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Beta-VLDL

  • K. J. LacknerEmail author
  • D. Peetz
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 β-VLDL

Englischer Begriff

beta-VLDL

Definition

Abnormes VLDL-Partikel mit einem hohen Anteil von Cholesterin und Cholesterinestern, das typisch für die familiäre Dysbetalipoproteinämie ist (früher auch Typ-III-Hyperlipoproteinämie nach Fredrickson genannt).

Beschreibung

β-VLDL entsteht bei einer kombinierten Störung der Konversion von VLDL ( Very low density Lipoprotein) zu LDL ( Low density lipoprotein) und der rezeptorabhängigen Clearance von VLDL und IDL. In der Regel beträgt der Cholesterinanteil der β-VLDL mehr als 25 % (auf Basis der Masse), woraus ein Cholesterin-Triglyzerid-Quotient (jeweils in mg/dL) >0,3 resultiert. β-VLDL wandern anders als normale VLDL in der β-Region der Lipoproteinelektrophorese, was zu einer typischen breiten β-Bande führt, die eine Unterscheidung zwischen β- und Prä-β-Partikeln unmöglich macht. Nachweis der β-VLDL erfolgt in der Lipoproteinelektrophorese bzw. in der Ultrazentrifuge. Aufgrund des hohen Anteils von Cholesterin kann in der Ultrazentrifuge das Vorliegen von β-VLDL vermutet werden, wenn der Quotient aus VLDL-Cholesterin und Triglyzerid im Serum >0,3 ist. β-VLDL sind typisch für die familiäre Dysbetalipoproteinämie. Die definitive Diagnose wird durch den Nachweis eines ApoE2/E2 Genotyps gestellt.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Klinische Chemie und LaboratoriumsmedizinUniversitätsmedizin MainzMainzDeutschland
  2. 2.Institut für LabormedizinHelios Klinikum Berlin-BuchBerlinDeutschland

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