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Einführung ins Thema

  • Michael ThomsenEmail author
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Zusammenfassung

Wenn wir nicht mehr unseren Beitrag zu einer Leistungsgesellschaft beisteuern können, weil wir (an Demenz) erkrankt und von anderen abhängig sind, dürfen wir in unserer Gesellschaft (noch) auf die notwendige Hilfe oder zumindest die Solidarität der anderen vertrauen?

Müssen wir nicht umdenken und uns wieder fragen, was wir für uns selbst (und für unsere Angehörigen) wollen für den Fall, dass wir selbst pflegebedürftig werden?

Müssen wir wieder lernen, in unserem Leben vernunftfreie Räume zu betreten, und Räume zulassen, in denen wir mal abschalten können und Gefühle und Ziellosigkeit gelten lassen können? Die Menschlichkeit und damit das Glück einer Gesellschaft beweisen sich nicht allein und primär in der Selbstständigkeit und Selbstbestimmung des Einzelnen, sondern zeigen sich vielmehr darin, wie Vertrauen und gegenseitige Fürsorge tatsächlich gelebt werden.

Dass zu all dem eine personzentrierte Haltung erforderlich ist, ist Ziel des Buches anhand von Fallbeispielen und im Rückgriff auf moderne Pflegemodelle und den neuen Expertenstandard.

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Authors and Affiliations

  1. 1.BissendorfDeutschland

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