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Bipolare Störung (ICD-10 F31.3)

  • Daniela Roesch-ElyEmail author
Chapter
Part of the Psychotherapie: Manuale book series (PSMA)

Zusammenfassung

Es wird das individualisierte kognitive Training der 19-jährigen Frau N. mit der Diagnose einer bipolaren Störung beschrieben. Das Training im Einzelsetting erstreckte sich über einen Zeitraum von zehn Wochen bei einer Frequenz von einmal wöchentlich. Die Patientin beschrieb im Vorfeld des Trainings subjektive kognitive Defizite in den Bereichen Lernen/Gedächtnis sowie in den Exekutivfunktionen, welche sie vor allem in ihrer Ausbildung spürbar beeinträchtigen würden. Diese ließen sich in der neuropsychologischen Voruntersuchung auch objektivieren. Angesichts der Ausbildungssituation von Frau N. und ihrem Wunsch, ihre schulischen Leistungen zu verbessern, wurde besonderer Wert auf die Vermittlung von Lernstrategien gelegt. Das Training führte – trotz anfänglicher Skepsis der Patientin – in relativ kurzer Zeit zu deutlichen subjektiven Verbesserungen des Gedächtnisses und der Konzentration im Alltag, welche teilweise auch in der neuropsychologischen Nachuntersuchung objektivierbar waren und sich positiv auf Motivation und Selbstwirksamkeit auswirkten. Der Patientin wurden daher weitere Trainingsmaßnahmen empfohlen.

Literatur

  1. Rodewald, K., Bartolovic, M., Debelak, R., et al. (2012). Eine Normierungsstudie eines modifizierten Trail Making Tests im deutschsprachigen Raum. Zeitschrift für Neuropsychologie, 23, 37–48.CrossRefGoogle Scholar
  2. Finauer, G. (Hrsg.). (2007). Therapiemanuale für die neuropsychologische Rehabilitation: Kognitive und kompetenzorientierte Therapie für die Gruppen- und Einzelbehandlung. Berlin/Heidelberg: Springer.Google Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Zentrum für Psychosoziale Medizin, Klinik für Allgemeine PsychiatrieUniversitätsklinikum HeidelbergHeidelbergDeutschland

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