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Kenngröße, klinisch-chemische

  • A. M. GressnerEmail author
  • O. A. Gressner
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

test; parameter; marker

Definition

Die Kenngröße ist das Ergebnis einer quantitativen Bestimmung oder eines qualitativen Nachweises eines Analyten zur Beurteilung des Gesundheits- bzw. Krankheitszustandes eines Probanden bzw. Patienten.

Beschreibung

Eine klinisch-chemische Kenngröße mit pathologischem Ergebnis kann als ein biochemisches Krankheitssymptom verstanden werden, das mit dem Hilfsmittel einer  Messmethode messbar bzw. nachweisbar gemacht wird. Sie trägt zur Beurteilung des Gesundheits- bzw. Krankheitszustandes eines Patienten (Diagnose), zur (therapeutischen) Verlaufskontrolle, Prognosebeurteilung und Prädispositionsdiagnostik bei. Eine klinisch-chemische Kenngröße ist durch folgende Angaben charakterisiert:
  • Untersuchungsgut, z. B. Blut, Serum, Plasma, Urin, Liquor, Speichel u. a. ( Spezimen)

  • Analyt, z. B. Enzym, Substrat, Medikament, Toxin, morphologische Bestandteile

  • Quantitatives oder qualitatives Merkmal: Numerische Angabe des Ergebnisses bei quantitativen Bestimmungen; Positiv-/Negativangabe des Ergebnisses bei qualitativen Nachweisen; rasterförmige, halb-quantitative Ergebnisse (Punkte, Scores) bei semiquantitativen Nachweisen

  • Einheiten der Messgrößen ( Messgröße) zur Vergleichbarkeit der Messergebnisse ( Messergebnis); international definierte Mengenangaben für Stoffmengenkonzentrationen in mol/L, Stoffmassenkonzentration in g/L und Zellzahl in Zahl/L

  • Auswahl der geeigneten  Messmethode und Durchführung der  Messung unter Beachtung der Richtlinien der Bundesärztekammer (RiliBÄK) zur Qualitätskontrolle der Analyse

Die Bestimmung der klinisch-chemischen Kenngröße erfolgt nach einer genau definierten (standardisierten) Messmethode.

Literatur

  1. Neufassung der Richtlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung labormedozinischer Untersuchungen-Rili-BÄK (2014). Deutsch Ärzteblatt 111(38):A 1583–A 1617, http://www.bundesaerztekammer.de
  2. Stamm D, Büttner J (1995) Klinisch-chemische Analytik. In: Greiling H, Gressner AM (Hrsg) Lehrbuch der Klinischen Chemie und Pathobiochemie, 3. Aufl. Schattauer-Verlag, StuttgartGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Labor Dr. Wisplinghoff BerlinBerlinDeutschland
  2. 2.Labor Dr. Wisplinghoff KölnKölnDeutschland

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