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Thermische Interfacematerialien

  • Andreas GriesingerEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Thermische Interfacematerialien (TIMs) spielen eine Schlüsselrolle beim Wärmemanagement elektronischer Systeme. Die Folien, Pads, Phase-Change Materialien, Pasten, Gele und Klebstoffe verbessern den thermischen Kontakt zwischen Festkörperoberflächen, in dem sie die eingeschlossene Luft verdrängen. Wesentliche Kriterien für die Auswahl sind die mechanischen Toleranzen, die zu überbrücken sind und die geforderten elektrischen Eigenschaften. Die Art der Befestigung beeinflusst ihre Funktion: Federn liefern über die Lebensdauer einen konstanten Anpressdruck. Fließt das Material mit der Zeit, wird das TIM dünner und der thermische Widerstand kleiner. Bei Verschraubung der Festkörper mit dem eingeklemmten TIM bleibt die Probendicke konstant. Über die Lebensdauer kann der Anpressdruck relaxieren. Der Druck konstante Einbau ist deshalb in der Regel dem Spalt konstanten vorzuziehen. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Alterung der Materialien zu richten. Es können Risse im Material oder den Grenzschichten entstehen, die zum Anstieg des thermischen Widerstands führen.

Derzeit gibt es noch kein einheitliches Vorgehen zur Qualitätssicherung und Lebensdauervorhersage bei unterschiedlichen, realen Einbausituationen.

Literatur

  1. 1.
    Prasher R, Shipley J, Prstic S, Koning P, Wang J-L (2003) Thermal resistance of particle laden polymeric thermal interface materials. J Heat Transf 125(6):1170–1177CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Duale Hochschule Baden-WürttembergStuttgartDeutschland

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