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Dissoziationskonstante

  • T. ArndtEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

dissociation constant

Definition

Dissoziation (lat. dissociato = Trennung) bezeichnet die Spaltung von Molekülen in elektroneutrale Moleküle, Atome oder Radikale (Homolyse) oder Ionen (Heterolyse). Die Dissoziationskonstante ist ein Spezialfall, der für diese Reaktionen aus dem Massenwirkungsgesetz ableitbaren Gleichgewichtskonstante.

Beschreibung

Im klinisch-chemischen Bereich handelt es sich zumeist um eine sog. elektrolytische Dissoziation, das heißt den teilweisen oder vollständigen Zerfall von Säuren, Basen oder Salzen in Kationen und Anionen, z. B.
oder in der allgemeinen Form:
Die Dissoziationskonstante ergibt sich bei Gültigkeit des  Massenwirkungsgesetzes aus den Konzentrationen der Ausgangsstoffe (BA) und Dissoziationsprodukte (B+ und A):
$$ {\mathrm{K}}_{\mathrm{d}}=\frac{\left[{\mathrm{B}}^{+}\right]\times \left[{\mathrm{A}}^{-}\right]}{\mathrm{B}\mathrm{A}} $$
Sie ist die reziproke  Assoziationskonstante. Der pK-Wert ist der negative dekadische Logarithmus von Kd (pK = −log Kd).

Dissoziationsgleichgewichte sind von fundamentaler Bedeutung in der klinischen Chemie, da nahezu alle Analyte (Elemente, Hormone, Proteine, Stoffwechselprodukte und Vitamine) in wässriger Lösung und abhängig vom pH-Wert in geladener, d. h. ionischer Form vorliegen.

Literatur

  1. Hollemann AF, Wiberg E (1995) Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 101. Aufl. W. de Gruyter, Berlin/New YorkGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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