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Finanzmärkte und Finanzkrisen

  • Heribert Wienkamp
Chapter

Zusammenfassung

Anders als börsennotierte Finanzmärkte erfordern nicht-börsennotierten Märkte für eine erfolgreiche Spekulation zuweilen ein spezifisches, manchmal sogar intimes Wissen, um erfolgreich zu sein. Zu dem gesicherten Wissen aus der Ökonomie gehört, dass Konjunkturentwicklungen auf die Kurse von Wertpapieren einen direkten und massiven Einfluss ausüben können. Man denke nur an die sprunghaft veränderte Nachfrage nach Gold als „Angstwährung“ in Krisenzeiten. Einige Krisenforscher wandten sich strikt dagegen, von einer „geregelten“ Zufälligkeit von Finanzkursen auszugehen, die einer Wahrscheinlichkeitsverteilung folgt. Ihrer Ansicht nach sind die auf Basis einer statistischen Normalverteilung erwarteten Ergebnisse mit ihren Abweichungen nur ein Spezialfall der Realität, denn sie bilden unregelmäßige extreme Zufallsereignisse nicht adäquat ab, die dann umso heftiger für Überraschungen sorgen. Auch wenn die fraktale Geometrie ein mathematisches Rüstzeug zur Erforschung solcher extremen Zufälligkeiten liefert, ist es heute noch nicht möglich, den zukünftigen Kurs von Wertpapieren zu modellieren und zu prognostizieren. Sie liefert allerdings eine Sensibilität dafür, was mit einer geringen Wahrscheinlichkeit ggf. in welchen ungefähren Zeitabständen alles passieren könnte.

Literatur

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  2. Mandelbrot, B. B., & Hudson, R. L. (2005). Fraktale und Finanzen. Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin. München: Piper.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  1. 1.RecklinghausenDeutschland

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