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Regionale Beschreibung – Mittel- und Südamerika einschließlich der karibischen Inselwelt

  • Klaus HeineEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Die Paläoklimaarchive der Tropen und Randtropen von Mexiko bis Südbrasilien und deren Interpretation werden vorgestellt und kritisch diskutiert. Dabei wird die Bedeutung der quartären Vergletscherungen für die Klimarekonstruktion besonders hervorgehoben und in Beziehung zu den quartären Umweltveränderungen der mittel- und südamerikanischen Tiefländer gebracht. Ältere Gletscherspuren, die oft viel zu jung datiert werden, belegen seit dem Altquartär thermische und hygrische Klimaschwankungen, die wesentlich größer waren als die Klimaänderungen der letzten Eiszeit. Die Maximalvergletscherung der Kleinen Eiszeit ereignete sich auf der Südhemisphäre um CE 1700, nördlich des Äquators um CE 1850. Kalte Phasen zeichnen sich in den Tiefländern durch größere Aridität aus. Der orbitale und solare Einfluss auf große und kleine Klimaschwankungen wird durch viele unterschiedliche Paläoklimaarchive dokumentiert. Die terrestrischen südamerikanischen Paläoklimadaten werden vorwiegend mit den arktischen und weniger mit den antarktischen Daten korreliert. Bei Klimamodellierungen werden die terrestrischen Paläoklimadaten der neuweltlichen Tropen kaum berücksichtigt. Inwieweit das Klima menschliche Kulturen beeinflusste, wird am Beispiel Mittelamerikas erörtert und im Kapitel 9 weiter ausgeführt.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität RegensburgRegensburgDeutschland

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