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Abschließende Beurteilung der empirischen Kostenuntersuchungen in Kreditinstituten

  • Jochen Bräutigam
Chapter
Part of the Schriftenreihe des Instituts für Kreditwesen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster book series (SIKW, volume 12)

Zusammenfassung

Der Versuch, eine langfristige Kostenfunktion im Sinne der Wirtschaftstheorie für Kreditinstitute zu schätzen, scheitert vor allem daran, daß sich die Qualität des dispositiven Faktors von Kreditinstituten als Kostendeterminante bzw. als unabhängige Variable einer Regressionsfunktionnicht erfassen und sich kaum ein Betriebsgrößenmaßstab finden läßt, der die beiden Teilbereiche der bankbetrieblichen Leistungserstellung, den technisch-organisatorischen und den finanziellen Bereich repräsentiert.

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Literatur

  1. 1).
    Dessen ungeachtet zielt ein empirischer Theorientest nicht darauf ab, die Theorie zu verifizieren, d. h. nach den konformen Beobachtungen zu suchen. Vielmehr muß der empirische Test von Theorien auf die “Suche nach nicht-konformen Fällen im Geltungsbereich der Theorie” ausgerichtet sein. (Vgl. H. K. Schneider, Methoden und Methodenfragen der Volkswirtschaftstheorie. In: Kompendium der Volkswirtschaftslehre. Bd. 1. Hrsg. von W. Ehrlicher, I. Esenwein-Rothe, H. Jürgensen, K. Rose, 2., durchgesehene Aufl., Göttingen 1969, S. 6.Google Scholar
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    Vgl. B. Gahlen, Die Überprüfung produktionstheoretischer Hypothesen für Deutschland (1850–1913). Eine kritische Untersuchung. (Schriften zur angewandten Wirtschaftsforschung. Hirsg. von W. G. Hoffmann. Bd. 19.) Tübingen 1968, S. 85.Google Scholar
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    Vgl. ebenda.Google Scholar
  6. 6).
    Angesichts der zwiespältigen Ergebnisse der Studien erweist es sich als notwendig, der im deutschen Schrifttum vorzufindenden und auch von Vertretern der Bankpraxis zur Begründung von Fusionen häufig vorgetragenen Auffassung, daß sich mit wachsender Betriebsgröße der Kreditinstitute Kosteneinsparungen realisieren lassen, mehr Skepsis als bisher entgegenzubringen.Google Scholar
  7. 7).
    Schon im Jahre 1958 wies G. Menges darauf hin, daß die Ökonometrie zwar als problematische, jedoch als die einzige geeignete Methode anzusehen sei, “die Kluft zwischen den theoretischen Aussagen über Betriebswirtschaften und den tatsächlichen betrieblichen Vorgängen, soweit sie überhaupt in Zahlen ihren Niederschlag findenkönnen, zu überbrücken”. (G. Menges, Ökonometrische Diskussion eines Produktionsmodells. Betriebswirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten ökonometrischer Methoden. “Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung”, N. F., Jg. 10 (1958), S. 298.)Google Scholar
  8. 8).
    Vgl. in diesem Zusammenhang jedoch auch die kritischen Bemerkungen Gahlens zur neueren Entwicklung auf dem Gebiet der makroökonomischen Produktionstheorie: “Die Verwendung des mathematischen Formalismus, die Benutzung moderner ökonometri scher Methoden, der Einsatz elektronischer Rechenanlagen, die Auswahl von Daten, deren Zuverlässigkeit schwer zu beurteilen ist, alle diese Vorgänge haben neben Fortschritten in den Techniken auch dazu geführt, daß Beiträge auf diesem Gebiet der wissenschaftlichen Auseinandersetzung weitgehend entzogen sind”. (B. Gahlen, Wachstumstheorie. Arbeitsunterlagen für die Übung zur Wachstumstheorie für Fortgeschrittene. Sommersemester 1970. Universität Münster, S. 281.)Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1972

Authors and Affiliations

  • Jochen Bräutigam
    • 1
  1. 1.MünsterDeutschland

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