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Die Möglichkeiten der statistischen Bestimmung von Kostenfunktionen im westdeutschen Bankwesen

  • Jochen Bräutigam
Chapter
Part of the Schriftenreihe des Instituts für Kreditwesen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster book series (SIKW, volume 12)

Zusammenfassung

Als Datenquelle für empirische Kostenuntersuchungen im westdeutschen Bankwesen kommen die von den Kreditinstituten bei der deutschen Bundesbank eingereichten Zinsertragsbilanzen (1), der Betriebsvergleich der Sparkassen und der gewerblichen Kreditgenossenschaften, die Kennzahlenerhebungen des deutschen Raiffeisenverbandes (2), die Anlage zur Jahresbilanz, der Geschäftsbericht und die Bilanztabelle der ländlichen Kreditgenossenschaften sowie das interne Rechnungswesen der Filialgroßbanken in Betracht. Die Daten der Zinsertragsbilanz und der Betriebsvergleiche könnten die Grundlage einer Kostenuntersuchung in Form einer Querschnitts-analyse von Kreditinstitut en unterschiedlicher Betriebsgrößen bilden. Die Daten der Großbankfilialen könnten zu einer Untersuchung des Zusammenhangs zwischen den Kosten und der Größe der Filialen einer Großbank herangezogen werden (3). Der Betriebsvergleich der Sparkassen (4) kann zur Zeit als die umfassendste (5) und u. U. auch zugängliche potentielle Datenquelle für empirische Kostenuntersuchungenangesehenwerden. Deshalb werden im folgenden die Möglichkeiten für empirische Kostenuntersuchungen im westdeutschen Bankwesen am Beispiel des Betriebsvergleichs der Sparkassen erörtert.

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Literatur

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    rie einzelnen Geschäftsvorfälle und die zu einer Buchung führenden Bankleistungen beanspruchen die Kapazität des technisch-organisatorischen Bereichs inunterschiedlichem Ausmaß. Bankleistungen, wie z. B. die Kundenberatung, müssen sich nicht buchungsmäßig niederschlagen. H. Kolbeck bemängelt, daß die Anzahl der Buchungsposten von der Organisation der einzelnenGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1972

Authors and Affiliations

  • Jochen Bräutigam
    • 1
  1. 1.MünsterDeutschland

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