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Regionale Beschreibung – Australien, pazifische Inselregion (Ozeanien), Hawaii

  • Klaus HeineEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Die terrestrischen quartären Paläoklimaarchive von Australien, der tropischen pazifischen Inselwelt und Hawaii legen Zeugnis ab von den – auch in anderen tropischen Regionen erfassten – Klimaschwankungen mit unterschiedlichen zeitlichen Skalen. Die großen Zyklen der Glazial-/Interglazialzeiten werden für die letzten ca. 300 ka BP in den glaziären Formen und Sedimenten des Mauna-Kea-Vulkanmassivs von Hawaii, den Dünengenerationen, Strandwällen und lakustrinen Sedimenten des ariden inneren Australiens eindrucksvoll dokumentiert. Speläothemdaten der letzten ca. 500 ka BP ergänzen die Beobachtungen. Warmzeiten waren in den tropischen Regionen wärmer und feuchter, Kaltzeiten kühler und arider im Vergleich zum gegenwärtigen Klima. Quartäre Seespiegelstände und Moränen belegen einen Trend der Abnahme der Humidität seit dem MIS 11 von (Inter)glazial zu (Inter)glazial und – wie in Afrika – extreme interglaziale Humidität in den älteren Warmzeiten. Die letzte Glazialzeit und das Termination I zeigten zahlreiche Klimaschwankungen. Das MIS 4 ist im tropischen pazifischen Raum durch Gletscherbildungen in Hawaii als wesentlich kühlere Phase belegt. Die Gletschervorstöße erreichten eine größere Ausdehnung als im LGM (MIS 2). Damit zeigen sie ein ähnliches Verhalten wie die Gletscher im tropischen SE- und S-Asien, E-Afrika und S-Amerika. Das LGM war relativ kalt (ca. 5°C kühler als heute: 3–7°C niedrigere Temperaturen im tropischen Australien, Indonesien und Papua-Neuguinea; bis zu 8°C kälter im Innern von SE-Australien; ca. 7°C kühler in Hawaii) und trocken (ca. 30% weniger Niederschläge als heute, aufgrund eines schwächeren Sommermonsuns und einer Nordwärtsverschiebung der ITCZ ). Die SSTs waren ca. 5°C kälter und erwärmten sich nach ca. 20 ka BP schnell; um ca. 15 ka BP erreichten sie die heutigen Werte. Südlich von Australien und in und um Neuseeland gibt es Hinweise auf das ACR, während die YD nicht nachweisbar ist. Zahlreiche Paläoklimaarchive zeigen den großen Einfluss von global und solar forcing.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität RegensburgRegensburgDeutschland

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