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Digitalisglykoside

  • Stefan OffermannsEmail author
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Zusammenfassung

Der klinische Einsatz von Digitalisglykosiden im Rahmen der Behandlung der Herzinsuffizienz geht auf den schottischen Arzt William Withering (1741–1799) zurück. Dieser hatte 1785 die günstigen Wirkungen des roten Fingerhuts (Digitalis purpurea) bei der Behandlung kardialer Ödeme beschrieben. Die historische Leistung Witherings liegt in der Identifizierung des Fingerhuts als dem wirksamen Bestandteil einer volkstümlichen Mischung aus Kräutern gegen die Wassersucht sowie dem ersten Hinweis darauf, dass Fingerhutextrakte eine Wirkung auf kardiale Funktionen besitzen. Mitte des 19. Jahrhunderts gelang es erstmals, die pharmakologisch aktiven Bestandteile aus den Blättern der Digitalispflanze zu isolieren. 1874 erfolgte die Gewinnung von Digitoxin als erstem Reinglykosid durch Oswald Schmiedeberg (1838–1921). Neben dem roten Fingerhut und dem wolligen Fingerhut (Digitalis lanata) enthält eine Reihe weiterer Pflanzen Digitalisglykoside.

Weiterführende Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.Abteilung PharmakologieMax-Planck-Institut für Herz- und LungenforschungBad NauheimDeutschland

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