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Proximale anteriore Humerusluxationsfraktur links

  • Fabrizio MoroEmail author
  • Rainer-Peter Meyer
  • Andreas Lütscher
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Zusammenfassung

Bei den anterioren und posterioren Luxationsfrakturen ist generell eine bimodale Altersverteilung zu beobachten – Einerseits junge Patienten im Rahmen von Hochrasanz-Verletzungen, andererseits ältere Menschen im Rahmen von häuslichen Stürzen. Es gibt keine eindeutigen Empfehlungen, wann ein endoprothetischer Ersatz oder eine Osteosynthese erfolgen soll. Dennoch sollte bei jungen Patienten eine osteosynthetische Versorgung zeitnahe angestrebt werden, nach Möglichkeit innerhalb der ersten 48 Stunden, da ansonsten das Risiko einer avaskulären Humeruskopfnekrose steigt. Auch der Zeitpunkt der Reposition scheint von Bedeutung zu sein im Hinblick auf die Entstehung einer avaskulären Humeruskopfnekrose, so wie bei diesem jungen Patienten geschehen, wenn auch eine zeitliche Verzögerung von bis zu 7 Tagen gemäss Literatur nur bedingt zu einer erhöhten Nekrose-Rate des Humeruskopfes führt. Bei diesem Patienten hätte retrospektiv die sofortige Verlegung erfolgen sollen. Ein geschlossener Repositionsversuch wäre opportuner gewesen. Die Schwere der Verletzung wurde offensichtlich verkannt, denn die angestrebte definitive Versorgung ist den Primäroperateuren nicht gelungen. Die Verlegung erfolgte postprimär. Wie aus den Röntgenbildern ersichtlich, haben wir bei Weitem nicht eine optimale Reposition und Fixation erreicht – Varus-Verkürzung, Plattenhochstand.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  • Fabrizio Moro
    • 1
    Email author
  • Rainer-Peter Meyer
    • 1
  • Andreas Lütscher
    • 1
  1. 1.Schulthess KlinikZürichSchweiz

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