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Wahrnehmung elektrischer und magnetischer Felder; Infrarotortung

  • Werner A. MüllerEmail author
  • Stephan Frings
  • Frank Möhrlen
Chapter

Zusammenfassung

Lange war es umstritten, ob Tiere elektrische Felder wahrnehmen könnten; jetzt gibt es den Nachweis, dass Hummeln das von Pollen ausstrahlende elektrische Feld registrieren. Aquarianer wissen von der Existenz (schwach) elektrischer Fische wie dem Elefantenrüssel, die in trüben Gewässern sich durch Aussenden elektrischer Wechselfelder orientieren und miteinander kommunizieren. Der zweite Teil des Kapitels befasst sich mit dem Magnetsinn, der, wie Medien aller Art und auch viele wissenschaftliche Artikel sagen, vielen Tieren zur Verfügung stehe, besonders Fernwanderer der Meere und Zugvögeln. Bei kritischer Würdigung der Originalliteratur erweisen sich viele Behauptungen als bloße Hypothesen. Immerhin ist im Experiment gezeigt, dass manche der verdächtigen Tiere sich auf künstliche Magnetfelder vorgegebener Orientierung dressieren lassen, unter anderem Delfine, Brieftauben, Bienen und gar die Fruchtfliege Drosophila, die eine Pionierrolle bei der Suche nach dem Magnetsensor übernahm. Zwei Hypothesen dominieren in der gegenwärtigen Forschung: Einerseits Wahrnehmung mittels Magnetit- oder Eisensulfid-haltigen Komplexen, die als Nadeln eines biologischen Kompasses fungieren könnten, andererseits Sehen des Magnetfeldes mittels Cryptochrom-Pigmenten in Blaulicht-empfindlichen Zellen des Auges oder Gehirns. Letzteres sollen quantenphysikalische Prozesse ermöglichen (Radikalpaar-Hypothese). Weiterhin kommt in diesem Kapitel die Ortung von Infrarotquellen durch Schlangen, Vampire und einem Feuerkäfer zur Sprache.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Werner A. Müller
    • 1
    Email author
  • Stephan Frings
    • 2
  • Frank Möhrlen
    • 3
  1. 1.WiesenbachDeutschland
  2. 2.Centre for Organismal Studies (COS), Molekulare PhysiologieUniversität HeidelbergHeidelbergDeutschland
  3. 3.Centre for Organismal Studies (COS), Molekulare PhysiologieUniversität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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