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Apolipoprotein A-I

  • K. J. LacknerEmail author
  • D. Peetz
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 ApoA-I

Englischer Begriff

apolipoprotein A-I

Definition

Hauptapolipoprotein der High Density Lipoproteine (HDL;  High Density Lipoprotein).

Struktur

243 Aminosäuren; geringe, nicht vollständige posttranslationale Modifikation durch Acylierung und Phosphorylierung.

Molmasse

28,4 kDa.

Halbwertszeit

3,5–5 Tage.

Funktion – Pathophysiologie

HDL und insbesondere  Prä-β1-HDL gilt als wichtiges Akzeptorpartikel für zelluläres  Cholesterin. Insgesamt ist ApoA-I neben  Apolipoprotein E das für den Transport von überschüssigem Cholesterin aus der Peripherie zur Leber wichtigste Apolipoprotein. Defekte im ApoA-I-Gen führen zu vollständigen HDL-Defizienzen oder verminderten HDL-Cholesterin-Konzentrationen und erhöhen damit das Atheroskleroserisiko.

Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen

Serum, EDTA- oder Heparinplasma.

Analytik

 Immunturbidimetrie,  Immunnephelometrie,  Enzyme-linked Immunosorbent Assay (nur bei sehr niedrigen Werten).

Konventionelle Einheit

mg/dL.

Internationale Einheit

g/L.

Umrechnungsfaktor zw. konv. u. int. Einheit

1:100.

Referenzbereich – Frauen

100–210 mg/dL (nur orientierend, da stark methodenabhängig).

Referenzbereich – Männer

90–180 mg/dL (nur orientierend, da stark methodenabhängig).

Referenzbereich – Kinder

Keine validen Angaben; aber außer in der Neugeborenenphase nicht grundsätzlich verschieden von den Erwachsenenwerten.

Indikation

Differenzialdiagnose von Veränderungen der HDL-Konzentration, v. a. HDL-Defizienzen; ansonsten klinisch keine zusätzliche Information zum HDL-Cholesterin.

Interpretation

ApoA-I-Konzentrationen bieten gegenüber dem HDL-Cholesterin keine zusätzliche Information. Bei HDL-Mangelsyndromen kann die ApoA-I-Konzentration Hinweise auf die Ursache geben (vollständiges Fehlen oder starke Verminderung).

Diagnostische Wertigkeit

Zusätzlich zum HDL-Cholesterin gering.

Literatur

  1. Schwandt P, Richter O, Parhofer KG (2007) Handbuch der Fettstoffwechselstörungen, 3. Aufl. Schattauer Verlag, StuttgartGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Klinische Chemie und LaboratoriumsmedizinUniversitätsmedizin MainzMainzDeutschland
  2. 2.Institut für LabormedizinHelios Klinikum Berlin-BuchBerlinDeutschland

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