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Ambient Mass Spectrometry

  • T. ArndtEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Definition

Form der  Massenspektrometrie, bei der Proben ohne Probenvorbereitung und in ihrer natürlichen Umgebung mit einem energiereichen Flüssigkeitsstrahl beschossen, Bestandteile der Probenoberfläche herausgelöst und ionisiert und in ein Massenspektrometer zur Analyse überführt werden.

Beschreibung

Ein wesentliches Problem der Massenspektrometrie ist die Überführung der zu untersuchenden Probe in das Massenspektrometer, das gewöhnlich unter Hochvakuum steht. Für gasförmige Proben ist dies weitgehend problemlos möglich. Flüssige Proben werden gewöhnlich vernebelt, ionisiert und ein geringer Teil des ionisierten Gemisches in das Massenspektrometer gesogen. Schwieriger gestaltet sich dies bei nicht flüssigen Proben (z. B. Gewebe oder Haare), die derzeit gewöhnlich extrahiert, d. h. in eine flüssige Phase überführt, und dann wie eine Flüssigprobe weiterbearbeitet werden.

Neuere Entwicklungen versuchen Aufwand und Fehleranfälligkeit dieser Probenvorbereitung zu vermeiden und zudem die massenspektrometrische Analyse auch unter Nichtlaborbedingungen zu ermöglichen. Zentrales Element sind hierbei verschiedene Ionisierungstechniken ( Ionisationsmethoden (Massenspektrometrie)), die eine Vorortanalyse unter Umgebungsbedingungen ermöglichen sollen.

Literatur

  1. Takats Z, Wiseman JM, Cooks RG (2005) Ambient mass spectrometry using desorption electrospray ionization (DESI): instrumentation, mechanisms and applications in forensics, chemistry, and biology. J Mass Spectrom 40:1261–1275PubMedCrossRefPubMedCentralGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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