuch fur mehrklassige Schulen, III. Teil. Mittelstufe. Oberabteilung, S. 204. In diesem Buch findet sich auch ein Lesestück zu Königin Luise, in dem es heißt: “Luise ist der Schutzengel des preußischen Vaterlandes geworden. Der Segen ihrer einstigen liebevollen Tätigkeit wirkt fort und fort. Das Bild der Verklärten entflammte die deutschen Krieger in den Freiheitskämpfen von 1813 bis 1815 zu helllodernder Begeisterung.” Ebd., S. 190.Google Scholar
  437. 128.
    Berlinisches Lesebuch. Im Vorwort heißt es, Diesterweg zitierend: “’Das Lesebuch soll ein deutsches Lesebuch sein, will sagen: es muss ein patriotisches Buch sein, sein Inhalt soll vorzugsweise mit vaterländischen Gegenständen bekannt machen und diese (...) in anziehender Form darstellen.”’ Ebd., S. III.Google Scholar
  438. 129.
    Deutsches Lesebuch für die Volksschule. VI. Teil, S. 329–339.Google Scholar
  439. 130.
    Lesebuch für Bürgerschulen. Dritter Teil, S. 444–461. Bei diesem Lesebuch ist bemerkenswert, dass der nächste große thematische Abschnitt mit “Das neue Deutsche Reich” überschrieben ist. Dazwischen gibt es in diesem Lesebuch, also auch für seinen Herausgeber, keine nationalpolitisch und -mythologisch wichtigen Ereignisse.Google Scholar
  440. 131.
    Kaufmann/Berndt/Tomuschat, Geschichtsbetrachtungen, S. 474.Google Scholar
  441. 132.
    Schoenborn, Geschichte für Mittelschulen, S. 4.Google Scholar
  442. 133.
    Stöckel/Ullrich, Lehrbuch der Geschichte für höhere Mädchenschulen und verwandte Anstalten. Bd. III, S. 153.Google Scholar
  443. 134.
    Stoll, Von den Anfängen des Germanentums und des Christentums bis zum westfälischen Frieden, S. 89ff.Google Scholar
  444. 135.
    Schoenborn, Geschichte für Mittelschulen, S. 80.Google Scholar
  445. 136.
    Bauer, Leitfaden für den geschichtlichen Unterricht, S. 78.Google Scholar
  446. 137.
    Jütting/Weber, Lesebuch zur Pflege nationaler Bildung. S. 70.Google Scholar
  447. 138.
    Vgl. Köpnick. Nothungs Modernität. S. 118.Google Scholar
  448. 139.
    Kaufmann/Berndt/Tomuschat, Geschichtsbetrachtungen. S. 476.Google Scholar
  449. 140.
    Vgl. Nipperdey, Deutsche Geschichte 1866–1918, Bd. 2, S. 263.Google Scholar
  450. 141.
    Wagner, Deutsche Lebensbilder und Sagen, S. 35ff.Google Scholar
  451. 142.
    Fehrenbach. Images of Kaiserdom, S. 272f.Google Scholar
  452. 143.
    Mensch. Leitfaden für den Unterricht in der Weltgeschichte. S. 94.Google Scholar
  453. 144.
    Kaufmann/Berndt/Tomuschat, Geschichtsbetrachtungen, S. 408.Google Scholar
  454. 145.
    Stolte. Geschichts-Auszüge, S. 110f.Google Scholar
  455. 146.
    Krahn, Mein Vaterland, S. 287.Google Scholar
  456. 147.
    Wolff, Übersicht zur vaterländischen Geschichte, S. 59.Google Scholar
  457. 148.
    Stöckel/Ullrich, Lehrbuch der Geschichte für höhere Mädchenschulen, S. 141.Google Scholar
  458. 149.
    Bauer, Leitfaden, S. 96.Google Scholar
  459. 150.
    Günther-Arndt dagegen vertritt die These, dass sich in der jüngeren Volksschullehrergeneration eine Tendenz bemerkbar machte, stärker kulturgeschichtliche Themen zu Ungunsten der Kriegsgeschichte zu behandeln. Dies., Monarchische Präventivbelehrung oder curriculare Reform, S. 272f.Google Scholar
  460. 151.
    Deutsches Lesebuch für die Volksschule. Ausgabe D in 6 Bänden. III. Teil. Bearbeitet und herausgegeben vom Hessischen Volksschullehrerverein, 4. Aufl. Kassel 1901, S. 120–132.Google Scholar
  461. 152.
    Lund/Suhr, Das Vaterland, S. 302.Google Scholar
  462. 153.
    Lesebuch für Bürgerschulen. Ill. Teil, S. 482 und 502.Google Scholar
  463. 154.
    Wagner, Deutsche Lebensbilder und Sagen, S. 102.Google Scholar
  464. 155.
    Mensch, Leitfaden für den Unterricht in der Weltgeschichte, S. 138.Google Scholar
  465. 156.
    Ders., ebd., S. 137f.Google Scholar
  466. 157.
    Jütting/Weber, Lesebuch zur Pflege nationaler Bildung, S. 119.Google Scholar
  467. 158.
    Lehrplan für den Geschichtsunterricht, S. 4.Google Scholar
  468. 159.
    Schoenborn, Geschichte für Mittelschulen, S. 73. In diese Richtung passt auch ein Lesestück, das nach dem “Lehrplan für die preußischen Volksschulen” von 1912 zu behandeln ist: “Heute rot, morgen tot”. Ebd., S. 21 ff.Google Scholar
  469. 160.
    Mommsen. Arbeitergewegung und nationale Frage.Google Scholar
  470. 161.
    Vgl. Wölk, Der preußische Volksschulabsolvent als Reichstagswähler, S. 450ff.Google Scholar
  471. 162.
    Münkler, Im Namen des Staates; Richter. Die Expansion der Herrschaft.Google Scholar
  472. 163.
    Kämpf, Herrschaft und Staat im Mittelalter: Rokkan. Territories, Centres. and Peripheries, S. 163–204.Google Scholar
  473. 164.
    François, Von der wiedererlangten Nation zur “Nation wider Willen”. Kann man eine Geschichte der deutschen “Erinnerungsorte” schreiben? François will eine Geschichte zweiten Grades mit der besonderen Betonung des Symbolischen.Google Scholar
  474. 165.
    Nora, Zwischen Geschichte und Gedächtnis, S. 11.Google Scholar
  475. 166.
    Ders., ebd., S. 17.Google Scholar
  476. 167.
    Ders., ebd., S. 30.Google Scholar
  477. 168.
    Vgl. dazu die heimatkundlichen Bilder des Lesebuchs fur Bürgerschulen des Lehrervereins Hannover, S. 237–291. Der Kölner Dom wird im 19. Jahrhundert zu einem zentralen nationalen Symbol wie Thomas Nipperdey gezeigt hat. Vgl. Ders., Der Kölner Dom als Nationaldenkmal, S. 189–207.Google Scholar
  478. 169.
    Agulhon, Die nationale Frage in Frankreich, S. 58. Agulhon hat den Begriff auf Frankreich angewandt und festgestellt, dass ein anthropologisch geeintes Frankreich erst heute wirklich besteht. Die wichtigen Schritte nationaler Akkulturation wurden aber bereits während der Dritten Republik gemacht. in der der 14. Juli zum Nationalfeiertag und die Marseillaise zur Nationalhymne wurde.Google Scholar
  479. 170.
    Zu diesen beiden Begriffen und zu deren Verhältnis zueinander, vgl. Münkler, Die Nation als Modell politischer Ordnung.Google Scholar
  480. 171.
    Vgl. Scheuer, Die Dichter und ihre Nation.Google Scholar
  481. 172.
    Zu den Vorläufern zählen: Wilibald Alexis, “Die Hosen des Herrn von Bredow” (1846) und “Ruhe ist die erste Bürgerpflicht” (1852): Karl Gutzkow, “Hohenschwangau” (1867/68): Adalbert Stifter, “Witiko” (1865–67)Google Scholar
  482. 173.
    Eggert. Studien zur Wirkungsgeschichte des deutschen historischen Romans 1850–1875.Google Scholar
  483. 174.
    Der Erfolg von Scheffel setzt erst nach der Reichsgründung ein, obwohl sein Roman bereits 1855 erschien.Google Scholar
  484. 175.
    Eggert. Studien zur Wirkungsgeschichte, S. 91.Google Scholar
  485. 176.
    Lukâcs, Der historische Roman, S. 194. Der Hintergrund für diese Feststellung liegt in der Romantheorie Lukâcs’ begründet. Für ihn ist der Roman die Epopöe des Zeitalters der vollendeten Sündhaftigkeit, deren Gegenentwurf die homerischen Epen bilden, in denen die Welt noch mit einer Transzendenz ausgestattet war. “Der Roman ist die Epopöe eines Zeitalters, fur das die extensive Totalität des Lebens nicht mehr sinnfällig gegeben ist, für das die Lebensimmanenz des Sinnes zum Problem geworden ist, und das dennoch die Gesinnung zur Totalität hat.” Ders., Theorie des Romans, S. 47. Lukâcs hat dem historischen Roman eine apologetische Funktion zugeschrieben, die auch darin bestand, Emanzipation zu verhindern.Google Scholar
  486. 177.
    In Gustav Freytags “Ahnen”-Zyklus, der zwischen 1872 und 1881 erschien, waren allerdings nur die ersten beiden Bände “Ingo und Ingraben” und “Das Nest des Zaunkönigs” kommerziell erfolgreich. Sie erreichten bis 1900 27 bzw. 23 Auflagen.Google Scholar
  487. 178.
    Freytag, Gesammelte Werke, Bd. 17 (Einleitung zu “Bilder aus deutscher Vergangenheit”), S. 23.Google Scholar
  488. 179.
    Freytag, Gesammelte Werke, Bd. 17 (Bilder aus deutscher Vergangenheit).Google Scholar
  489. 180.
    Ders., ebd., Bd. 21, S. 492.Google Scholar
  490. 181.
    Siehe dazu: Blumenberg, Arbeit am Mythos, S. 40f. Geschichten werden nach Blumenberg erzählt, um Vertrauen herzustellen und den Schrecken zu bannen.Google Scholar
  491. 182.
    Holz, Flucht aus der Wirklichkeit, S. 200 f.Google Scholar
  492. 183.
    Lindau. Gustav Freytags neuester Roman “Die Ahnen”, S. 29–81. “Mit Karthago haben wir doch durch unsere Quintanererinnerungen an den braven Cornelius einige Fühlung: aber nur wenige auserlesene Geister werden von der Tatsache überzeugt sein, dass es in Deutschland jemals eine Mitte des vierten Jahrhunderts gegeben habe. Es war unmöglich, eine abgelegenere Zeit und einen befremdlicheren Stoff zu finden.” Ders., ebd., S. 31. Der Roman spielt entgegen dieser falschen Vorstellung in der Mitte des B. Jahrhunderts.Google Scholar
  493. 184.
    Eggert, Studien zur Wirkungsgeschichte des deutschen historischen Romans, S. 185. Dies sei, so Eggert, ein typischer Zug im Wilhelminismus wie das barocke Postamt und der Stilmix beim Berliner Reichstagsgebäude von Wallot.Google Scholar
  494. 185.
    Fontane, Gustav Freytag, “Die Ahnen” I-III, Erstdruck: Voss. Zeitung v. 14. u. 21.2. 1875. Sonntags-Beilage, Nr. 7.8. Zitiert nach Eggert, Studien zur Wirkungsgeschichte des deutschen historischen Romans, S. 179.Google Scholar
  495. 186.
    Eggert, Studien zur Wirkungsgeschichte, S. 182. Eine ähnlich hohe Auflage erreichte der zweiten Band des Zyklus “Das Nest des Zaunkönigs”.Google Scholar
  496. 187.
    Ders., ebd., S. 183.Google Scholar
  497. 188.
    Ders., ebd., S. 187.Google Scholar
  498. 189.
    Freytag, Die Ahnen. Bd. 2: Das Nest der Zaunkönige (1873), Bd. 3: Die Brüder aus deutschem Hause (1875), Bd. 4: Marcus König (1876), Bd. 5: Die Geschwister (1879), Bd. 6: Aus einer kleinen Stadt (1880).Google Scholar
  499. 190.
    Wiewohl eine deutsche Gründung, gehörte Thorn nur bis 1386 zum Ordensland: danach beinahe vierhundert Jahre zu Polen und fiel erst zusammen mit Westpreußen bei der ersten polnischen Teilung 1772 an Preußen.Google Scholar
  500. 191.
    Holz, Flucht aus der Wirklichkeit, S. 102.Google Scholar
  501. 192.
    In der Literaturwissenschaft heißt dieses Prinzip seit Clemens Lugowski “Motivation von hinten”. Ders.. Die Form der Individualität im Roman, S. 66ff.Google Scholar
  502. 193.
    Eggerts Studie endet mit dem Jahr 1875 und erfaßt somit “Ein Kampf um Rom” nicht mehr, der 1876 erschien. Der Roman wird erst nach 1945 aus dem Kanon der Germanistik entfernt. Vgl. dazu: Wilhelm Scherer, Die Könige der Germanen im Roman.Google Scholar
  503. 194.
    Dahn, Ein Kampf um Rom. Die Angaben beziehen sich auf: Eggert, Studien zur Wirkungsgeschichte, S. 211. Dahn hat zwischen 1880 und 1900 noch 15 weitere historische Romane verfasst, bevorzugter Handlungszeitraum war die Völkerwanderungszeit. Auf sie geht aber Eggert nicht mehr ein.Google Scholar
  504. 195.
    Im neuen Reich 1876, Bd. 1, S. 1021.Google Scholar
  505. 196.
    Ebd.. S. 1025.Google Scholar
  506. 197.
    Ebd.. S. 1030.Google Scholar
  507. 198.
    Dahn. Die Könige der Germanen.Google Scholar
  508. 199.
    Vgl. Kraus. Der Professorenroman, S. 193–256.Google Scholar
  509. 200.
    Dahn, Ein Kampf um Rom, S. 503.Google Scholar
  510. 201.
    Holz, Flucht aus der Wirklichkeit, S. 259.Google Scholar
  511. 202.
    Dahn, Ein Kampf um Rom, S. 371.Google Scholar
  512. 203.
    Ders., Erinnerungen, Bd. 3, S. 367; zitiert nach Holz, Flucht aus der Wirklichkeit, S. 262.Google Scholar
  513. 204.
    Dahn, Ein Kampf um Rom, S. 9.Google Scholar
  514. 205.
    Ders., ebd., S. 299.Google Scholar
  515. 206.
    Ders.. ebd.. S. 70.Google Scholar
  516. 207.
    Ders., ebd.. S. 42.Google Scholar
  517. 208.
    Ders., Erinnerungen, Bd. 2, S. 37f: Zitiert nach Holz. Flucht aus der Wirklichkeit, S. 265. Im Roman wird der Held durch die Größe definiert, die er im Untergang zeigt: “Denn nicht was wir ertragen, erleben oder erleiden - wie wir es tragen. das macht den Mann zum Helden.” Dahn. Ein Kampf um Rom. S. 474.Google Scholar
  518. 209.
    Hof, Der Weg zum heroischen Realismus, S. 48.Google Scholar
  519. 210.
    Dahn, Ein Kampf um Rom, S. 739.Google Scholar
  520. 211.
    Ders., ebd., S. 735.Google Scholar
  521. 212.
    Ders., ebd., S. 473.Google Scholar
  522. 213.
    Vgl. dazu die Schrift des Abbé Sieyès, “Was ist der dritte Stand?”Google Scholar
  523. 214.
    Vgl. Hagemann, Nation. Krieg. Geschlechterordnung.Google Scholar
  524. 215.
    Klein-Hattingen, Geschichte des deutschen Liberalismus. Bd. I.. S. 121; zitiert 216 Weber, Für Freiheit, Recht und Vaterland, S. 239.Google Scholar
  525. 217.
    Vgl. dazu: Wülfing/Bruns/Parr. Historische Mythologie der Deutschen, S. 90f.Google Scholar
  526. 218.
    Körner. Werke. Bd.l. S. 73f.Google Scholar
  527. 219.
    Wülfing/Bruns/Parr, Historische Mythologie der Deutschen, S. 90.Google Scholar
  528. 220.
    Vgl. Speth. Königin Luise.Google Scholar
  529. 221.
    Körner. Werke. Bd. 1. S. 91.Google Scholar
  530. 222.
    Wülfing/Bruns/Parr, Historische Mythologie der Deutschen, S. 113.Google Scholar
  531. 223.
    Bewer. Rembrandt und Bismarck. S. 38.Google Scholar
  532. 224.
    Vgl. Allen, Feminism and Motherhood in Germany.Google Scholar
  533. 225.
    Die Gründung in Leipzig erfolgte zwischen dem 16. und 19. Oktober. Dieser Zeitpunkt war nicht willkürlich gewählt worden, sondern mitbestimmt von einer nationalen Thematik, dem Jahrestag der Leipziger Völkerschlacht von 1813, die als geschichtsmythisches Datum immer wichtiger wurde.Google Scholar
  534. 226.
    Otto-Peters, Das Recht der Frauen auf Erwerb: zitiert nach: Twellmann. Die deutsche Frauenbewegung, S. 558.Google Scholar
  535. 227.
    Der Vaterländische Frauenverein ist von der Frauenbewegung vollkommen geschieden und hat weit mehr als die 10fache Mitgliederzahl. Vgl. Gerhard, Unerhört, S. 90ff.Google Scholar
  536. 228.
    Gerhard, Unerhört, S. 92.Google Scholar
  537. 229.
    Der Freimüthige. Nr. 153 (2.8. 1810 ), S. 609f. Vgl. Friese, Chronik der LuisenStiftung zu Berlin, S. 3–7.Google Scholar
  538. 230.
    Twelllmann, Die Deutsche Frauenbewegung im Spiegel repräsentativer Frauenzeitschriften, S. 47. Vorläufer dieses Frauenvereins gab es in Baden. Bayern und Württemberg.Google Scholar
  539. 231.
    Treitschke, Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Erster Teil. S. 28.Google Scholar
  540. 232.
    Ders., Königin Luise, S. 418.Google Scholar
  541. 233.
    Bäumer, Wir Frauen, S. 64. Vgl. auch: v. Zahn-Harnack. Der Krieg und die Frauen; Bäumer. Der Krieg und die Frauen.Google Scholar
  542. 234.
    Jenny Hirsch im Frauen-Anwalt. 1. Jg. 1870/71. S. 229: ebenso in: Neue Bahnen 1870. S. 157.Google Scholar
  543. 235.
    Bäumer, Der Krieg und die Frauen, S. 6f.Google Scholar
  544. 236.
    Clemens, “Menschenrechte haben kein Geschlecht!”, S. 104.Google Scholar
  545. 237.
    Heimatdienst ist für uns die Kriegsübersetzung des Wortes ‘Frauenbewegung“. Bäumer, Einführung, S. III.Google Scholar
  546. 238.
    Lange, Die Dienstpflicht der Frau, S. 580f. Die oberste Heeresleitung forderte 1916 wegen der sich zuspitzenden Lage eine radikale Mobilisierung aller Arbeitskräfte, auch der Frauen. Von diesem “Vaterländischen Hilfsdienst”, der per Gesetz vom 5. Dezember 1916 eingeführt wurde, wurden aber dann doch die Frauen ausgenommen.Google Scholar
  547. 239.
    Bäumer, Die Frau im Staat, S. 75.Google Scholar
  548. 1.
    Machtan, Bismarck und der deutsche Nationalmythos, S. 10.Google Scholar
  549. 2.
    Die Unterschriften der Bilder lauten für Bismarck: “Er schuf den deutschen Nationalstaat des vorigen Jahrhunderts - mit Blut und Eisen: Reichskanzler Otto von Bismarck (1815–1898) an seinem Schreibtisch in Friedrichsruh.” Für Kohl lautet die Subscriptio: “Er schuf den ersten deutschen Nationalstaat” republikanischer Prägung - mit Behutsamkeit und Entschlossenheit: Helmut Kohl an seinem Schreibtisch im Kanzleramt.“ Die Welt am Sonntag vom 7. November 1993.Google Scholar
  550. 3.
    Machtan, Einführung, S. 9. Vgl. Breitenborn. Bismarck. Kult und Kitsch um den Reichsgründer.Google Scholar
  551. 4.
    Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 3, S. 267.Google Scholar
  552. 5.
    Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, S. 665. Vgl. dazu auch die Analyse von Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 3, S. 368–376. Wehler wendet die Weber’sche Kategorie auf Bismarck an und kommt zu dem Schluss: “Im Rahmen der charismatischen Herrschaft, die Bismarck als erster in Deutschland ausgeübt hat, können (...) zahlreiche Phänomene, die sich entweder gegen eine Einbeziehung in die Bonapartismustheorie sperren oder in der Lehre von der konstitutionellen Monarchie gar nicht oder mit falschem Stellenwert auftauchen, vergleichsweise zwanglos berücksichtigt werden, dass eine realitätsnahe Deutung zur Geltung kommen kann.” S. 376. Wehler stellt anhand von fünf Dimensionen (1. Vertrauen schaffen durch Eigen- und Fremdcharisma, 2. existentielle Krisensituation. 3. emotionale Vergemeinschaftung, 4. freiwillige Beiträge und Spenden als ökonomische Grundlage. 5. Ende der charismatischen Herrschaft) den charismatischen Charakter von Bismarcks Herrschaft fest, der aber nicht idealtypisch rein war, sondern sich mit traditionalen, rationalen und bürokratischen Elementen mischte.Google Scholar
  553. 6.
    Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, S. 671.Google Scholar
  554. 7.
    Ders., ebd., S. 142.Google Scholar
  555. 8.
    Gall, Bismarck, der weiße Revolutionär.Google Scholar
  556. 9.
    Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, S. 142.Google Scholar
  557. 10.
    MEW, Bd. 8: “Der 18te Brumaire des Louis Bonaparte”.Google Scholar
  558. 11.
    Koschnik, Mythos zu Lebzeiten - Bismarck als nationale Kultfigur. S. 455ff.Google Scholar
  559. 12.
    Machtan, Bismarck-Kult und deutscher Nationalmythos, S. 16.Google Scholar
  560. 13.
    Siehe dazu den Katalog “Bismarck - Preußen. Deutschland und Europa’ zur Ausstellung 1990 im Deutschen Historischen Museum in Berlin, S. 49.Google Scholar
  561. 14.
    Linhard, Gesammelte Werke. Bd. Il. 1. S. 257f. Vgl. dazu: Wülfing, Historische Mythologie der Deutschen. S. 176f.Google Scholar
  562. 15.
    Vgl. dazu: Köpnick, Nothungs Modernität, S. 202f. Köpnick untersucht das Schwert-Motiv bei Wagner und im 19. Jahrhundert und kommt zum Schluss. dass sich in der Ikonisierung des Schwerts Mythos und Moderne vermengen.Google Scholar
  563. 16.
    Dazu: Hedinger, Der Bismarckkult, S. 201 ff.Google Scholar
  564. 17.
    Hedinger, Bismarck-Denkmäler und Bismarck-Verehrung, S. 277ff.Google Scholar
  565. 18.
    Doehler, Lied zum Sedanfest am Bismarckturm, S. 7.Google Scholar
  566. 19.
    Zitiert nach: Machtan. Bismarck-Kult und deutscher Nationalmythos. S. 26.Google Scholar
  567. 20.
    Ders.. ebd.. S. 33.Google Scholar
  568. 21.
    Lévi-Strauss, Strukturale Anthropologie, S. 247.Google Scholar
  569. 22.
    Wülfing. Historische Mythologie der Deutschen, S. 160.Google Scholar
  570. 23.
    Wülfing, Historische Mythologie, S. 163.Google Scholar
  571. 24.
    von Düringsfeld, Buch denkwürdiger Frauen, S. 281f.Google Scholar
  572. 25.
    Vgl. dazu: Wülfing, Historische Mythologie, S. 119ff.Google Scholar
  573. 26.
    von Düringsfeld, Buch denkwürtiger Frauen, S. 281.Google Scholar
  574. 27.
    Vgl. dazu: Bismarck - Preußen, Deutschland, Europa. S. 475.Google Scholar
  575. 28.
    Meyer, Bismarck in der deutschen Dichtung, S. 266. Vgl. dazu: Dörner, Politischer Mythos und symbolische Politik. S. 200–294.Google Scholar
  576. 29.
    Meyer. Bismarck in der deutschen Dichtung, S. 79–81. Die Verbindung zu einem anderen mythischen Helden legt das Hamburger Bismarckdenkmal nahe: Bismarck-Roland, so das gleichnamige Gedicht von Heinrich Vierordt.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Rudolf Speth
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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