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Peltier-Effekt

  • T. ArndtEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

Peltier effect

Definition

Ein vom französischen Physiker Jean Charles Athanase Peltier (1785–1845) beschriebener thermoelektrischer Effekt, bei dem der Stromfluss durch die Kontaktstelle zwischen zwei unterschiedlichen Leitern zu einer Erwärmung der einen und zu einer Abkühlung der anderen Seite der Kontaktstelle führt.

Beschreibung

Der Peltier-Effekt gehört mit Seebeck- und Thomson-Effekt (s. Lehrbücher der Physik) zu den drei thermoelektrischen Effekten. Er stellt die Umkehrung des Seebeck-Effekts dar.

Sog. Peltier-Elemente werden zur Abkühlung oder Erwärmung (nach Umpolung des Stromflusses) von Leitern oder mit ihnen in Kontakt stehenden Bauteilen genutzt. Gewöhnlich werden Temperaturdifferenzen zwischen warmer und kalter Seite von 20–30 °C erreicht. Im klinisch-chemischen Labor werden Peltier-Elemente bei der kryoskopischen  Osmometrie zur Bestimmung der  Osmolalität einer Lösung über deren Gefrierpunkt sowie in sog. Thermocyclern für die Durchführung von Polymerase-Kettenreaktionen ( PCR (Polymerase-Kettenreaktion)), aber auch ganz allgemein zur Kühlung von Bauteilen und Reagenzien eingesetzt.

Literatur

  1. Falbe J, Regitz M (Hrsg) (1991) Römpp Chemie Lexikon, Bd M-Pk, 9. Aufl. Georg Thieme, Stuttgart/New YorkGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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