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Diffusion

  • T. ArndtEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

diffusion

Definition

Diffusion (lat. diffundere = ausbreiten, sich zerstreuen) ist der durch Konzentrationsgradienten ausgelöste Stofftransport in Gasen, Flüssigkeiten oder Festkörpern.

Beschreibung

Die Diffusion erfolgt spontan aufgrund der Teilchenbewegung. Sie strebt einen Ausgleich von Konzentrationsunterschieden an. Diffusionsprozesse haben für die klinisch-chemische Analytik eine große Bedeutung, z. B. bei

  • Bestimmung von Na+, K+ und Cl mit ionenselektiven Elektroden,

  • pH-Messung mit der pH-Elektrode,

  •  Trockenchemie,

  • elektrophoretischen und chromatographischen Techniken und

  • Bindung von Antigenen an Antikörper-beschichtete  Mikrotiterplatten-Kavitäten (z. B. ELISA,  Immunoassay).

Einzelheiten s. Lehrbücher der Physik oder Chemie.

In der (Hämo-)Dialyse werden Diffusionsprozesse durch Einsatz semipermeabler Membranen gezielt in genau eine Richtung gelenkt. Diese Membranen sind für kleine Moleküle wie  Harnstoff,  Harnsäure oder  Kreatinin durchlässig, nicht aber für große, wie Peptide und Proteine. Dadurch wird eine Entlastung des Bluts von Stoffwechselendprodukten erreicht (Entgiftung) und ein Verlust von höhermolekularen Substanzen verhindert.

Literatur

  1. Falbe J, Regitz M (Hrsg) (1996) Römpp Chemie Lexikon, 10. Aufl. Georg Thieme Verlag, Stuttgart/New YorkGoogle Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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