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Harnstoff

  • W. G. Guder
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 Harnstoff-Stickstoff

Englischer Begriff

urea; BUN (blood urea nitrogen), wie es in USA gebräuchlich ist, bezeichnet den Stickstoffanteil des Harnstoffs

Definition

Harnstoff wurde im Urin entdeckt als Hauptausscheidungsform des Stickstoffs, seine Synthese wurde von Hans Krebs (1900–1981) als Funktion der Leber aufgeklärt.

Struktur

NH2-CO-NH2.

Molmasse

60,06 g.

Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination

Harnstoff im Blut wird ausschließlich in der Leber synthetisiert. Pro Tag werden in Abhängigkeit von der Proteinzufuhr mit der Nahrung 0,5–1,5 mmol Harnstoff (30–90 g) gebildet und über glomeruläre Filtration und tubuläre Sekretion im Urin ausgeschieden. Dabei ist die Harnstoffausscheidung von der Wasserdiurese abhängig. Neben der enteralen und systemischen Aminosäurezufuhr bestimmt der pH-Wert des Bluts die Harnstoffsynthese. Bei Azidose wird die Harnstoffsynthese zugunsten der hepatischen Glutaminsynthese reduziert und der Stickstoff als Ammoniak im Urin ausgeschieden. Dies...

Literatur

  1. Guder WG (2009) Harnstoff. In: Guder WG, Nolte J (Hrsg) Das Laborbuch für Klinik und Praxis, 2. Aufl. Elsevier/Urban und Fischer, München, S 816–817Google Scholar
  2. Guder W, Häussinger D, Gerok W (1987) Renal and hepatic nitrogen metabolism in systemic acid base regulation. J Clin Chem Clin Biochem 25:457–466PubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • W. G. Guder
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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