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Extraktion

  • T. ArndtEmail author
Chapter
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Englischer Begriff

extraction

Definition

Extraktion (lat. extrahere = herausziehen) bezeichnet ein Trennverfahren zum Herauslösen von Bestandteilen eines Substanzgemisches mithilfe eines geeigneten Extraktionsmittels (Lösungsmittel), wobei zwischen extrahierter Substanz und Lösungsmittel keine chemische Reaktion stattfindet.

Beschreibung

Man unterscheidet Flüssig-Flüssig-Extraktionen, z. B. die Extraktion eines lipophilen Bestandteils einer flüssigen Probe wie Serum in ein organisches Lösungsmittel, und Flüssig-Fest-Extraktionen, z. B. die Extraktion von Analyten einer flüssigen Probe an ein festes Extraktionsmittel, z. B. einen Ionenaustauscher. Allerdings spricht man hierbei gewöhnlich von einer Adsorption des Analyten an der festen Phase ( Mikrosäulen).

Extraktionsschritte sind häufig Bestandteil der Probenaufbereitung im Labor der Speziellen Klinischen Chemie oder der Toxikologie. Sie werden hier zur Herauslösung der Analyte aus der komplexen Probenmatrix (Blut, Haare, Mageninhalt, Stuhl, Urin) und gleichzeitig oft zur Analytanreicherung (Konzentrationserhöhung) eingesetzt. Eine vollständige, zumindest jedoch reproduzierbare und möglichst spezifische Extraktion ist oft die Voraussetzung für eine valide Analytik. Bei unvollständiger Extraktion treten Analytverluste auf, die durch Zugabe eines internen Standards (IS;  Standard, interner) und Betrachtung von Analytsignal/IS-Signal-Quotienten kompensiert werden können.

Literatur

  1. Falbe J, Regitz M (Hrsg) (1996) Römpp Chemie Lexikon, 10. Aufl. Georg Thieme Verlag, Stuttgart/New YorkGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbHIngelheimDeutschland

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