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Das Eiszeitalter

  • Klaus HeineEmail author
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Zusammenfassung

Während der letzten 2,6 Mio. Jahre spielten sich dramatische Veränderungen in der Erdgeschichte ab. Im frühen Pliozän vor 5,3 bis 3,6 Mio. Jahren waren die globalen Durchschnittstemperaturen noch 3–4°C und die Arktis sogar 12°C wärmer als heute – und das bei einem CO2-Gehalt der Atmosphäre um 350–420 ppm (am 9.Mai 2013 überschritt die atmosphärische CO2-Konzentration auf dem Mauna Loa, Hawaii, zum ersten Mal seit dem Beginn der Nacheiszeit vor 11.600 Jahren den Wert von 400 ppm). Das Ende der pliozänen Wärme kündigte sich bereits vor 3,6 Mio. Jahren an, und zwar in den hohen wie auch in den niederen Breiten (Tropen). Der Temperaturgradient zwischen Tropen und Außertropen stieg an, und die Eisbedeckung der Arktis nahm langsam zu, um etwa eine Millionen Jahre später (ab 2,75 Mio. Jahre vor heute) rasch anzuwachsen. Damit beginnt das Quartär, auch Eiszeitalter genannt. Das Quartär wird durch markante globale Klimaschwankungen – kalte Glaziale (Kaltzeiten bzw. Eiszeiten) und warme Interglaziale (Warmzeiten) – charakterisiert. Ursachen, Intensität, Dauer und Verbreitung der großen und kleinen Klimaschwankungen werden vorgestellt. Durch die intensive Arktis- und Antarktisforschung der letzten Jahrzehnte basiert die Klimageschichte des Eiszeitalters vornehmlich auf Daten, die aus Eisbohrkernen gewonnen wurden, ergänzt durch Daten der marinen Paläoklimaforschung. Die Sonne, atmosphärische Aerosole und terrestrische Klimaarchive werden zu wenig beachtet.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität RegensburgRegensburgDeutschland

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