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Affinitätselektrophorese

  • R. WestermeierEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

affinity electrophoresis

Definition

Eine Zonenelektrophorese von Proteingemischen in einer Agarose- oder Polyacrylamidgelschicht, die spezifische Makromoleküle enthält, die mit bestimmten Proteinen aus der Probe in Wechselwirkung treten. Dabei entstehen unlösliche Komplexe, die als spezifische Präzipitatbanden angefärbt werden können.

Beschreibung

Alle in Immunelektrophoresen (s.  Immunelektrophorese) verwendeten Techniken können prinzipiell auch in der Affinitätselektrophorese angewendet werden. Dabei werden die Antikörper durch Liganden verschiedener Art ersetzt: z. B. Enzymsubstrate, Enzyminhibitoren, Nukleinsäuren, Kohlenhydrate, Lektine. Zuweilen wird die Bezeichnung „Affinitätselektrophorese“ als Oberbegriff, auch über Immunelektrophoresen, verwendet: in diesem Fall werden Antikörper als Liganden verwendet.

Die häufigsten Anwendungen von Affinitätselektrophorese sind Analysen von Wechselwirkungen zwischen Glykoproteinen (s.  Glykoproteine) und Lektinen (s.  Lektine); z. B. die organspezifische Differenzierung zwischen alkalischer Phosphatase aus Leber und Knochen in Humanserum. Knochenisoenzyme bleiben an dem im Gel befindlichem Weizenkeimagglutinin gebunden und bilden charakteristische Präzipitatbanden, Leberisoenzyme wandern ungehindert als normale Bande weiter.

Literatur

  1. Takeo K (1987) Affinity electrophoresis. In: Chrambach A, Dunn MJ, Radola BJ (Hrsg) Advances in electrophoresis, Bd 1. VCH, WeinheimGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.FreisingDeutschland

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