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Interleukine

  • H. RenzEmail author
  • B. Gierten
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

interleukins; IL

Definition

Proteine, die von verschiedenen Zellarten sezerniert werden und physiologische Prozesse innerhalb derselben (autokrine Wirkung) oder anderer Zellen (para- oder endokrine Wirkung) einleiten oder modifizieren zu können.

Beschreibung

Interleukine gehören als Zytokine zu den Molekülen, die Signale von Zelle zu Zelle vermitteln. Die Interleukine beeinflussen pleiotrop Homöostase, Entwicklung, Zellaktivität und Differenzierung verschiedener immunkompetenter Zellarten. Außerdem regulieren Interleukine neben der eigenen Produktion auch ihren Wirkeffekt, indem sie Zahl und Dichte ihrer Rezeptoren auf der Zelloberfläche beeinflussen. Die Effekte werden durch Bindung an spezifische Rezeptoren vermittelt. Gegenwärtig sind 31 Interleukine charakterisiert.

Einige wenige Interleukine, wie  Interleukin-6 und  Interleukin-8, haben im Rahmen der Sepsisdiagnostik Eingang in die labormedizinische Routinediagnostik gefunden. Der weitaus größere Teil der bisher bekannten Interleukine bleibt Anwendungen im Bereich von Forschung und Entwicklung vorbehalten.

Literatur

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institute of Laboratory Medicine and Pathobiochemistry, Molecular DiagnosticsPhilipps University Marburg, University Hospital Gießen and Marburg GmBHMarburgDeutschland
  2. 2.ImmunologieBioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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