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Mit starken Worten – Texte stilvoll formulieren

  • Bruno P. Kremer
Chapter

Zusammenfassung

Der bemerkenswert wortgewaltige Satiriker Karl Kraus (1874–1936) frotzelte schon 1927: „Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken“. So soll es Ihnen natürlich nicht ergehen. Die folgenden Überlegungen gehen davon aus, dass Sie als Autorin oder Autor (a) richtig Deutsch sprechen und (b) auch weitgehend korrekt schreiben können. Das ist – wie die Erfahrung aus der Begutachtung von Manuskripten zeigt – durchaus keine Selbstverständlichkeit. Fast immer ist, auch bei den angeblichen Profis der Szene, dennoch die Begrifflichkeit zu schärfen, das Stilempfinden zu trainieren oder einfach der Blick dafür zu entwickeln, dass die sprachliche Qualität selbst im akademischen Umfeld häufig zu wünschen übrig lässt. In den Nachrichtenmedien ist das unterdessen leider Standard. Grammatikalisch falsche Flexionsformen von Einzelbegriffen, an denen sich sogar Lektoren und Korrektoren reiben, gehören dabei noch zu den leichteren Schreib- und Sprachsünden. Ein womöglich unfreiwilliges Beispiel einer stilistischen Schieflage liefert Esselborn-Krumbiegel (2012) bereits mit der unglücklichen Titelformulierung ihres Buches „Richtig wissenschaftlich schreiben“. Meint sie damit etwa: „Nun schreiben wir mal so richtig wissenschaftlich“, oder soll sich das Schreibergebnis „wissenschaftlich richtig“ (was immer auch das sein mag) präsentieren? Notabene: Die Autorin bietet an der Universität zu Köln Schreibseminare an ...

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Authors and Affiliations

  • Bruno P. Kremer
    • 1
  1. 1.WachtbergDeutschland

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