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Pflanzliche Gewebe

  • Werner ReißerEmail author
  • Franz-Martin Dux
  • Monika Möschke
  • Martin Hofmeister
Chapter

Zusammenfassung

Ein pflanzliches Gewebe ist eine Gruppe gleichartig differenzierter Zellen, die durch Teilung auseinander hervorgegangen sind. Bildungsgewebe (Meristeme) bestehen aus Zellen, die sich fortwährend teilen, also den kompletten Zellzyklus durchlaufen, wohingegen die Zellen der Dauergewebe den Zellzyklus verlassen und sich für spezielle Aufgaben differenziert haben.

1. Kurstag: Primäre Meristeme sind schon im Embryo vorhanden und in der Regel lebenslang in der Pflanze aktiv, wohingegen sekundäre Meristeme durch Embryonalisierung (Remeristematisierung) schon ausdifferenzierter Zellen aus Dauergeweben hervorgehen. Als Cambium wird ein Meristem bezeichnet, das aus einer einzigen Lage nebeneinander angeordneter teilungsaktiver Zellen besteht. Als Meristemoide gelten Gruppen von teilungsaktiven Zellen, die durch inäquale Zellteilung aus Zellen eines Dauergewebes hervorgegangen sind.

2. Kurstag: Die Zellen der Dauergewebe unterscheiden sich entsprechend ihrer aufgabenspezifischen Funktionen. Am häufigsten treten Grundgewebe (Parenchyme), Abschlussgewebe (Epidermis, Periderm), Festigungsgewebe (Kollenchyme, Sklerenchyme), Leitgewebe (Xylem, Phloem), Absorptionsgewebe und Drüsengewebe auf.

3. Kurstag: Pflanzliche Abschlussgewebe grenzen den Vegetationskörper entweder nach außen hin als primäre (Epidermis) oder als sekundäre Gewebe (Periderm) ab oder bewirken im Inneren als Endodermis eine funktionelle Gliederung.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Werner Reißer
    • 1
    Email author
  • Franz-Martin Dux
    • 2
  • Monika Möschke
    • 3
  • Martin Hofmeister
    • 4
  1. 1.BerlinDeutschland
  2. 2.StuttgartDeutschland
  3. 3.LeipzigDeutschland
  4. 4.Bad WildbadDeutschland

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