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Krankenhaus-Directory 2018 – DRG-Krankenhäuser im Vergleich

  • Carina MostertEmail author
  • Andreas Pritzkau
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Chapter
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Zusammenfassung

Das Directory deutscher Krankenhäuser bietet eine jährlich aktualisierte Übersicht stationärer Leistungserbringer. Die Darstellung umfasst unter anderem Informationen zur Struktur des vereinbarten Leistungsangebots, zum Grad der Spezialisierung, zur regionalen Marktpositionierung und Wettbewerbssituation sowie Informationen zur Ergebnisqualität nach dem Verfahren Qualitätssicherung mit Routinedaten (QSR). Insgesamt finden mehr als 1.300 Krankenhäuser Eingang, zu denen eine Budgetvereinbarung für das Jahr 2018 oder QSR-Behandlungsergebnisse vorliegen.

The Directory of German Hospitals provides an annually updated overview of inpatient service providers. It includes information on the structure of the agreed range of services, the degree of specialisation, regional market positioning and competitive situation as well as information on the outcome quality according to QSR, a quality reporting procedure based on routine data of the health care funds. In total, the directory includes more than 1,300 hospitals for which a budget agreement for the year 2018 or QSR treatment outcomes are available.

Das jährliche Directory deutscher Krankenhäuser stellt Eckdaten aus den Aufstellungen der Entgelte und Budgetermittlung (AEB) gemäß Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) dar. Den Darstellungen liegen Vereinbarungsdaten und nicht die tatsächlich erbrachten Leistungen der jeweiligen Einrichtung zugrunde. Insgesamt finden mehr als 1.300 Krankenhäuser Eingang, zu denen eine Vereinbarung oder QSR-Behandlungsergebnisse vorliegen. Das Krankenhaus-Directory finden Sie unter https://doi.org/10.1007/978-3-662-60487-8_22.

Die einzelnen Spalten des Directories haben folgende Bedeutung:

Krankenhausname

Mit einem * gekennzeichnete Einrichtungen haben nach Abschluss der Vereinbarung 2018 mit einem anderen Krankenhaus fusioniert oder wurden geschlossen.

Betten

Jedes Krankenhaus wird nach seiner Bettenzahl klassifiziert und einer von sechs Kategorien zugeordnet. Die verwendeten Symbole bedeuten Folgendes:
$$\begin{aligned}\displaystyle<50&\displaystyle=\text{unter 50 Betten}\\ \displaystyle<100&\displaystyle=\text{50 bis unter 100 Betten}\\ \displaystyle<200&\displaystyle=\text{100 bis unter 200 Betten}\\ \displaystyle<500&\displaystyle=\text{200 bis unter 500 Betten}\\ \displaystyle<1.000&\displaystyle=\text{500 bis unter 1.000 Betten}\\ \displaystyle> 1.000&\displaystyle=\text{{\"u}ber 1.000 Betten}\end{aligned}$$

Die Angaben stammen überwiegend aus dem Jahr 2018, andernfalls aus den Vorjahren.

Träger

In dieser Spalte wird die Trägerschaft des Krankenhauses mit folgenden Abkürzungen geschlüsselt:
$$\begin{aligned}\displaystyle&\displaystyle\text{{\"o}}&\displaystyle&\displaystyle\text{f{\"u}r {\"o}ffentlich}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{fg}&\displaystyle&\displaystyle\text{f{\"u}r freigemeinn{\"u}tzig}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{p}&\displaystyle&\displaystyle\text{f{\"u}r privat}\end{aligned}$$

Z-Bax (Zahlbasisfallwert)

Der Basisfallwert ist der Eurobetrag, der multipliziert mit der Bewertungsrelation den Preis einer DRG-Fallpauschale festlegt. Für die Vergütung der Krankenhausfälle einer laufenden Periode ist der Zahlbasisfallwert maßgeblich, der auch Transferzahlungen aus vergangenen Perioden, sogenannte Erlösausgleiche, berücksichtigt. Außerdem dient der Zahlbasisfallwert auch der sachgerechten Umsetzung unterjährig vereinbarter Gesamtjahreswerte. Der gemittelte Zahlbasisfallwert (Z-Bax) ist ein Indikator für das tatsächlich herrschende Preisniveau des Jahres für Krankenhausleistungen, die nach DRGs vergütet werden.1 Der Z-Bax umfasst alle relevanten Zu- und Abschlagstatbestände. Deren Vergütung wird ebenfalls je Bewertungsrelation, also analog dem Basisfallwert ausgedrückt (Friedrich et al. 2010).2

In der Spalte für den Basisfallwert ist ein „BE“ zu finden, wenn das gesamte Krankenhaus 2018 keine DRG-Entgelte vereinbart hat, z. B. auf Basis der Vereinbarung zur Bestimmung von Besonderen Einrichtungen 2018, und es somit als Ganzes von der Anwendung der DRG-Fallpauschalen ausgenommen ist.

Casemix

Der Casemix ist die Summe aller Bewertungsrelationen einer Einrichtung. Jedes Krankenhaus wird anhand des vereinbarten Casemix klassifiziert und einer von sechs Kategorien zugeordnet. Die verwendeten Symbole bedeuten Folgendes:
$$\begin{aligned}\displaystyle<1.000=&\displaystyle\text{unter 1.000 Bewertungs-}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{relationen}\\ \displaystyle<5.000=&\displaystyle\text{1.000 bis unter 5.000}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{Bewertungsrelationen}\\ \displaystyle<10.000=&\displaystyle\text{5.000 bis unter 10.000}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{Bewertungsrelationen}\\ \displaystyle<20.000=&\displaystyle\text{10.000 bis unter 20.000}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{Bewertungsrelationen}\\ \displaystyle<50.000=&\displaystyle\text{20.000 bis unter 50.000}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{Bewertungsrelationen}\\ \displaystyle> 50.000=&\displaystyle\text{{\"u}ber 50.000 Bewertungs-}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{relationen}\end{aligned}$$

CMI (Casemix-Index)

Der Casemix-Index (CMI) beschreibt die mittlere Fallschwere eines Krankenhauses. Er berechnet sich aus dem Quotienten des Casemix (Summe aller Bewertungsrelationen eines Krankenhauses) und der Gesamtzahl der über DRGs abgerechneten Fälle eines Krankenhauses. Der hier ausgewiesene CMI enthält keine teilstationären DRGs.

Abw. CMI Land

Für jede Einrichtung wird der individuelle CMI mit dem entsprechenden Landeswert verglichen. Die Abweichungen sind mit folgenden Symbolen gekennzeichnet:
$$\begin{aligned}\displaystyle{+}{+}{+}=&\displaystyle\text{Abweichung vom Landeswert}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{von {\"u}ber 20\,\%}\\ \displaystyle{+}{+}=&\displaystyle\text{Abweichung vom Landeswert}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{von 10\,\% bis unter 20\,\%}\\ \displaystyle+=&\displaystyle\text{Abweichung vom Landeswert}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{von 0\,\% bis unter 10\,\%}\\ \displaystyle-=&\displaystyle\text{Abweichung vom Landeswert}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{von 0\,\% bis {\"u}ber}\ {-}10\,\%\\ \displaystyle{-}{-}=&\displaystyle\text{Abweichung vom Landeswert}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{von}\ {-}10\,\%\ \text{bis {\"u}ber}\ {-}20\,\%\\ \displaystyle{-}{-}{-}=&\displaystyle\text{Abweichung vom Landeswert}\\ \displaystyle&\displaystyle\text{von unter}\ {-}20\,\%\end{aligned}$$

Vereinbarter Spezialisierungsgrad im DRG-Bereich (Gini-Koeffizient)

Die Werte beschreiben den Grad der Spezialisierung für DRG-Leistungen des jeweiligen Krankenhauses anhand des Gini-Koeffizienten. Die Ermittlung erfolgt auf der Ebene Basis-DRG (ADRG). Der Gini-Koeffizient ist eine Maßzahl für die (Un)gleichverteilung innerhalb einer Grundgesamtheit. Sind die Leistungen eines Krankenhauses über alle Basis-DRGs gleich verteilt, liegt keine Spezialisierung vor. Verteilen sich die Fälle auf nur wenige Basis-DRGs und ist die Verteilung somit sehr ungleich, kann das Krankenhaus als spezialisiert gelten. Ein Gini-Koeffizient von 1 resultierte aus einer maximalen Spezialisierung auf nur eine Leistung, ein Wert von 0 entspräche einer identischen Fallzahl in allen Basis-DRGs.

Aus dem Grad der Spezialisierung der Krankenhäuser lassen sich nur wenige Rückschlüsse auf die Zentralisierung der Leistungserbringung ziehen. Die Tab. 22.1 und 22.2 illustrieren die Verteilung der Fallzahlen je vollstationäre Basis-DRG (s. u.) der operativen bzw. der medizinischen Partition auf die vorliegenden Vereinbarungen. Die Darstellung erfolgt nach Fallzahlquintilen. Langversionen der Tabellen mit allen vollstationären Basis-DRGs sind als elektronisches Zusatzmaterial unter  https://doi.org./10.1007/978-3-662-60487-8_22 (Tab 22.a und 22.b) zu finden. Die Spalten zum ersten Quintil geben z. B. darüber Auskunft, welchen Anteil die 20 % der Krankenhäuser mit den größten Fallzahlen am Gesamtaufkommen haben. Die Spalten zum fünften Quintil geben u. a. Hinweise, in welchen Basis-DRGs die 20 % der Krankenhäuser mit den geringsten Fallzahlen die entsprechende Leistung nur sehr selten erbringen. Die Darstellung beschränkt sich auf die jeweils 25 fallzahlstärksten Basis-DRGs.

Tab. 22.1

Verteilung der vereinbarten Fallzahlen 2018 auf Fallzahl-Quintile für die 25 häufigsten vollstationären Basis-DRGs der operativen Partition

ADRG

Beschreibung

MDC

Partition

Fallzahl

Anzahl KH

Anteil KH in %

\(\varnothing\) Fallzahl

1. Quintil

2. Quintil

3. Quintil

4. Quintil

5. Quintil

\(\varnothing\) Fallzahl

Fallzahlanteil in %

\(\varnothing\) Fallzahl

Fallzahlanteil in %

\(\varnothing\) Fallzahl

Fallzahlanteil in %

\(\varnothing\) Fallzahl

Fallzahlanteil

\(\varnothing\) Fallzahl

Fallzahlanteil in %

O01

Sectio caesarea

14

O

200.837

569

47

353

784

44

418

24

265

15

189

11

107

6

I47

Revision oder Ersatz des Hüftgelenkes ohne komplizierende Diagnose, ohne Arthrodese, ohne äußerst schwere CC, Alter > 15 Jahre

8

O

181.866

876

73

208

518

50

228

22

149

14

99

10

41

4

G24

Eingriffe bei Bauchwandhernien, Nabelhernien u. and. Hernien, Alt. > 0 J. od. beidseit. Eingr. bei Leisten- und Schenkelhernien, Alt. > 0 J. u. < 56 J. oder Eingr. bei Leisten- u. Schenkelhernien, Alt. > 55 J.

6

O

161.664

877

73

184

372

41

216

23

161

17

115

12

56

6

L20

Transurethrale Eingriffe außer Prostataresektion und komplexe Ureterorenoskopien

11

O

147.659

501

42

295

687

47

414

28

271

18

93

6

6

0

I44

Endoprothese oder andere Endoprothesenimplantation/-revision am Kniegelenk

8

O

146.246

810

67

181

450

50

206

23

130

14

82

9

34

4

I10

Andere Eingriffe an der Wirbelsäule

8

O

142.381

777

65

183

524

57

233

26

115

13

38

4

4

0

F59

Gefäßeingriffe ohne komplizierende Konstellation

5

O

141.481

709

59

200

548

55

272

27

135

14

38

4

2

0

I13

Bestimmte Eingriffe an Humerus, Tibia, Fibula und Sprunggelenk

8

O

140.927

912

76

155

349

45

184

24

123

16

81

10

35

5

H08

Laparoskopische Cholezystektomie

7

O

136.447

840

70

162

314

39

197

24

147

18

106

13

48

6

D30

Tonsillektomie außer bei bösartiger Neubildung oder verschiedene Eingriffe an Ohr, Nase, Mund und Hals ohne äußerst schwere CC

3

O

111.904

567

47

197

697

71

199

20

64

6

20

2

3

0

F58

Perkutane Koronarangioplastie

5

O

111.479

575

48

194

489

50

230

24

147

15

86

9

18

2

J11

Andere Eingriffe an Haut, Unterhaut und Mamma

9

O

98.725

968

80

102

313

62

97

19

58

11

32

6

8

2

I08

Andere Eingriffe an Hüftgelenk und Femur

8

O

95.700

904

75

106

247

47

125

24

84

16

53

10

20

4

I20

Eingriffe am Fuß

8

O

91.452

928

77

99

270

55

106

21

63

13

38

8

16

3

G26

Andere Eingriffe am Anus

6

O

91.291

872

72

105

255

49

119

23

80

15

49

9

19

4

I21

Lokale Exzision und Entfernung von Osteosynthesematerial an Hüftgelenk, Femur und Wirbelsäule oder komplexe Eingriffe an Ellenbogengelenk und Unterarm oder bestimmte Eingriffe an der Klavikula

8

O

86.318

908

75

95

210

44

115

24

79

17

51

11

19

4

F52

Perkutane Koronarangioplastie mit komplexer Diagnose

5

O

84.501

580

48

146

327

45

185

25

129

18

75

10

13

2

G23

Appendektomie oder laparoskopische Adhäsiolyse außer bei Peritonitis, ohne äußerst schwere oder schwere CC

6

O

83.674

855

71

98

201

41

117

24

87

18

60

12

24

5

D06

Eingriffe an Nasennebenhöhlen, Mastoid, komplexe Eingriffe am Mittelohr und andere Eingriffe an den Speicheldrüsen

3

O

81.356

514

43

158

499

63

189

24

72

9

26

3

4

1

I09

Bestimmte Eingriffe an der Wirbelsäule

8

O

80.415

779

65

103

287

56

124

24

65

13

31

6

9

2

I29

Komplexe Eingriffe am Schultergelenk oder bestimmte Osteosynthesen an der Klavikula

8

O

74.417

890

74

84

238

57

87

21

51

12

30

7

12

3

F50

Ablative Maßnahmen bei Tachyarrhythmie

5

O

73.725

335

28

220

632

57

253

23

139

13

61

6

16

1

I32

Eingriffe an Handgelenk und Hand

8

O

72.893

898

75

81

279

69

77

19

32

8

14

3

4

1

C08

Extrakapsuläre Extraktion der Linse (ECCE)

2

O

70.830

217

18

326

928

58

407

25

211

13

61

4

9

1

F12

Implantation eines Herzschrittmachers

5

O

69.637

764

63

91

218

48

114

25

73

16

38

8

12

3

\(\varnothing\) = Durchschnitt; n = 1.203 Vereinbarungen des Jahres 2018

Krankenhaus-Report 2020

Tab. 22.2

Verteilung der vereinbarten Fallzahlen 2018 auf Fallzahl-Quintile für die 25 häufigsten vollstationären Basis-DRGs der medizinischen Partition

ADRG

Beschreibung

MDC

Partition

Fallzahl

Anzahl KH

Anteil KH in %

\(\varnothing\) Fallzahl

1. Quintil

2. Quintil

3. Quintil

4. Quintil

5. Quintil

\(\varnothing\) Fallzahl

Fallzahlanteil in %

\(\varnothing\) Fallzahl

Fallzahlanteil in %

\(\varnothing\) Fallzahl

Fallzahlanteil in %

\(\varnothing\) Fallzahl

Fallzahlanteil

\(\varnothing\) Fallzahl

Fallzahlanteil in %

G67

Ösophagitis, Gastroenteritis, gastrointestinale Blutung, Ulkuserkrankung und verschiedene Erkrankungen der Verdauungsorgane

6

M

700.320

1.009

84

694

1.513

44

906

26

629

18

373

11

46

1

P67

Neugeborener Einling, Aufnahmegewicht > 2.499 g

15

M

629.693

600

50

1.049

2.279

43

1.277

24

831

16

582

11

279

5

O60

Vaginale Entbindung

14

M

429.568

572

48

751

1.581

42

895

24

609

16

429

11

233

6

I68

Nicht operativ behandelte Erkrankungen und Verletzungen im Wirbelsäulenbereich

8

M

359.856

1.077

89

334

859

52

401

24

245

15

134

8

29

2

F62

Herzinsuffizienz und Schock

5

M

308.313

969

80

318

672

42

399

25

279

18

184

12

56

3

E79

Infektionen und Entzündungen der Atmungsorgane

4

M

271.502

986

82

275

621

45

342

25

229

17

145

11

37

3

L90

Niereninsuffizienz, teilstationär, Alter > 14 Jahre ohne Peritonealdialyse

11

M

270.257

133

11

2.032

6.699

67

2.758

28

347

3

163

2

51

0

F71

Nicht schwere kardiale Arrhythmie und Erregungsleitungsstörungen

5

M

251.070

964

80

260

620

48

336

26

209

16

114

9

22

2

B70

Apoplexie

1

M

201.184

983

82

205

680

67

247

24

63

6

25

2

7

1

B80

Andere Kopfverletzungen

1

M

198.175

907

75

219

588

54

261

24

147

13

79

7

15

1

O65

Andere vorgeburtliche stationäre Aufnahme

14

M

191.451

690

57

277

673

48

359

26

225

16

120

9

11

1

F67

Hypertonie

5

M

190.682

959

80

199

431

43

246

25

175

18

116

12

26

3

E65

Chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung

4

M

189.592

959

80

198

476

48

231

23

157

16

97

10

27

3

E69

Bronchitis und Asthma bronchiale

4

M

178.675

967

80

185

432

47

240

26

144

16

84

9

23

2

L64

Harnsteine und Harnwegsobstruktion

11

M

167.319

919

76

182

548

60

232

26

82

9

37

4

10

1

K62

Verschiedene Stoffwechselerkrankungen

10

M

160.825

996

83

161

343

43

206

25

146

18

92

11

19

2

F73

Synkope und Kollaps

5

M

154.895

993

82

156

346

44

200

26

133

17

80

10

20

3

L63

Infektionen der Harnorgane

11

M

154.548

966

80

160

369

46

209

26

130

16

73

9

17

2

E71

Neubildungen der Atmungsorgane

4

M

143.539

939

78

153

556

73

126

16

52

7

24

3

6

1

J65

Verletzung der Haut, Unterhaut und Mamma

9

M

141.975

945

78

150

388

52

181

24

110

15

61

8

12

2

K60

Diabetes mellitus

10

M

123.754

979

81

126

346

55

138

22

85

13

50

8

12

2

D61

Gleichgewichtsstörung, Hörverlust und Tinnitus

3

M

123.049

958

80

128

349

54

154

24

81

13

45

7

13

2

B76

Anfälle

1

M

122.680

949

79

129

416

64

164

25

49

8

13

2

3

1

J64

Infektion/Entzündung der Haut und Unterhaut oder Hautulkus

9

M

122.066

1.030

86

119

289

49

146

25

93

16

55

9

9

1

G72

Andere leichte bis moderate Erkrankungen der Verdauungsorgane

6

M

116.756

939

78

124

288

46

161

26

101

16

58

9

14

2

\(\varnothing\) = Durchschnitt; n = 1.203 Vereinbarungen des Jahres 2018

Krankenhaus-Report 2020

Leistungsdichte Basis-DRGs

Es wird jeweils angegeben, wie viele Basis-DRGs (ADRGs) jeweils 25 %, 50 % und 75 % aller Leistungen eines Hauses ausmachen. Basis-DRGs stellen eine Obergruppe für eine oder mehrere DRGs dar, die durch die gleichen Diagnosen- und/oder Prozedurencodes definiert sind. DRGs innerhalb einer Basis-DRG unterscheiden sich in ihrem Ressourcenverbrauch bzw. ihrem Schweregrad. In der G-DRG Version 2018 gibt es 563 Basis-DRGs, davon drei nicht bewertete Fehler-DRGs und eine teilstationäre DRG.

TOP 3 MDC

In einer weiteren Annäherung an das DRG-Leistungsspektrum eines Hauses werden die fünf jeweils stärksten Hauptdiagnosegruppen (MDCs; Major Diagnostic Categories) mit ihrer Nummer sowie dem jeweiligen Prozentanteil an sämtlichen DRG-Leistungen dokumentiert. Die Nummern der MDCs bedeuten Folgendes:
$$\begin{aligned}\displaystyle{-}1&\displaystyle\quad\text{Pre-MDC}\\ \displaystyle 1&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{des Nervensystems}\\ \displaystyle 2&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{des Auges}\\ \displaystyle 3&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{im HNO-Bereich}\\ \displaystyle 4&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{der Atmungsorgane}\\ \displaystyle 5&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{des Kreislaufsystems}\\ \displaystyle 6&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{der Verdauungsorgane}\\ \displaystyle 7&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{am hepatobili{\"a}ren System und}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{Pankreas}\\ \displaystyle 8&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{am Muskel-Skelett-System und}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{Bindegewebe}\\ \displaystyle 9&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{an Haut, Unterhaut und Mamma}\\ \displaystyle 10&\displaystyle\quad\text{Endokrine, Ern{\"a}hrungs- und}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{Stoffwechselkrankheiten}\\ \displaystyle 11&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{der Harnorgane}\\ \displaystyle 12&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{der m{\"a}nnlichen Geschlechtsorgane}\\ \displaystyle 13&\displaystyle\quad\text{Krankheiten und St{\"o}rungen}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{der weiblichen Geschlechtsorgane}\\ \displaystyle 14&\displaystyle\quad\text{Schwangerschaft, Geburt und}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{Wochenbett}\\ \displaystyle 15&\displaystyle\quad\text{Neugeborene}\\ \displaystyle 16&\displaystyle\quad\text{Krankheiten des Blutes,}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{der blutbildenden Organe und des}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{Immunsystems}\\ \displaystyle 17&\displaystyle\quad\text{H{\"a}matologische und solide}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{Neubildungen}\\ \displaystyle 18&\displaystyle\quad\text{Infekti{\"o}se und parasit{\"a}re}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{Krankheiten}\\ \displaystyle 19&\displaystyle\quad\text{Psychiatrische Krankheiten und}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{St{\"o}rungen}\\ \displaystyle 20&\displaystyle\quad\text{Alkohol- und Drogengebrauch und}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{alkohol- und drogeninduzierte}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{psychische St{\"o}rungen}\\ \displaystyle 21&\displaystyle\quad\text{Verletzungen, Vergiftungen und}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{toxische Nebenwirkungen von}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{Drogen und Medikamenten}\\ \displaystyle 22&\displaystyle\quad\text{Verbrennungen}\\ \displaystyle 23&\displaystyle\quad\text{Faktoren, die den Gesundheits-}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{zustand beeinflussen und andere}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{Inanspruchnahmen des Gesund-}\\ \displaystyle&\displaystyle\quad\text{heitswesens}\\ \displaystyle 24&\displaystyle\quad\text{Sonstige DRGs}\end{aligned}$$

Partitionen in % (Verteilung über die Partitionen)

Eine MDC kann in drei Partitionen aufgeteilt sein:
  • DRGs liegen in der chirurgischen Partition, wenn sie eine Prozedur beinhalten, für die ein OP-Saal erforderlich ist.

  • DRGs der anderen Partition beinhalten Prozeduren, die in der Regel diagnostische Maßnahmen abbilden und für die kein OP-Saal erforderlich ist.

  • DRGs der medizinischen Partition beinhalten keine relevanten Prozeduren.

Die Abkürzungen der Partitionen bedeuten Folgendes:
$$\begin{aligned}\displaystyle\text{o}&\displaystyle=\text{operativ}\\ \displaystyle\text{a}&\displaystyle=\text{andere}\\ \displaystyle\text{m}&\displaystyle=\text{medizinisch}\end{aligned}$$

Budget-Anteile ZE/SE

Für Leistungen, die mit DRGs noch nicht sachgerecht vergütet werden, können die Vertragspartner individuelle Leistungskomplexe und Entgelte vereinbaren. Dazu gehören im Jahr 2018 u. a. 45 DRGs (davon drei teilstationäre), zu denen keine sachgerechte Bewertungsrelation durch das InEK ermittelt werden konnte, aber auch Leistungen in besonderen Einrichtungen und teilstationäre Behandlung.3 Die Spalte Budgetanteil SE beschreibt den Anteil solcher tages- oder fallbezogenen Leistungen am Gesamtbudget aus DRGs, Zusatzentgelten und sonstigen Entgelten. Dieser Budgetanteil ist von der Vergütung nach DRGs sowie der Budgetkonvergenz ausgenommen.

Zusatzentgelte können neben DRG-Fallpauschalen sowie tages- und fallbezogenen sonstigen Entgelten zusätzlich abgerechnet werden. Über die 94 vom InEK kalkulierten und bundeseinheitlich vergüteten hinaus können weitere hausindividuelle Zusatzentgelte vereinbart werden.

Bes. Leist. (B/N/H/P)

In mit einem „B“ gekennzeichneten Häusern sind Leistungsbereiche vereinbart, die nach der Vereinbarung zur Bestimmung von Besonderen Einrichtungen – VBE 2018 – von der Abrechnung nach DRG-Fallpauschalen und der Budgetkonvergenz ausgenommen sind. „N“ markiert Einrichtungen, in denen 2018 Entgelte für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden nach § 6 Abs. 2 des Krankenhausentgeltgesetzes (NUB) vereinbart wurden. „H“ kennzeichnet Krankenhäuser, in denen Zusatzentgelte für hochspezialisierte Leistungen nach § 6 Abs. 2a des Krankenhausentgeltgesetzes vereinbart wurden. „P“ markiert Krankenhäuser mit einer psychiatrischen Fachabteilung.

Notfall

In dieser Spalte findet sich ein „N“, sofern für das Krankenhaus im Jahr 2018 ein Abschlag für die Nichtteilnahme an der Notfallversorgung vereinbart wurde.

AOK-Patientenwege (PKW-km) (Med/oQ)

Für jede Einrichtung wird auf Basis der AOK-Krankenhausfälle mit Abrechnung nach Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) die maximale PKW-Strecke in km für die 50 % (in der Spalte Med für Median) bzw. 75 % (in der Spalte oQ für oberes Quartil) der AOK-Versicherten mit der kürzesten Fahrtstrecke dargestellt. Als Startpunkt des Patientenwegs gilt der geografische Mittelpunkt des 5-stelligen PLZ-Gebiets des Patientenwohnorts, als Endpunkt die vollständige Adresse des Krankenhauses.

Vereinbarte regionale DRG-Marktanteile und -konzentration im Umkreis von 10, 20 und 30 km (Marktanteil/HHI)

Die Spalten beschreiben die regionale Markt- und Wettbewerbssituation des jeweiligen Krankenhauses für DRG-Leistungen im Luftlinienumkreis von 10, 20 und 30 km anhand der Kennzahlen Marktanteil und dem Herfindahl-Hirschman-Index (HHI).

Der ausgewiesene regionale Marktanteil eines Krankenhauses basiert auf den dort konkret vereinbarten Leistungen. Eine Einrichtung in einer Region mit hoher Krankenhausdichte kann also auch einen relativ hohen Marktanteil aufweisen, sofern es Leistungen erbringt, die in der Region ansonsten selten bzw. in geringem Umfang vereinbart sind.

Der Herfindahl-Hirschman-Index ist eine Kennzahl zur Konzentrationsmessung in einem Markt bzw. in einer Marktregion und spiegelt so die Wettbewerbsintensität wider. Er ist als Summe der quadrierten Markanteile aller Teilnehmer in einer Region definiert und kann die Werte zwischen 0 und 1 annehmen, wobei der Wert 1 als Synonym für eine Monopolstellung keinem Wettbewerb entspricht. Verteilen sich in einer Wettbewerbsregion die Leistungen gleichmäßig auf zwei Anbieter, so haben beide einen Marktanteil von 50 %, der quadrierte Marktanteil beträgt jeweils 0,25 und der HHI als Summe der quadrierten Marktanteile ist 0,50. Verteilen sich die Leistungen aber nicht gleichmäßig auf die zwei Anbieter, sondern im Verhältnis 99 % zu 1 %, so nimmt der HHI einen Wert in der Nähe von 1 ein und spiegelt so die monopolistische Angebotsstruktur wider.

Um unerwünschte Effekte aus noch nicht geschlossenen Vereinbarungen zu minimieren, basieren die Marktdaten abweichend von den übrigen Werten in der Tabelle aus der Vorjahres-Budgetrunde.

Infozeile Bundesland

Die Darstellung ist sortiert nach Bundesländern und dem Namen des Standortes. Für jedes Bundesland werden in einer Zeile die gewichteten Mittelwerte CMI, Anteile der Partitionen an Gesamtfällen, Leistungsdichte Basis-DRG, Top MDC, Budgetanteile von Zusatzentgelten und sonstigen Entgelten sowie die Anzahl der Krankenhäuser mit vereinbarten besonderen Leistungen dargestellt.

QSR-Behandlungsergebnisse

Das QSR-Verfahren der AOK ist ein Verfahren zur Qualitätsmessung von Krankenhausbehandlungen. Die Abkürzung QSR steht für „Qualitätssicherung mit Routinedaten“. Im QSR-Verfahren kann durch die konsequente Analyse der Behandlung und des Überlebensstatus bis zu einem Jahr nach der Erstoperation auch die langfristige Behandlungsqualität gemessen werden. Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden Abrechnungs- bzw. Routinedaten verwendet. Diese werden den Krankenkassen automatisch vom Krankenhaus übermittelt, um die Behandlung eines Patienten in Rechnung zu stellen, oder liegen der Krankenkasse bereits in den Versichertenstammdaten vor.

Im Krankenhaus-Directory stehen die krankenhausbezogenen Ergebnisse für folgende Leistungsbereiche zur Verfügung: Einsetzen einer Endoprothese oder osteosynthetische Versorgung nach einem hüftgelenknahen Oberschenkelbruch, Einsetzen einer Hüftendoprothese bei Coxarthrose (Hüft-EP), Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks bei Gonarthrose (Knie-EP), Gallenblasenentfernung bei Gallensteinen, Blinddarmentfernung, Operation bei gutartiger Prostatavergrößerung, Prostataentfernung bei Prostatakrebs, therapeutische Herzkatheter (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt, Verschluss einer Leistenhernie und Hüftprothesenwechsel (nicht bei Knochenbruch oder Infektion). Das aktuelle Verfahrensjahr 2019 umfasst den Berichtszeitraum 2015 bis 2017 mit 2018 zur Nachbeobachtung der Patienten.

Die klinikbezogenen QSR-Ergebnisse werden auch im AOK-Krankenhausnavigator auf Basis der Weissen Liste frei zugänglich veröffentlicht.4

Fußnoten

  1. 1.

    Der bundesweite Z-Bax steht wochenaktuell unter www.wido.de als Download zur Verfügung.

  2. 2.

    Alle fallbezogenen Zuschläge werden bei Anrechnung im Z-Bax durch den vereinbarten CMI des Hauses dividiert. Die berücksichtigten Zu- und Abschläge lauten z. Zt.: Zuschlag Ausbildung, Investitionszuschlag, Zu- und Abschlag Qualität, Sicherstellungszuschlag, Zuschlag für Vorhaltekosten Besonderer Einrichtungen, Abschlag Tariferhöhung, Abschlag für Mehrleistungen, Abschlag für Nichtteilnahme am DTA, Zu- und Abschlag für die (Nicht-) Teilnahme an der Notfallversorgung, Ausgleiche, Konvergenz Besondere Einrichtungen, Pflegesonderprogramm, Hygieneförderprogramm, Mehrkosten G-BA, Fixkostendegressionsabschlag, Versorgungszuschlag, Pflegezuschlag sowie Zuschläge für Klinische Sektionen, einrichtungsübergreifende Fehlermeldesysteme und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unberücksichtigt bleiben Zuschläge für Begleitpersonen, Zentren und Schwerpunkte und Telematik.

  3. 3.

    Die Regelungen finden sich im Detail in § 6 Abs. 1 des Krankenhausentgeltgesetzes.

  4. 4.

Supplementary material

484102_1_De_22_MOESM1_ESM.pdf (529 kb)
(PDF 529KB)
484102_1_De_22_MOESM2_ESM.pdf (1.7 mb)
(PDF 1715KB)

Literatur

  1. Friedrich J, Leber WD, Wolff J (2010) Basisfallwerte – zur Preis- und Produktivitätsentwicklung stationärer Leistungen. In: Klauber J, Geraedts M, Friedrich J (Hrsg) Krankenhaus-Report 2010. Schattauer, Stuttgart, S 122–147Google Scholar

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Authors and Affiliations

  1. 1.Wissenschaftliches Institut der AOKBerlinDeutschland

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