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Varizella-Zoster-Viren

  • W. StöckerEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 VZV

Englischer Begriff

Varizella-zoster virus

Beschreibung des Erregers

Familie: Herpesviridae; Subfamilie: Alphaherpesviridae; Art: Varicella-Zoster-Virus. VZV wird auch als humanes Herpes-Virus 3 (HHV-3) bezeichnet.

Erkrankungen

Varizellen (Windpocken) und Herpes zoster (Gürtelrose). Die  Viren werden durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen. VZV gelten als besonders kontagiös („Windpocken“), deshalb ist die natürliche Durchseuchung sehr hoch (bei 20-Jährigen 80–90 %). In Deutschland infizieren sich jedes Jahr 700.000 Menschen.

Bei der Erstinfektion mit VZV kommt es zu einer Replikation der Viren in den regionalen Lymphknoten, und nach 4–6 Tagen zu einer ersten Virämie. Eine zweite virämische Phase leitet das Prodromalstadium ein, mit unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit. Durch Befall der Haut und Schleimhäute kommt es anschließend zu einem schubweise auftretenden Exanthem (makulös, papulös, vesikulös,...

Literatur

  1. Marre R, Mertens Th, Trautmann M, Zimmerli W (Hrsg) (2008) Varizellen (Windpocken). Klinische Infektiologie, 2. Aufl. Urban und Fischer, München, S 715–718Google Scholar
  2. Robert-Koch-Institut Berlin. RKI-Ratgeber für Ärzte (2016) Herpes zoster (Gürtelrose), 30.03.2016, Windpocken. http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Varizellen.html. Zugegriffen am 15.03.2017
  3. Wutzler P (2002) Herpesviren: Herpes-simplex-Virus Typ1 und 2, Varicella-Zoster-Virus. In: Doerr HW, Gerlich WH (Hrsg) Medizinische Virologie: Grundlagen, Diagnostik und Therapie virologischer Krankheitsbilder, 1. Aufl. Thieme Verlag, Stuttgart, S 378–381Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Euroimmun Medizinische Labordiagnostika AGLübeckDeutschland

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