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Das Gehör

  • Werner A. MüllerEmail author
  • Stephan Frings
  • Frank Möhrlen
Chapter

Zusammenfassung

Wie können wir so minimale hochfrequente Lustdruckschwankungen wahrnehmen, die unser Gehör erreichen und Töne und Schall in unserer mentalen Welt hervorrufen? Einleitend werden die dem Hören zugrundeliegenden Prozesse und Begriffe der Akustik bis hin zur Tonleiter vorgestellt. Im Hauptteil geht es darum, Schallwellen von Luft über flüssigkeitsgefüllte Schläuche in den zentralen Schlauch des Schneckengangs (Cochlea) zu leiten und dessen Boden (Basilarmembran), dem das langestrecke Cortiorgan mit seinen Haarzellen aufsitzt, in transversale, über die Membran laufende Wanderwellen zu versetzen. Weil diese umso weiter Richtung Schneckenspitze laufen, je tiefer der Ton ist, wird eine Tonhöhenanalyse nach dem Ortsprinzip möglich. Jeder Tonhöhe ist ein bester Ort der Rezeption zugeordnet. Entlang dem Cortiorgan reagiert eine äußere Reihen von Haarzellen auf die örtlichen Bestfrequenz mit einer aktiven Verstärkung der Schwingungsamplitude, was „otoakustische Emissionen“ verursacht und der Reihe der inneren Haarzellen bei der Analyse von Tonhöhe und Schallstärke zugutekommt. Wir diskutieren Vorstellungen, wie Schall dank raffinierter zentralnervöser Prozesse geortet werden kann, gehen auf die Ultraschallortung der Fledermäuse und Delfine ein und auf die Infraschall-Kommunikation der Elefanten.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Werner A. Müller
    • 1
    Email author
  • Stephan Frings
    • 2
  • Frank Möhrlen
    • 3
  1. 1.WiesenbachDeutschland
  2. 2.Centre for Organismal Studies (COS), Molekulare PhysiologieUniversität HeidelbergHeidelbergDeutschland
  3. 3.Centre for Organismal Studies (COS), Molekulare PhysiologieUniversität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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