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Koronare Herzerkrankung (KHK)

  • Klaus Völker
Chapter

Zusammenfassung

Unter einer koronaren Herzerkrankung (KHK) versteht man die Manifestation der Arteriosklerose (Arterienverkalkung) in den Koronargefäßen (Herzkranzarterien). Leitsymptom der KHK ist die Brustenge (Angina pectoris), die allerdings erst bei relativ starker Einengung der Herzkranzgefäße eintritt. Arteriosklerotische Gefäßerkrankungen sind die häufigsten Todesursachen und nehmen mit steigendem Alter zu. Risikofaktoren der KHK sind Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus Typ 2 und Bluthochdruck, aber auch Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Fehlernährung und Bewegungsmangel. Körperliche Aktivität, die ca. 2.000 kcal/Woche verbraucht, was ca. 10.000 Schritten/Tag entspricht, ist geeignet, präventiv wie therapeutisch dem Krankheitsgeschehen etwas entgegenzusetzen. In der Prävention ist Sport in jeder Form sinnvoll, in der Therapie und Rehabilitation tritt das Ausdauertraining als therapeutisch am effektivsten in den Vordergrund. Inhalte wie Kraft- und Koordinationstraining sollten entsprechend dem Krankheitsstatus integriert werden. In der kardialen Rehabilitation haben sich Herzsportgruppen bewährt.

Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.Medizinische Fakultät WWU Münsterehemals Institut für SportmedizinMünsterDeutschland

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