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Prolaps

  • Michael Stoll
Chapter

Zusammenfassung

Die Unterscheidung der einzelnen anorektalen Prolapsformen ist wegen der unterschiedlichen Therapieansätze von großer Bedeutung und erfolgt einfach durch klinische Untersuchung (Pressen in Hockstellung und starre Endoskopie). Analprolaps, Hämorrhoidalbefunde und Mukosaprolaps werden primär konservativ behandelt und bei Operationsindikation durch transanale Eingriffe versorgt. Der Rektumprolaps kann sich fortschreitend vom latenten bis zum manifesten äußeren Vorfall entwickeln und betrifft überwiegend ältere weibliche Patienten. Mit zunehmender Größe äußert er sich zunächst durch ein schwer lokalisierbares Druckgefühl und erschwerte Stuhlentleerung, in späteren Stadien eher durch Inkontinenzsymptomatik neben der dann sichtbaren Prolapsmanifestation. Ein primär konservativer Therapieversuch ist nur beim jungen Patienten angezeigt. Ansonsten erfordert der typische äußere Rektumprolaps eine operative Therapie, wobei die Indikation durch den Leidensdruck bestimmt und die Auswahl des Verfahrens an der Prolapsgröße und Belastbarkeit des Patienten orientiert sein sollte.

Weiterführende Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.End- und Dickdarmzentrum HannoverHannoverDeutschland

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