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Fluoreszenzpolarisation

  • W. StöckerEmail author
  • C. Krüger
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

fluorescence polarisation

Definition

Fluoreszenzpolarisation beschreibt die Eigenschaft fluoreszierender Moleküle, die Polarisation absorbierten Lichts in Abhängigkeit von der Molekülgröße bei der Emission zu verändern.

Beschreibung

Fluoreszierende Moleküle absorbieren polarisiertes Licht entsprechend ihrer Orientierung relativ zur Richtung und Polarisation der Lichtquelle. Das emittierte Licht ist in der Regel ebenfalls polarisiert. Eine Rotation der Moleküle in der wenige Nanosekunden langen Zeitspanne zwischen Absorption und Emission verringert die Polarisation, da sich die Orientierung der Fluorophore nach dem Zufallsprinzip ändert. Kleine Moleküle sind beweglicher und tragen stärker zur Aufhebung der Polarisation bei als große oder an Teilchen oder feste Phasen gebundene Moleküle.

Dieses Prinzip dient im  Fluoreszenzpolarisations-Immunoassay der Konzentrationsbestimmung von Antigenen: Einer Antigen-/Antikörper-Mischung wird fluoreszenzmarkiertes Antigen zugegeben, das mit dem gesuchten Antigen um die Bindung an den Antikörper konkurriert. Je mehr Antigen die Probe enthält, umso mehr ungebundener Marker bleibt übrig, der zur (messbaren) Abnahme der Polarisation beiträgt, sodass sich die Konzentration des Antigens unter Anwendung einer Kalibrationskurve bestimmen lässt.

Literatur

  1. Valeur B (2002) Molecular fluorescence. Wiley-VCH, WeinheimGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Euroimmun Medizinische Labordiagnostika AGLübeckDeutschland

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