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Anwendung der IS-TDP bei Suizidalität

  • I. OrbesEmail author
Chapter
Part of the Psychotherapie: Praxis book series (ÜSÜR)

Zusammenfassung

Suizidale Handlungen basieren häufig auf depressiv-masochistischen Mustern und Charakterpathologien. Diese werden durch spezifische Krisensituationen aktualisiert und gehen mit einer Mobilisierung des Unbewussten einher.

Die selbstzerstörerische Handlung repräsentiert dabei metapsychologisch betrachtet einen mörderischen Impuls, der aus Angst vor einem tatsächlichen Mord und zusammen mit den zugrunde liegenden Konflikten abgewehrt werden muss. Die suizidale Handlung selbst steht im Dienst abgewehrter Schuld und ist gleichzeitig Ausdruck der Selbstbestrafung für den im Unbewussten verübten Mord.

Das Fallbeispiel zeigt die systematische Arbeit und den Umgang mit der vermeidenden und selbstschädigenden Abwehr unter Nutzung der Übertragung, um die unbewusste Dynamik von Rache und Schuld durchzuarbeiten, den Zugang zu den abgewehrten Gefühlen zu ermöglichen und den Prozess der Aussöhnung zu eröffnen.

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.ErlangenDeutschland

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