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Färbung, Blutbild

Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Synonym(e)

 Blutausstrichfärbung

Englischer Begriff

blood smear stain

Definition

Färbung eines Blutausstrichs zur morphologischen Beurteilung der zellulären Bestandteile.

Physikalisch-chemisches Prinzip

Ein getrockneter und in Methanol fixierter Blutausstrich wird mit basischen und/oder sauren Farbstoffen gefärbt. Die am häufigsten verwendete Methode ist die kombinierte May-Grünwald-Giemsa-Färbung ( Pappenheim-Färbung). Eosinsaures Methylenblau (gesättigte methanolische Lösung des getrockneten Niederschlags von Eosin und Methylenblau in Aqua dest.) färbt Erythrozyten hellrot, Kerne blau, eosinophile Granula ziegelrot, basophile Granula tiefblau, neutrophile Granula hell- bis purpurrot, Thrombozyten blassblau. Anschließend erfolgt eine Gegenfärbung mit Azur-Eosin-Methylenblau-Lösung (verdünnt 1+33,3 mit Aqua dest; pH 6,8–7,0).

Einsatzgebiet

Morphologische Differenzierung der zellulären Bestandteile des peripheren Blutes.

Untersuchungsmaterial

Ausstrichpräparat des peripheren Blutes.

Instrumentierung

  • Manuelle Methode: Glaswaren zur Aufnahme der Flüssigkeiten sowie der in speziellen Ständern fixierten Objektträger

  • Automatisiert: Analysengeräte, die sowohl einen Ausstrich anfertigen als auch eine Färbung durchführen

Fehlermöglichkeit

Inkubationsdauer nicht korrekt, pH-Wert des Puffers falsch, Färbezeiten nicht exakt eingehalten.

Praktikabilität – Automatisierung – Kosten

Einfach durchzuführende Handmethode. Es gibt Analysensysteme, die automatisch einen Ausstrich herstellen, identifizieren und anschließend eine Färbung durchführen.

Bewertung – Methodenhierarchie (allg.)

Definitive Methode zur morphologischen Differenzierung der Leukozyten im peripheren Blut.

Literatur

  1. Koeppen KM, Heller S (1991) Differentialblutbild – Analytik. In: Boll I, Heller S (Hrsg) Praktische Blutzelldiagnostik. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 165–167Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie, Blutdepot und KrankenhaushygieneRegionale Kliniken Holding RKH GmbHLudwigsburgDeutschland

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