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Interkulturelle Reziprozität und grenzüberschreitende Kommunikation

  • Jens Loenhoff
Chapter

Zusammenfassung

Die folgenden Überlegungen richten sich auf jene Komponenten von Kultur und kulturellen Systemen, die als handlungsleitene Orientierungen den Interaktions- und Kommunikationsprozeß (mit-)bestimmen. Die Differenzierung zwischen human- und kulturspezifischen Kompetenzsystemen beschäftigt die Handlungswissenschaften bis in den aktuellen Diskurs. Mit diesen Differenzierungsversuchen verbindet sich die unterschiedlich starke Gewichtung kultureller Phänomene im wissenschaftlichen Erklärungs- und Beschreibungsprozeß: „Tatsächlich treffen wir im Verhältnis der Soziologen zum Kulturbegriff gewissermaßen auf eine ‚neuralgische Zone‘, aus welcher eine große Zahl der Divergenzen in der soziologischen Theorie resultiert. Zumindest die historische und die systematische Richtung in der Soziologie scheiden sich am Kulturbegriff.“ (Steinbacher 1976:32) Eine erste Orientierung bietet die von Bühl vorgenommene Kennzeichnung, nach der „... die Kultur ein komplexes System mit mehreren sich überschneidenden Kulturzügen oder Strukturebenen (ist), die sich vermutlich teils gleichsinnig, teils gegensinnig, teils unabhängig voneinander bewegen — so daß das Verhältnis der verschiedenen Strukturkomplexe und Strukturierungs- bzw. Destrukturierungsbewegungen zueinander empirisch offenbleiben muß und nicht vorweg entschieden werden darf.“ (Bühl 1986:123)

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Jens Loenhoff
    • 1
    • 2
  1. 1.Universität EssenDeutschland
  2. 2.Universität BonnDeutschland

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