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Röteln-Viren

  • W. StöckerEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

Rubella virus

Beschreibung des Erregers

Familie: Togaviridae; Genus: Rubivirus.

Erkrankungen

Röteln werden durch Tröpfchen übertragen. Etwa 50 % der Ansteckungen im Kindesalter verlaufen asymptomatisch. Im Falle einer Erkrankung kommt es zur Schwellung der nuchalen und retroaurikulären Lymphknoten sowie zu dem Röteln-typischen kleinfleckigen bis makulopapulösen Exanthem, das sich, im Gesicht beginnend, über Körper und Extremitäten ausbreitet und nach 1–3 Tagen wieder verschwindet. Mit einer Häufigkeit von 1:6000 kommt es zu Komplikationen wie Enzephalitis und Arthritis. Röteln während der Schwangerschaft führen je nach Infektionszeitpunkt zu schweren Embryopathien. Bei 90 % der Infektionen in den ersten 12 Schwangerschaftswochen (SSW) kommt es zu Herzmissbildungen, Katarakt, Innenohrschwerhörigkeit und Spontanabort. Bei Infektionen in SSW 11–17 findet man in etwa 20 % der Fälle Einzelmanifestationen. Nach der 20. SSW ist das Risiko einer Embryopathie nur noch gering....

Literatur

  1. Doerr HW, Gerlich WH (2002) Toga-Viren: Röteln-Virus. In: Medizinische Virologie, 1. Aufl. Thieme, Stuttgart, S 243–250Google Scholar
  2. Enders G (2005) Mütterliche Infektionen mit dem Risiko der prä- und perinatalen Übertragung – Teil 1. Labormedizinische Aspekte wichtiger Infektionen im Überblick. Gynäkol und Geburtsh 38–46Google Scholar
  3. Robert-Koch-Institut Berlin. RKI-Ratgeber für Ärzte, 26. Juni 2013. Röteln. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Roeteln.html#doc2394074bodyText9. Zugegriffen am 08.03.2017

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Euroimmun Medizinische Labordiagnostika AGLübeckDeutschland

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