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Venus

  • Horst W. Köhler

Zusammenfassung

Obwohl der Planet Venus am Himmel gleich nach Sonne und Mond eine führende Stelle einnimmt — nach dem Mond ist er der weitaus hellste Himmelskörper und nähert sich der Erde mit etwa 42 Mio. km mehr als jeder andere Planet -, kann er nur schwer beobachtet werden. Von der Erde aus gesehen entfernt er sich nämlich wie Merkur (Kapitel 4) nie weit von der Sonne. Die günstigsten Beobachtungszeiten wären daher entweder während des Tages (Nachteil: heller Himmel) oder in den frühen Abend- und Morgenstunden, wenn die Venus nahe am Horizont erscheint (Nachteil: infolge des flachen Einfallwinkels muß das Licht der Venus eine große Strecke durch die irdische Lufthülle zurücklegen). Außerdem ist die Venusoberfläche ständig unter einer dichten Wolkenhülle verborgen, die im sichtbaren Licht ohne jegliche Strukturierung ist und den Durchblick zum Boden verwehrt. Aus diesen Gründen konzentrierte sich die Erforschung der Venus in den letzten Jahren vorwiegend auf die erdgebundene Radarabtastung ihrer Oberfläche (Bild 5.1), auf die Wolkenfotografie im Ultraviolett-Wellenlängenbereich und letztlich vor allem auf nahe Vorbeiflüge, Eintauchmissionen und weiche Landungen amerikanischer und sowjetischer planetarer Raumsonden (Bild 5.2) [1].

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Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1983

Authors and Affiliations

  • Horst W. Köhler
    • 1
  1. 1.Augsburg-FriedbergDeutschland

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