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Begriff und Bedeutung logistischer Netzwerke

  • Wolf-Rüdiger Bretzke
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Zusammenfassung

Von den eingangs aufgeführten fünf Teilaufgaben der Logistik gilt unser Augenmerk von nun an vordringlich der Gestaltungsfunktion, Sprich: es geht um die Schaffung auf Dauer angelegter Strukturen. Hier gilt die Einsicht von Simchi-Levi (2010, S. 134): „System Design has the most influence on a company’s capabilities“. Der im Folgenden verwendete Netzwerkbegriff ist vergleichsweise eng und damit auch präziser als der SCM-Begriff. Auf einer sehr allgemeinen Ebene lässt sich dieser Begriff wie folgt fassen: Ein logistisches Netzwerk ist ein geordnetes Durchflusssystem, das aus hierarchisch und geografisch angeordneten, im Hinblick auf ein Leistungsziel komplementären Ressourcenknoten und diese Knoten verbindenden Transport- und Informationswegen („Kanten“) besteht und dem dauerhaft die Aufgabe zufällt, in einem Leistungsverbund Quellen (z. B. Fertigwarenläger von Produktionsstätten) bedarfsgerecht und wirtschaftlich mit Senken (Abnehmern) zu verbinden. Verbunden werden letztlich immer Lieferanten, Produktionsstätten, Händler und Kunden. Im Gegensatz zum SCM-Konzept umfassen Netzwerke im hier betrachteten Sinn keine weiteren, vor- oder nachgelagerten Wertschöpfungsstufen, sind aber in einer Weise in solche eingebettet, die für ihr Design relevant sein können.

Literatur

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  • Wolf-Rüdiger Bretzke
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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