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Probe

  • G. Schumann
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

sample; specimen

Definition

Ein oder mehrere Teile, die einem System entnommen werden und dazu dienen, Informationen über das System zu liefern, die oft als Grundlage für Entscheidungen über das System oder dessen Entstehung verwendet werden.

Beschreibung

Bei der Gewinnung der für eine Untersuchung erforderlichen Probe wird eine sog. Stichprobe am Patienten aus dem zu untersuchenden System (z. B. Venenblut) entnommen. Diese Stichprobe, auch als  Primärprobe oder  Spezimen bezeichnet, wird an die jeweilige Untersuchungsstelle (z. B. Zentrallaboratorium in einer Klinik) geschickt und dort in Sekundärproben (s.  Sekundärprobe) aufgeteilt (Teilmenge der Primärprobe, entweder Venenblut oder  Serum bzw.  Plasma), die dann an einen Arbeitsplatz oder mehrere Arbeitsplätze verteilt werden. Aus einer Sekundärprobe wird ein bestimmtes Probenvolumen (quasi als Tertiärprobe) für das jeweilige Untersuchungsverfahren entnommen, das in der ISO EN DIN 15189 als Probe (im engeren Sinne) bezeichnet wird. Die Bezeichnungen Primärprobe und Sekundärprobe sind zwar didaktisch sinnvoll, werden aber in der täglichen Praxis kaum angewendet. Gebräuchlicher ist dagegen die analoge Unterscheidung zwischen Primär(proben)gefäß und Sekundär(proben)gefäß. Primärproben werden im Laborjargon immer noch als Proben (im weiteren Sinne) bezeichnet.

Literatur

  1. Medizinische Laboratorien (2014) Anforderungen an die Qualität und Kompetenz. ISO EN DIN 15 189:2014, 3,24. Beuth-Verlag, BerlinGoogle Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  • G. Schumann
    • 1
  1. 1.HannoverDeutschland

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