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Der Medea-Komplex

  • Andreas Marneros
Chapter

Zusammenfassung

Es werden verschiedene Medea-Komplexe beschrieben, die allesamt aus Euripides Tragödie „Medea“ abgeleitet sind. Als Medea-Komplex wird, völlig inkompatibel mit den Quellen, etwa der unbewusste Hass - der sich unter Umständen in Grausamkeit manifestieren könne – der Mutter gegen die rasch reifende Tochter bezeichnet. Sie sehe in ihr die potentielle Rivalin, die ihr das Verblassen der eigenen Attraktivität bewusst mache. In einer allgemeineren Form wird der Medea-Komplex als der unbewusste Wunsch der Mutter, ihrem eigenen Kind zu schaden oder es sogar zu töten, verstanden. Das männliche Äquivalent wäre dann ein Atreus-Komplex. Nach einer anderen Definition ist der Medea-Komplex ein Bruch der Bindung zwischen den Partnern, nämlich durch die Zerstörung der Frucht der Bindung – der Kinder eben. Die Unterschiede zwischen einem Medea-Komplex und einem Medea-Syndrom werden dargestellt und die Kompatibilität mit den Quellen untersucht.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Andreas Marneros
    • 1
  1. 1.BonnDeutschland

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