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Merkur

  • Horst W. Köhler
Chapter

Zusammenfassung

Merkur als der sonnennächste Planet ist von der Erde aus nur schwer zu beobachten. Auch die besten Teleskopaufnahmen zeigen lediglich verwischte und undeutliche Oberflächenformen (Bild 4.1). So sind einige dunkle Gebiete insbesondere in der Nähe des Terminators zu erkennen, was auf Höhenunterschiede und Unregelmäßigkeiten der Oberfläche weist. Ein Grund für die schlechte Beobachtbarkeit ist die ständige Sonnennähe des Planeten und seine mit 4 880 km Äquatordurchmesser geringe Größe: Merkur entfernt sich zwar von der Sonne maximal 69,7 Mio. km (Minimum 45,9 Mio. km), doch von der Erde aus betrachtet entspricht dies einem Winkel von nur 27 ... 28 Grad. Merkur steht also meist nahe am hellen Sonnenhintergrund und ist nur für kurze Zeiten jeweils vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang sichtbar. Ist er mit bloßem Auge zu sehen, steht er so tief am Horizont, daß sich die Luftunruhe der Erde bei dem nur noch streifend einfallenden Licht sehr störend auswirkt. Ein anderes Beobachtungsproblem entsteht dadurch, daß Merkur bei größter Erdnähe zwischen Sonne und Erde steht, der Erde also seine unbeleuchtete Seite zuwendet; der Planet ist „neu“ und damit nicht zu sehen.

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Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1983

Authors and Affiliations

  • Horst W. Köhler
    • 1
  1. 1.Augsburg-FriedbergDeutschland

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