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Das demographische Defizit. Die Fakten, die Folgen, die Ursachen und die Politikimplikationen

  • Hans-Werner Sinn

Zusammenfassung

Kinder sind in Deutschland zum Störfaktor geworden. Sie kosten Geld, schränken die Konsumfreiheit ein und führen zum sozialen Abstieg. Das Single-Dasein wird zum Normalfall, lockere Partnerschaften ersetzen die Ehe, und wenn schon eine Familie gegründet wird, dann müssen die Kinder zunächst einmal warten. Das erste Kind kommt Anfang dreißig, und allzu häufig bleibt es dann dabei. Die „Dink“-Familie ist noch populärer. „Double income, no kids“ ist die Devise für eine zunehmende Zahl junger Paare: mit zwei Einkommen und keinen Kindern lebt es sich besser als mit einem Einkommen und drei Kindern. Deutschlands Fun-Gesellschaft vergreist.

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Literatur

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    Die unterstellten Prämissen bei der Berechnung des Wertes entsprechen denen bei der Berechnung des fiskalischen Beitrages eines Kindes (laut Fußnote 15 auf Seite 78). Die Erwerbsphase beginnt allerdings direkt nach der Einwanderung; vgl. H.-W. Sinn: The Value of Childrenchrw(133),a.a.0.Google Scholar
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    Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft: Grundlegende Reformen der gesetzlichen Rentenversicherung, Gutachten, Bundesministerium für Wirtschaft: Bonn 1998Google Scholar
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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Hans-Werner Sinn

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