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Sulfhämoglobin

Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 S-Hb;  Verdoglobin

Englischer Begriff

sulfhemoglobin

Definition

Schwefelhaltiges, grünliches Hämoglobinderivat.

Beschreibung

Sulfhämoglobin ensteht aus  Hämoglobin durch irreversible Bindung eines Schwefelatoms in den Porphyrinring ( Porphyrine) des Häms. Dadurch kann das Sulfhämoglobin keinen Sauerstoff mehr transportieren. Die gleichzeitige Verbesserung der Sauerstoffabgabe an das Gewebe durch eine Rechtsverschiebung der Sauerstoffbindungskurve mildert allerdings die klinische Symptomatik.

Die Bildung von Sulfhämoglobin kann erfolgen bei gleichzeitigem Vorhandensein eines oxidativen Zustandes und einer Schwefelquelle. Dabei kommen vor allem Arzneimittel als Schwefelquelle in Frage (z. B. Sulfonamide, Phenacetin, Dapsone). Sulfhämoglobin ist sehr stabil und wird erst mit dem Erythrozytenuntergang freigesetzt und abgebaut.

Die Bestimmung von Sulfhämoglobin erfolgt in der Regel simultan mit den anderen Hämoglobinen in der  Oximetrie.

Referenzbereich: <1 % des Gesamthämoglobins.

Literatur

  1. Lu HC, Shih RD, Marcus S et al (1998) Pseudomethemoglobinemia. A case report and review of sulfhemoglobinemia. Arch Pediatr Adolesc Med 152:803–805CrossRefPubMedPubMedCentralGoogle Scholar
  2. Tietz NW (Hrsg) (2006) Clinical guide to laboratory tests. W. B. Saunders, PhiladelphiaGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie, Blutdepot und KrankenhaushygieneRegionale Kliniken Holding RKH GmbHLudwigsburgDeutschland

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