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Liebermann-Burchard-Reaktion

  • A. M. GressnerEmail author
  • O. A. Gressner
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

Liebermann-Burchard reaction

Definition

Chemische Methode zur Messung von Cholesterin im Blut und in weiteren Körperflüssigkeiten vor der Einführung der enzymatischen Methode der Cholesterinbestimmung.

Beschreibung

Von dem Berliner Chemiker Carl Liebermann (1842–1914) wurde 1885 eine quantitative, chemische Methode zur Bestimmung von Sterinen entwickelt, die von dem Kliniker Hans R. Burchard (1864–1900) für die quantitative Bestimmung von  Cholesterin fortentwickelt wurde. Grundlage bildet die Liebermannsche Farbreaktion, bei der die Zugabe von Essigsäure und Essigsäureanhydrid in konzentrierter Schwefelsäure im Eisbad zu einer rot/grünen Farbentwicklung führt, die bei 620 nm photometrisch gemessen wird. Die von H. Burchard um 1899 für die Messung von Cholesterin im Blut optimierte Methode führt zu einer rosa-blau-grünen Farbentwicklung, die bei 560–580 nm photometrisch quantifiziert werden kann. Diese Methode ist heute im diagnostischen Routinelabor nicht (mehr) im Gebrauch ( Cholesterin).

Literatur

  1. Brieskorn CH, Greiner G (1975) Beitrag zur Farbreaktion nach Liebermann-Burchard. Arch Pharm 308(5):375–379CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Labor Dr. Wisplinghoff BerlinBerlinDeutschland
  2. 2.Labor Dr. Wisplinghoff KölnKölnDeutschland

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