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Weitere Kriterien der Partnerselektion

  • Wolf-Rüdiger Bretzke
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Zusammenfassung

Die bislang diskutierten, möglichen Kosteneffekte einer Fremdvergabe logistischer Leistungen berühren sowohl die Make-or-Buy-Frage als auch die darauf aufbauende Auswahl geeigneter Dienstleistungspartner. Der zweite Aspekt ist nicht auf einen reinen Kostenvergleich reduzierbar. Er umfasst weitere, in der Regel nicht messbare Kriterien, deren relative Bedeutung fallabhängig ist und deren wahrgenommene, anbieterspezifische Ausprägung vom Umfang der eingeholten Informationen und von der Urteilskraft der Entscheidungsträger abhängt. Es empfiehlt sich, diese Kriterien, ähnlich dem Vorgehen beim Einsatz einer „Balanced Scorecard“, vor der Auswertung hereinkommender Angebote auf der Basis klarer inhaltlicher Definitionen tabellarisch aufzulisten und mit Gewichten zu versehen. Diese Gewichte können etwa auf einer Skala von 1 (nahezu irrelevantes Merkmal) bis 5 (entscheidend wichtige Eigenschaft) reichen. Die Bewertung der Angebote selbst, d. h. der anbieterspezifischen Ausprägungen der vorab definierten Kriterien, sollte etwas mehr Raum für Differenzierung lassen. Auf einer Skala von 1 (Kriterium ist nicht erfüllt) bis 10 (Ausprägung des Kandidaten ist exzellent) lassen sich die potenziellen Partner im Allgemeinen hinreichend genau positionieren. Die für die Ausprägungen vergebenen Punktzahlen werden dann gewichtet und zu einem Gesamtpunktwert aggregiert. Die nachstehende Tabelle (Abb. 29.1) zeigt ein in der Praxis erfolgreich genutztes Beispiel.

Copyright information

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Authors and Affiliations

  • Wolf-Rüdiger Bretzke
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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